Aufschieben: Warum wir Dinge vor uns herschieben und wie du trotzdem ins Tun kommst

 

 

Aufschieben, wir kennen es alle. Du nimmst dir vor, eine Aufgabe zu erledigen, und plötzlich ist der Tag rum, ohne dass du losgelegt hast. Dieses Verhalten hat sogar einen eigenen Namen: Prokrastination. Also das wiederholte Verzögern von Dingen, die eigentlich getan werden müssen. Und jetzt will ich gleich mal mit einem Mythos aufräumen: Aufschieben ist keine Faulheit, sondern ein Verhaltensmuster, das mit inneren Widerständen und emotionalen Hürden zu tun hat und uns im Alltag oft stärker lähmt als wir denken.

Und in diesem Beitrag schauen wir uns an, woher dieses Aufschieben kommt, wie es sich in deinem Leben zeigt und vor allem, wie du Wege findest, um aus der Spirale auszusteigen. Denn auch wenn es im ersten Moment schwer fällt anzufangen, mit ein paar praktischen Ansätzen und einem anderen Blick auf deine Muster kannst du wieder mehr Bewegung in deine Vorhaben bringen.

 

Aufschieben im Alltag: Warum du Dinge immer wieder vor dir herschiebst

 

Kennst du das Phänomen? Dinge aufzuschieben.

Ich sag’s dir, es ist zum Haare raufen.

Heute will ich eine wichtige Aufgabe vorbereiten.

So zumindest steht es auf meinem Tagesplan.

 

Und was mach‘ ich? Aufschieben . . .

 

 

Prokratination in Reinform:

Surfe in Social Media rum, schalte die Waschmaschine an, hole noch einen Kaffee – obwohl ich weiß, dass sich mein Magen bei mehr als zwei Tassen beschwert.

Lese schnell noch eingehende E-Mails und verplempere dadurch kostbare Zeit.

Befasse mich mit der Buchhaltung, die ich eigentlich überhaupt nicht mag.

Und jetzt fange ich auch noch diesen Blogartikel an.

Ahhhhhhgggg….

 

Blog_Kleinhenz-Coaching

 

Die wahren Gründe fürs Aufschieben: Mehr als nur fehlende Disziplin

 

Auch meine Klientinnen sagen mir, dass sie eigentlich wichtige Dinge vor sich herschieben, obwohl sie wissen, dass es nicht lange dauert.

Es geht also auch anderen Frauen und sicherlich auch Männern so.

Dieses Phänomen nennt sich Prokrastination.

Die Erklärung ist:

 

Was Aufschieben mit deinem Selbstwert macht und wie du ihn schützt

 

Beispiele von aufgeschobenen Fragen meiner Klientinnen:

 

  • Wann mache ich mir Gedanken, warum ich mich im Beruf nicht mehr wohl fühle?

 

  • Wieso fällt es mir so schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, wenn ich ins Büro muss?

 

  • Bin ich Urlaubsreif?

 

  • Kann und will ich weiterhin für meinen bisherigen Arbeitgeber arbeiten?

 

  • Soll ich mir besser einen anderen, familienfreundlichen Betrieb suchen?

 

  • Komme ich in meinem bisherigen Beruf noch unter, bin ich nicht langsam zu alt für einen neuen Job?

 

  • Werde ich in der Lage sein, einen flexiblen Arbeitsplatz zu finden der mir Spaß macht?

 

  • Welche Kenntnisse sollte ich auffrischen?

 

  • Welche Kompetenzen habe ich überhaupt?

 

  • Was könnte mich im Beruf motivieren?

 

  • Wie will ich die nächsten Jahre arbeiten?

 

  • Was will ich künftig als Arbeitsaufgaben machen?

 

  • Bin ich auf dem Arbeitsmarkt überhaupt noch gefragt?

 

  • Welche Kompetenzen brauche ich in der heutigen Arbeitswelt?

 

  • Was will ich und was nicht mehr?

 

Die unterbewusste Angst vor dem Scheitern kann dich daran hindern, loszulegen.

 

Du kannst dir natürlich sagen, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dazu ist.

Aber dadurch verschiebst du dieses Gefühl weiter in die Zukunft und du wirst immer weiter demotiviert, frustriert und womöglich sogar Burnout gefährdet, wenn du deinen Job trotz aller Widrigkeiten trotzdem weiterhin gut machen willst – du willst dir ja nicht nachsagen lassen, dass du faul bist.

 

Schluss mit Aufschieben: Erste kleine Schritte, die wirklich helfen

 

  • Nimm dir Zeit und organisiere deinen Tag – wenn möglich schriftlich.

 

  • Setze dir kleine Zwischenziele (sogenannte Meilensteine) auf deinem Weg, so überwindest du dein Gefühl der Überforderung.

 

  • Setz dir einen Zeitrahmen. Was möchtest du bis wann erreichen?

 

  • Schaff dir Freiräume – und wenn es nur 10 Minuten am Tag sind – um dich mal nur mit deinen Bedürfnissen zu beschäftigen. Das hilft dir Schritt für Schritt vorwärts zu kommen.

 

Ich liebe es zum Beispiel, morgens, wenn noch alle schlafen, mir 30 Minuten für mich zu nehmen und das zu tun, was mir gerade wichtig ist.

Journaling, das ich in meinem Blogbeitrag erklärt habe, hilft mir dabei, in die Gänge zu kommen.

 

Du willst endlich ins Tun kommen und nicht mehr aufschieben?

 

. . lass uns darüber sprechen, wie du wieder mehr Spaß in deinen beruflichen Alltag bringst und dadurch mehr Energie für andere schöne Dinge findest.

 

Im 30-minütigen kostenfreien Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wie du deinen beruflichen Weg findest. Der sich für dich nicht nur sinnvoll anfühlt, sondern dich auch glücklich macht. Völlig unverbindlich.

Ich freue mich auf dich.

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

Kontakt zu mir

 

Bildquelle: Canva

 

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter und warum du dich nicht hinten anstellen solltest

 

Du willst Selbstfürsorge im Alltag, aber dein Tag ist voll und deine Energie im Keller? In diesem Beitrag zeige ich dir kleine, machbare Schritte, die sofort entlasten. Ohne Perfektion, ohne Schuldgefühle – dafür mit Mini-Pausen, Grenzen und mehr Luft im Kopf.

 

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter: So geht’s auch mit wenig Zeit

 

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter klingt oft schön und fühlt sich dann eher wie ein weiterer Punkt auf der To-Do-Listen, oder?

Zwischen Brotdosen für die Kita, Wäscheberge, Eltern-Chat, Arbeit im Büro, Terminen und „Mamaaa, wo ist mein…?“ bleibt für dich oft nur der Rest. Und das ist nicht mehr viel.

Viele Mütter funktionieren.

Du organisierst, trägst mit, hältst zusammen.

Und irgendwann merkst du: Dein Akku ist so leer, dass schon Kleinigkeiten dich an die Decke bringen.

Ein verschütteter Saft, ein Kommentar vom Partner, ein Blick auf die Uhr, zack, du bist durch.

Selbstfürsorge muss kein großer Luxus sein.

Es ist kein Spa-Tag und auch kein „neues Morgenritual um 5 Uhr“.

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter heißt, du nimmst dich als Frau selbst wieder ernst.

Du spürst deine Grenzen früher und du baust dir kleine Inseln, die dir Energie geben, statt dich noch mehr auszupowern.

 

Was bedeutet Selbstfürsorge im Alltag für Mütter wirklich?

 

Selbstfürsorge heißt, dass du dich so behandelst, wie du dein Kind behandelst, wenn es müde ist.

Du würdest nicht sagen: „Reiß dich zusammen, du musst noch schnell funktionieren.“ Du würdest schauen, was es grade braucht: Essen? Trinken? Pause? Nähe? Schlaf?

Bei dir läuft das oft anders.

Du ziehst durch. „Geht schon.“ „Nur noch kurz. . .“ „Ich mach das schnell noch.“ Und genau da rutscht deine Selbstfürsorge weg.

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter ist die Fähigkeit, dir selbst das zu geben, was du jeden Tag so selbstverständlich für andere gibst: Aufmerksamkeit, Versorgung, Schutz.

 

Warum Selbstfürsorge für Mütter so oft zu kurz kommt

 

Weil dein Kopf nie Pause hat

 

Du kennst das selbst, du sitzt kurz, und dein Gehirn arbeitet trotzdem.

Einkauf. Kita-Zettel. Geburtstagsgeschenk. Zahnarzt. Arbeitsmail.

Und dann noch die Frage: „Was essen wir?“

Mental Load ist wie ein Tab im Browser, der nie zu geht.

Und wenn zehn Tabs offen sind, läuft alles langsamer.

 

Weil du dich schuldig fühlst, sobald du an dich denkst

 

Viele Mütter haben so einen inneren Satz im Kopf: „Erst wenn alle versorgt sind, darf ich.“

Nur sind alle nie komplett versorgt.

Irgendwas ist immer.

Und du bleibst immer hinten.

Manchmal kommt noch ein zweiter Satz dazu: „Andere schaffen das doch auch.“

Das macht Sinn, wenn man sich selbst Druck machen will.

Hilft aber null.

 

Weil du glaubst, Selbstfürsorge muss rießig sein

 

Eine Stunde Yoga. Ein Wochenende allein.

Jeden Tag 10.000 Schritte.

Klingt ganz nett, ist aber oft nicht drin.

Und dann passiert was Gemeines: Wenn es nicht geht, lässt man es ganz.

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter lebt von kleinen Dingen.

Von „für mich machbar“.

Von „jetzt gleich“.

 

 

 


Selbstfürsorge für Mütter

 

Erste Schritte als Selbstfürsorge im Mama-Alltag, ohne dass dein Tag kippt

 

Hier sind drei Schritte, die sich gut in deine Tage einbauen lassen.

Auch in die mit Chaos, Müdigkeit und Nudeln auf dem Boden.

 

Schritt 1: Fang mit deinem Körper an, nicht mit deinem Kopf

 

Dein Körper ist schneller als dein Verstand.

Er sagt dir früh, wenn was fehlt. Du musst nur wieder hinhören lernen, so wie du bei deinem Kind immer wieder hinhörst, ob alles passt, wenn es im Kinderzimmer spielt.

 

 

Selbstfürsorge für Mütter

 

Mini-Check in 20 Sekunden

 

  • Hab ich heute was getrunken?

 

  • Hab ich was gegessen, das mich satt macht?

 

  • War ich kurz an der frischen Luft?

 

  • Hab ich gerade Kiefer oder Schultern angespannt?

 

Wenn du nur eine Sache änderst, fang mit Trinken an.

Stell dir ein Glas Wasser dahin, wo du eh ständig bist.

Küche, Wohnzimmer, Schreibtisch, wo auch immer.

Und trink jedes Mal zwei Schlucke, wenn du dran vorbei gehst.

Nicht „später“, weil du grade nicht durstig bist. Jetzt.

 

Kleiner Fehler, große Wirkung: Wenn du abends Kopfschmerzen hast, liegt es manchmal an dem fehlenden Wasser, nicht wegen „zu viel Bildschirm“.

Es gibt Studien darüber, dass bei größerem Wassermangel auch die Denkleistung deutlich sinkt.

Du hast Schwierigkeiten dich zu konzentrieren, wirst schneller müde und bist gleichzeitig angespannt.

 

 

 

Selbstfürsorge für Mütter

 

 

Schritt 2: Bau dir Mini-Pausen, die keiner merkt

 

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter darf auch unauffällig sein.

Womöglich sind die Kinder noch klein.

Oder du arbeitest bereits wieder oder auch, weil du grad nicht weg kannst.

 

Hier sind Mini-Pausen, die du mitten im Trubel machen kannst:

 

  • 3 Atemzüge am Spülbecken. Hände ans kalte Wasser, kurz tief ein, lang aus.

 

  • Fenster auf, Blick raus. 30 Sekunden Himmel. Ohne Handy.

 

  • Schultern hoch, fallen lassen. Drei Mal. Das ist kein Sport, aber dein Nervensystem sagt: „Danke.“

 

  • Ein Satz, der dich stoppt: „Ich muss grad nix lösen.“

 

Solche Mini-Pausen wirken, weil sie deinen inneren Stressknopf kurz runter drehen.

Und du brauchst nicht mal einen Kalender dafür.

 

Schritt 3: Ein echtes „Nein“, das dich schützt

 

Viele Mütter sagen „Ja“, obwohl in ihnen innerlich alles schreit.

Und dann wird aus einem „Ja“ ein innerliches Grollen. Das kennste.

Ein gutes Nein klingt nicht hart, sondern klar und freundlich

 

  • „Heute schaff ich das nicht.“

 

  • „Ich brauch grad eine Pause.“

 

  • „Ich meld mich später.“

 

Und falls jemand meckert, dein Nein ist nicht gegen die Person, sondern für dich.

 

Selbstfürsorge für Mütter ohne schlechtes Gewissen

 

Schuldgefühle kommen oft in drei verschiedenen Kostümen daher (es ist grade Faschingszeit).

 

Kostüm 1: „Ich bin egoistisch.“

 

Bist du nicht.

Egoistisch wäre, du nimmst und lässt andere leer zurück.

Selbstfürsorge ist aber, Du füllst deine Energie auf, damit du geben kannst, ohne innerlich auszutrocknen.

 

Kostüm 2: „Die Kinder brauchen mich.“

 

Ja. Aber sie brauchen dich nicht nur als funktionierende Maschine.

Sie brauchen dich als Mama, die atmet und lacht.

Die nicht bei jedem kleinen Ding explodiert.

Wenn du dich um dich kümmerst, lernen deine Kinder nebenbei: „Ich bin auch wichtig.“

 

Kostüm 3: „Ich hab dafür keine Zeit.“

 

Zeit ist oft nicht das Problem, sondern eher die Energie.

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter ist echt eine Energie-Frage.

Zwei Minuten können reichen, um nicht komplett abzurutschen.

 

Selbstfürsorge in kleinen Momenten, diese Mini-Routinen wirken wirklich

 

Hier kommt eine Auswahl, die du mischen kannst, wie sie für dich grade passen.

Such dir drei Dinge aus. Mehr nicht.

Sonst wird es wieder eine Liste, die dich stresst.

 

Essen, das dir gutttut

Und zwar stabil.

  • Eiweiß, z. B. Joghurt, Eier, Hülsenfrüchte.
  • Etwas Warmes am Tag, wenn’s geht.
  • Ein Snack für dich, bevor du Kinderreste isst.

 

Bewegung, die nicht nach Sport aussieht

 

  • 10 Minuten gehen, wenn die Kinder auf dem Spielplatz sind.
  • Treppe statt Lift, wenn du eh unterwegs bist.
  • Musik an, zwei Minuten tanzen in der Küche. Ja, auch alleine.

 

Schlaf, so gut es grad geht

 

Schlaf ist bei Müttern oft ein Witz, ich weiß.

Trotzdem, kleine Stellschrauben helfen.

 

  • Handy eine halbe Stunde früher weg.
  • Licht dimmen.
  • Ein Satz an dich: „Morgen reicht auch.“

 

Und wenn du nachts wach liegst, du musst nicht die ganze Welt morgens um 3 Uhr retten.

Schreib’s kurz auf, dann ist es raus aus dem Kopf.

 

Social Media Pause, die nicht wehtut

 

Mach’s einfach

  • Apps vom Startbildschirm runter.
  • Eine feste Handy-Zone, z. B. nicht am Esstisch.
  • 15 Minuten am Tag ohne Scrollen, aber mit etwas, das dir wirklich guttut.

 

Freude für dich einplanen, ohne großes Tamtam

 

Das was dir Freude macht, ist kein Bonus für dich, sondern dein Treibstoff.

  • Ein Kapitel im Buch.
  • Ein Hörbuch beim Kochen.
  • Ein Kaffee in Ruhe, auch wenn’s nur fünf Minuten sind.

 

Drei Praxisbeispiele aus dem echten Leben

 

Anna, zwei Kinder, Teilzeit, ständig „unter Druck“

 

Anna hat gemerkt, dass sie ab 16 Uhr nur noch kurz vor einem Wutausbruch war. Mehrfach hat sie das an sich beobachtet. Sie hat nicht ihr Leben umgekrempelt. Sie hat zwei Mini-Regeln eingeführt:

  1. Vor dem Abholen: Im Auto 60 Sekunden sitzen. Atmen. Handy weg.
  2. Zu Hause: Erst ein Glas Wasser, dann kommt der Begrüßungstrubel.

Nach zwei Wochen sagt sie: „Ich bin nicht jeden Tag entspannt, aber ich bin viel weniger gereizt.“ Das ist Selbstfürsorge im Alltag für Mütter. Klein, aber wirksam.

 

Miriam, Wiedereinstieg, innerlich dauernd Druck

 

Miriam wollte „alles richtig machen“. Im Job wieder durchstarten. Kinder gut betreuen. Den Haushalt schmeißen. Das Ergebnis war schon nach kurzer Zeit, dass sie dauernd müde und unruhig war.

Sie hat mit ihrem Partner eine Sache geändert: Jeden Abend 20 Minuten „Schichtwechsel“. Einer macht Kinder, einer macht Pause. Ohne Diskussion und auch ohne Handy.

Einfach Pause.

Und ja, am Anfang hat sie sich dabei komisch gefühlt, weil sie dachte, sie müsste noch schnell aufräumen.

Jetzt sagt sie: „Ich hab wieder mehr Geduld. Und das Haus steht trotzdem noch.“

 

Sarah, alleinerziehend, wenig Unterstützung

 

Sarah hat keine Oma um die Ecke. Und keine „mal eben“-Hilfe. Sie hat sich einen Notfallplan gebaut:

  • Drei Menschen, die sie im Notfall anrufen kann.
  • Eine Liste mit einfachen Abendessen.
  • Eine „Wenn gar nix geht“-Routine: Duschen, Tee, früh ins Bett.

Sie sagt: „Ich kann nicht zaubern, aber ich kann verhindern, dass ich komplett zusammen klappe.“ Und das ist verdammt viel.

 

Warum du dich selbst nicht vergessen darfst, und was du dir zurückholst

 

Wenn du Selbstfürsorge im Alltag als Mutter ernst nimmst, passiert was sehr Konkretes.

Du bekommst einiges zurück

  • mehr Ruhe im Kopf, auch wenn’s laut ist
  • mehr Geduld, wenn Kinder dich mal wieder testen
  • mehr Kraft für Entscheidungen, statt nur zu reagieren
  • mehr Gefühl für deine Grenzen, bevor du über sie drüber rennst

 

Und ja, das wirkt sich auch auf deinen Job aus.

Wenn du wieder einsteigst oder schon drin bist, brauchst du einen stabilen Akku.

Sonst wirst du im Büro freundlich sein, und zu Hause explodierst du. Oder andersrum. Beides ist verdammt anstrengend.

Selbstfürsorge ist die Basis, damit dein Alltag nicht nur „läuft“, sondern sich auch halbwegs gut anfühlt.

 

Ein kleiner Plan für heute, ohne Überforderung

 

Such dir genau eine Sache aus. Nur eine.

 

Option A: Stell dir jetzt ein Glas Wasser hin und trink es leer.

Option B: Geh zwei Minuten ans Fenster und atme langsam aus.

Option C: Schreib einen Satz auf: „Heute reicht das, was ich geschafft hab.“

 

Wenn du morgen wieder dran denkst, mach die gleiche Sache nochmal.

Nicht mehr.

Denn Wiederholung schlägt Perfektion, auch wenn das manchmal doof klingt.

Und falls du gerade an einem Punkt bist, wo du merkst: „Ich bin dauernd am Limit“, dann hol dir Unterstützung.

Nicht erst, wenn gar nix mehr geht.

Viele warten zu lange, weil sie denken, sie müssten das alleine stemmen.

Selbstfürsorge im Alltag für Mütter beginnt mit einem kleinen Moment, in dem du dich selbst nicht übergehst.

 

 

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

Kontakt zu mir

 

Bildquelle: Canva

Rolle als Mama: 23 Fragen für mehr Selbstfürsorge

 

Manchmal ist Mama-Sein einfach schön. Und manchmal fühlt es sich an, als würdest du im Alltag 1000 Bälle jonglieren: Termine, To-dos, Gedanken an alles und alle und irgendwo dazwischen bist du auch noch. Aber oft ganz hinten in der Reihe.

In diesem Artikel geht es um eine einfache, aber ziemlich ehrliche Frage: Wie wohl fühlst du dich in deiner Rolle als Mama, wirklich?

Du bekommst einen kleinen Check-in mit Fragen, die dir zeigen, wo du gerade auftankst, wo du dich vielleicht zu oft zusammenreißt und an welchen Stellen du dir wieder mehr Raum, Unterstützung und Selbstfürsorge erlauben darfst.

Mal ganz ohne Perfektionsdruck. Ohne schlechtes Gewissen. Dafür mit einem klaren Blick auf dich.

Nimm dir ein paar Minuten und beantworte die Fragen so, wie du es dir selbst ganz ehrlich sagen würdest. Das ist oft der erste Schritt zurück zu mehr Leichtigkeit.

 

23 inspirierende, kurze Fragen zum Thema: Wie wohl fühlst du dich in deiner Rolle als Mama?

 

Kleinhenz Elternzeit

Wie lauten deine Antworten darauf?

 

  • Achtest du genügend auf dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse, aber auch auf andere und deren Bedürfnisse?

 

  • Lachst du regelmässig?

 

  • Gestattest du dir Zeiten der Ruhe, zum Ausspannen und für Sport?

 

  • Hast du die Fähigkeit, enge Beziehungen zu pflegen und auch aufrechtzuerhalten?

 

  • Spürst du täglich Freude und möchtest auch Spass haben?

 

  • Gelingt es dir leicht, dich an veränderte Lebensbedingungen anzupassen?

 

  • Hast du ein regelmässiges Verlangen danach, dich durch Sport mal richtig auszupowern?

 

  • Erfüllst du die Erwartungen anderer und stellst deine Bedürfnisse hinten an?

 

  • Findest du die Balance zwischen Spannung und Entspannung?

 

  • Denkst du optimistisch und hast eine positive Einstellung dem Leben gegenüber?

 

  • Gibst du dein Bestes, weil du das tust, was dich zufriedenstellt und dir Freude macht?

 

  • Gönnst du dir regelmäßig nur für dich „Me-Time“ ohne Ablenkungen?

 

  • Ist dir dein Körper wichtig, dass du ihn pfleglich behandelst und dich um deine Bedürfnisse kümmerst?

 

  • Folgst du deinen beruflichen wie privaten Träumen, die bisher ganz tief in dir vergraben waren?

 

  • Gönnst du dir regelmässig Zeiten zum Entspannen und Meditieren?

 

  • Bekommst du regelmäßig die Wertschätzung, die du als Mama brauchst?

 

  • Gelingt es dir, mit erneut auftauchenden, sorgenvollen Gedanken umzugehen?

 

  • Hast du eine „Bucketliste“ mit Dingen, die du im Leben noch machen möchtest?

 

  • Pflegst du enge Beziehungen, Bekanntschaften und Freundschaften?

 

  • Vertraust du deinen inneren Impulsen, wenn dich etwas interessiert und dich neugierig macht?

 

  • Hast du ein gesundes Selbstvertrauen sowie Hoffnung und Optimismus entsprechend entwickelt?

 

  • Stehen Veränderung und Stabilität in deinem Leben in einer ausgeglichenen Balance?

 

  • Schätzt du dich selbst und nimmst dich bewusst wahr?

 

Hast du eine oder mehrere Fragen mit NEIN beantwortet?

 

Dann ist das für dich ein wertvoller Hinweis, welche Lebensbereiche in deinem Leben momentan noch zu kurz kommen.

Damit du langfristig in einer gesunden Balance lebst, lohnt es sich, allen Lebensbereichen ausreichend Beachtung zu schenken.

Lass dich unterstützen, auf deinem Weg, wieder mehr Wohlbefinden, Begeisterung und Glück in dein Leben zu bringen.

Ich zeige dir, wie du deine Wünsche und Träume in starke Ziele umwandelst und begleite dich auf deinem Weg, damit du sie sicher erreichst.

 

Und wenn du gerade feststeckst und merkst: So wie bisher will ich nicht weitermachen, aber ich weiß nicht, wie, dann lass uns sprechen.

In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, was dich blockiert, wo du dich selbst ausbremst und was dein nächster, machbarer Schritt ist.

Ohne Druck, kein „Du musst nur…“, sondern ein klarer Blick nach vorn, der dich wieder in Bewegung bringt.

Ich freue mich auf dich.

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

Kontakt zu mir

Bildquelle: Sabine Kristan und Canva

15 Top-Tipps zur Rückkehr in den Beruf

 

Rückkehr in den Beruf als Mutter

 

Welche Mutter kennt das nicht, das Dilemma, die eigene Karriere nach der Geburt eines Kindes wieder in Gang zu bringen.

Einerseits ist das sehr aufregend, von wegen klappt es mit dem Kind?

Funktioniert es mit den neuen Kollegen?

Kann ich die Programme noch alle?

Es ist also aus verschiedenen Gründen gar nicht so einfach.

 

Schuldgefühle sind an der Tagesordnung

 

Wenn du als junge Mutter, nach der Geburt deines Kindes, schnell wieder in den Beruf zurückkehren willst, können dir deine Schuldgefühle manchmal einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen.

Und so auch einem reibungslosen Schritt zurück in den Beruf, gewaltig im Weg stehen.

Diese Schuldgefühle können sogar zweischneidig sein.

Du fühlst dich in deinem Beruf schuldig, weil du dein Baby in die Obhut eines anderen Menschen gegeben hast.

Und du fühlst dich Zuhause schuldig, weil du befürchtest, dass dein Arbeitgeber das Gefühl haben könnte, dass du nicht voll bei der Sache bist oder keinen so guten Job mehr machst, wie vor der Geburt deines Kindes.

 

Erschöpfung ist ein Dauerthema

 

Eine weitere Herausforderung, der sich viele junge Mütter stellen müssen, ist die Müdigkeit, die sich einstellt.

Wenn du nachts öfter aufstehen musst, kann das einen großen Einfluss auf deine Konzentration bei der Arbeit haben.

Es ist also vollkommen verständlich, dass du dann manchmal nicht ganz bei der Sache bist.

Wenn du als Mutter deine Karriere fortsetzen willst, sobald alle Kinder aus dem Haus sind, ergibt sich meist eine ganz andere Herausforderung: die des eigenen Vertrauens.

Für viele Frauen hat die lange Zeit außerhalb des Arbeitsplatzes zur Folge, dass sich ihr Selbstvertrauen und das Verständnis für die eigenen Fähigkeiten reduzieren.

Es ist oft schwieriger für sie, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu benennen, nachdem sie sich längere Zeit auf ihre Kinder konzentriert haben.

Hier kommen meine wichtigsten Tipps, wie du nach der Geburt deines Kindes wieder arbeiten kannst.

Dies ist eine Sammlung der Feedbacks und Ratschläge meiner wunderbaren Klientinnen.

Ich freue mich, wenn sie hilfreich für dich sind.

 

15 Top-Tipps für den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Geburt eines Kindes

 

Nimm deine Entscheidung, wieder in den Beruf zurück zu kehren, sehr ernst.

 

Das klingt zunächst banal.

Obwohl für viele Mütter die Entscheidung, wieder zu arbeiten, „trivial“ erscheint, ist das bei näherer Betrachtung keine so einfache Option.

Überlege dir genau, WARUM du wieder arbeiten willst.

Also den GRUND.

Finanzielle Motive sind oft die Nummer eins.

Besonders in der heutigen Zeit, in der die Lebenshaltungskosten und Hypotheken meist auf zwei Einkommen beruhen.

Oder gescheiterte Beziehungen, die dazu führen, dass Mama keine andere Wahl hat, als wieder zu arbeiten.

Wenn finanzielle Gründe DEIN Hauptgrund für die Rückkehr in den Beruf ist, nimm dir bitte Zeit, um deine Ausgaben zu prüfen.

Stelle sicher, dass du unter Berücksichtigung zusätzlicher Kosten wie Kinderbetreuung oder auch den Kauf von Arbeitskleidung und Fahrtkosten in deinen Beruf zurückkehren kannst.

Weitere Gründe, warum sich viele Mütter für die Rückkehr in den Beruf entscheiden, sind die Freude am Beruf, das Bedürfnis nach Sozialkontakten und Gesprächen mit anderen Erwachsenen.

Sie wollen ihr Selbstbewusstsein wieder zurückgewinnen.

Sie wollen nicht ständig nur Gespräche führen, die sich um ihr Baby drehen.

Oder auch, um eine lange Karrierepause in ihrem Lebenslauf zu vermeiden und das Gefühl der Wertschätzung wieder zu bekommen.

Frag dich also, was DEIN Hauptgrund für die Rückkehr in den Beruf ist.

Und prüfe für dich auch, ob es andere oder bessere Möglichkeiten gibt, dasselbe Ziel zu erreichen.

Wenn du dich am Ende für die Rückkehr in deinen Beruf entscheidest, dann mach es und genieße es!

 

Vermeide dich „schuldig zu fühlen“

 

Deine Entscheidung wieder zu arbeiten, kann dazu führen, dass du für die von dir getroffene Entscheidung beurteilt wirst.

Mütter, die nach der Geburt ihres Babys zügig wieder in den Beruf zurückkehren, sagen mir, dass sie der Meinung sind, dass andere Menschen ihre Entscheidung kritisch sehen.

Sie werden von ihrer Umgebung als „Rabenmutter“ bezeichnet.

Katharina Pommer hat dazu gerade ein sehr inspirierendes Buch veröffentlicht, das ich dir sehr gerne ans Herz lege: „STOP Mom Shaming“ *

Darin beschreibt sie, was sie selbst als Mutter von fünf Kindern erlebt hat.

Außerdem hat sie weiter Fälle aus ihrer Praxis als Familientherapeutin integriert und zeigt, mit welchen Gedankenlosigkeiten aber auch Gemeinheiten Mütter konfrontiert werden.

Wenn du deine Entscheidung objektiv getroffen hast, vielleicht mit einem Ansatz wie oben beschrieben, hast du deine Optionen sorgfältig geprüft und eine gute Entscheidung getroffen.

Niemand sollte dich jetzt dazu bringen, etwas anderes zu sagen oder zu denken.

Lass das nicht zu.

Wenn dich die Kommentare anderer an der von dir getroffenen Entscheidung zweifeln lässt, ist es möglicherweise an der Zeit, deinen Entscheidungsprozess zu überprüfen, ob es wirklich die richtige Option war.

Das Gespräch mit einem Coach kann dich dabei unterstützen deine Entscheidung von allen Seiten zu betrachten und die für dich richtige Entscheidung zu treffen.

 

Erstelle dir einen Traumjob-Plan

 

Welche deiner Fähigkeiten möchtest du beispielsweise einsetzen? 

 

  • Wie weit möchtest du pendeln?

 

  • In welcher Branche möchtest du arbeiten?

 

  • Welche Aus- oder Weiterbildung möchtest du machen?

 

Es kann hilfreich sein, auf Jobs zurückzugreifen, die dir zuvor wirklich Spaß gemacht haben.

So kannst du herauszufinden, welche ähnlichen Aufgaben du übernehmen möchtest.

Sobald du dir ein Bild davon gemacht hast, suchst du nach den richtigen Möglichkeiten.

Schau dir innerhalb deiner möglichen Pendlerzone an, welche Unternehmen es dort gibt.

Besuche Netzwerk-Veranstaltungen in der Branche, in der du arbeiten möchtest.

Schau auch auf Google, welche Unternehmen dir gefallen und warum.

 

Schau dir Stellenbeschreibungen an und mach Notizen

 

In den großen Jobportalen wie StepStone oder Monster findest du unzählige Jobbeschreibungen.

Schau nach Beschreibungen, die dich ansprechen.

Druck sie dir aus und schau, was dich dort anspricht.

Im Bereich Anforderungen und Verantwortlichkeiten findest du nützliche Informationen, mit denen du deine Unterlagen für die Jobsuche (Anschreiben, Lebenslauf und Xing- oder LinkedIn-Profil) vorbereiten kannst.

Gleichzeitig findest du heraus, ob deine Fähigkeiten Lücken aufweisen.

Wenn ein Job, der dich interessiert, mit einem speziellen SAP-Programm arbeitet und du die Kenntnisse nicht hast, ist es an der Zeit, diese Kenntnisse aufzufrischen.

 

Ziehe einen Karrierewechsel in Betracht

 

Untersuchungen zeigen, dass Mütter, die sich für eine Rückkehr in den Beruf entscheiden, sich häufig bewusst dafür entscheiden in „familienfreundlichere“ Organisationen zu wechseln.

Sie wollen keine Karrieren mit vielen Arbeitsstunden und entsprechend unflexiblen Strukturen.

Alternativ kannst du auch mit anderen Müttern darüber sprechen, wo und wie sie entsprechende Arbeitsmöglichkeiten gefunden haben, die auch zu deinem Lebensstil passt.

Und denke daran, wenn es nicht funktioniert, kannst du immer noch versuchen, stattdessen etwas anders zu suchen.

 

3 Insider-Tipps:

 

Die Jobbörse „Superheldin“, die sich auf familienfreundliche und flexible Jobs spezialisiert hat, verbindet Mütter und Väter mit familienfreundlichen Unternehmen.

Und auch die Plattform „Mutterschafft“ ist eine zielgruppenspezifische Job- und Business-Plattform die Mütter mit Unternehmen verbindet.

Virginia Thrun, von New Work People glaubt, dass durch New Work flexible Arbeitszeitmodelle künftig neu interpretiert und die 9-to-5-Präsenzkultur verdrängen wird.

Dadurch ergeben sich für die Unternehmen und auch für die Zielgruppe Career Moms, die trotz Teilzeitwunsch weiterhin Karriere machen wollen, neue Chancen.

Es gibt bereits einige Unternehmen, die das erkannt haben und den Wert von Müttern als Angestellte richtig einordnen und erfolgreich umsetzen, so Virginia.

Sie hat mit ihrem Team eine Datenbank „Momhunting“ aufgesetzt, die zur führenden Datenbank für Career Moms ausgebaut wird, um Unternehmen und Mütter zusammenzubringen.

 

Alle drei Börsen bringen also familienfreundliche Unternehmen und Mütter zusammen.

Schau einfach mal vorbei.

 

Erstell dir eine Liste deiner potenziellen Kontakte

 

Vielleicht sagst du, es ist jetzt nicht der beste Zeitpunkt, sich zu vernetzen und jemanden zu erreichen, der dir bei deiner Jobsuche helfen kann. DOCH!

Der richtige Zeitpunkt ist genau JETZT.

Du kannst zumindest versuchen, den Ball ins Rollen zu bringen.

Recherchiere im Bekanntenkreis.

Scanne dein Gehirn und scrolle durch Xing und LinkedIn, um potentielle Kontaktpersonen zu finden.

Erstell dir dazu eine vollständige Liste, priorisiere deine Favoriten und starte mit dem Entwurf von E-Mails zur Kontaktaufnahme.

Aber Achtung! Wenn gerade Ferienzeit ist, solltest du erst einige Tage nach den Ferien deine E-Mail verschicken.

Wenn dein Ansprechpartner am ersten Tag nach dem Urlaub mit einem vollen Postfach überschwemmt wird, kann deine Nachricht leichter „unter gehen“.

 

Aktualisiere deinen Lebenslauf

 

Unabhängig davon, ob du direkt nach dem Mutterschutz wieder zur Arbeit gehst oder ob dein Lebenslauf eine längere Pause enthält.

Du hast in dieser Zeit IMMER weitere Fähigkeiten erworben.

Klientinnen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, geben diese Zeit auf unterschiedliche Weise an.

Einige haben sich entschieden, ihre Zeit als „Mutter“ als ECHTEN JOB anzugeben.

Dabei werden wichtige Erfolge wie erfolgreiche Konfliktlösung, beeindruckende Zeitmanagementfähigkeiten und erstaunliche organisatorische Fähigkeiten hervorgehoben.

Im Sinne von „Ich leite ein kleines, feines Familienunternehmen“.

Anmerkung: Vor vielen Jahren gab es dazu mal einen Werbespot.

Den findest du auch noch auf Youtube.

Arbeite mit einer Freundin oder einem professionellen Coach zusammen, um herauszufinden, welche Fähigkeiten du erworben hast.

Hier sind noch einige weitere Ideen von Zusatzkompetenzen:

Flexibles Denken

Du willst ein Outfit für die Arbeit tragen, aber das Baby hat sich übergeben, also musst du dich jetzt umziehen.

Vorausschauende Planung

Du verlässt das Haus für einen Arbeitstag mit einem Baby und einem Kleinkind, also musst du vorausdenken und die vielen Eventualitäten bedenken.

Einflussreiche Entscheidungen treffen

Du hast eine Familie mit Teenagern, die du überzeugen musst oder oftmals auch Krisenmanagement betreiben musst

 

Aktualisiere deine Online-Präsenz

 

Google dich selbst und überprüfe, wie deine Online-Präsenz für einen potenziellen Arbeitgeber aussieht.

Was sagt dein Profil über dich aus?

Wird den Arbeitgebern dein Profil gefallen?

Lösche alles, was fraglich ist und nutze deine Datenschutzeinstellungen, wenn du leichte Zweifel hast.

 

Aktualisiere dein berufliches Wissen

 

Brauchst du eine Auffrischung deiner beruflichen Fähigkeiten?

Vielleicht solltest du einige Kurse belegen und weitere Erfahrungen sammeln, wenn du eine neue Karriere anstrebst und sicherstellen möchtest, dass du bei der Jobsuche wettbewerbsfähig bleibst.

Unter Punkt 4 hast du dir Stellenbeschreibungen angeschaut, die dich interessieren.

Jetzt ist es an der Zeit, die Fähigkeiten, die du für diese Stelle benötigst, aufzufrischen.

Es gibt Online-Plattformen, die teils kostenlose, teils zu geringen Kosten entsprechende Kurse anbieten.

Schau auf Udemy, Coursera, Lindedin-Learning oder auf Open Learn vorbei, wenn du gleichzeitig deine Sprachkenntnisse in Englisch auffrischen willst.

Ohne technische Fähigkeiten geht es heute nicht mehr.

Finde heraus, welche Technologien im Bereich deiner Wahl verwendet werden und such dir dafür einen Kurs.

Stell sicher, dass deine Fähigkeiten so aktuell wie möglich sind, unabhängig davon, wie lange du nicht mehr angestellt warst.

Überprüfe, ob deine Computerkenntnisse noch Up-to-date sind und erkundige dich an der VHS oder IHK über Kurse zur Erwachsenenbildung.

Wenn du Mitglied einer Berufsorganisation bist, solltest du an einigen Besprechungen teilnehmen, bevor du wieder in den Beruf zurückkehrst.

Damit du mit den neuesten Updates und dem Fachjargon auf deinem Fachgebiet vertraut wirst.

Bei diesen Veranstaltungen kannst du auch neue Leute kennenlernen, die dir bei deiner Jobsuche behilflich sein können.

 

Habe ich die richtige Einstellung für meine Jobsuche?

 

Jede von uns lebt mit den kleinen fiesen Stimmen in unserem Kopf, die uns jeden Tag sagen, wer wir sind, was wir tun können und vor allem was wir nicht können.

Auch wenn diese Geschichten, die wir uns selbst erzählen, meist weit von der Wahrheit entfernt sind.

Sie haben eine enorme Kraft auf unser Leben.

Wenn du dir also die Geschichte erzählst, dass du mit deinem Kind zu beschäftigt bist, zu unqualifiziert oder unerfahren.

Oder womöglich nicht gut genug bist für deinen Traumjob, dann „klatsch diese Gedanken wortwörtlich an die Wand“.

Wer sagt dir das? Nur du!!!

Ich erlebe es immer wieder, dass gerade Frauen sich selbst herunterziehen.

Sie meinen, erst alles 100%ig beherrschen müssen, bevor sie sich trauen, sich für ihren Traumjob zu bewerben.

Wenn du dir auch solche Geschichten erzählst, dann überleg dir, was ein erster kleiner Schritt wäre, um deinem Ziel näher zu kommen und setze ihn HEUTE noch um.

Warum versuchst du nicht einfach, dir eine andere Geschichte zu erzählen und schaust, welche Möglichkeiten sich für dich aufmachen?

Viele andere Mütter haben es getan und es gibt keinen Grund, warum du es nicht auch kannst. Punkt.

 

Wer kann dich unterstützen?

 

Aus irgendeinem Grund haben Frauen Angst, um Hilfe zu bitten.

Sie wollen alles alleine schaffenLeg das ab.

Die gute Nachricht ist, dass das Bitten um Hilfe umso einfach wird, je mehr du es tust.

Und du wirst es oft tun:

Nutze die Gelegenheit und bitte eine ehemalige Kollegin, mit dir einen Kaffee zu trinken.

Bitte eine Freundin, dich bei den E-Mails an potentielle Kontakte zu unterstützen.

Oder rufe deinen alten Chef an und lass dich beraten.

Du wirst sehr überrascht sein, wie hilfsbereit Menschen sind, wenn du mutig genug bist, zu fragen.

 

Such dir einen „Mama-Buddy“

 

Überlege, ob du eine Mutter kennst, die den Wiedereinstieg zurück in den Beruf erfolgreich geschafft hat.

Oft führen vorgeburtliche Kurse und Kleinkindgruppen wie Kinderschwimmen zu neuen Kontakten und Freundschaften.

Frage also nach, ob jemand vor dir den Weg gegangen ist, der seine Tipps und Hinweise (vielleicht sogar seine Kontakte) mit dir teilen möchte.

 

Mache einen Übungslauf

 

Wenn du ein Stellenangebot angenommen und die Kinderbetreuung geregelt hast, übe einige Tage lang die Aufgaben und Verantwortlichkeiten, bis sie zu deiner neuen Routine werden.

Es gibt nichts Schlimmeres, als an deinem ersten Tag gestresst im neuen Job anzukommen, weil dein Kind nicht mit dem Babysitter gehen wollte.

Vielleicht auch die Tagesmutter dich in letzter Minute im Stich gelassen hat oder du nur eine gebügelte Bluse hattest, da dein Baby sich übergeben hat, als du dich verabschiedet hast.

Probiere es ein paar Tage lang aus, um zu testen, ob alles so reibungslos wie möglich läuft.

Und dann kannst du auch in der richtigen Stimmung arbeiten.

 

Soweit wie möglich auslagern

 

Ich stelle immer wieder fest, dass Mütter sich zunächst schwertun, Aufgaben abzugeben.

Immer wieder höre ich von Klientinnen, die ständig darum kämpfen, alles alleine auf die Reihe zu bekommen.

Sie sind dadurch ständig erschöpft.

Wenn du ein kleines Baby hast und in den Beruf zurückkehrst, besteht deine Priorität darin, in deiner „Freizeit“ zu essen und zu schlafen.

Schau dir daher alle Aufgaben an, die du erledigt hast, bevor das Baby auf die Welt kam.

Und dann überlege, ob du es dir leisten kannst, jemanden einzustellen, der dir hilft.

Eine Putzfrau, die einmal die Woche die Wohnung aufräumt, jemanden, der das Bügeln übernimmt.

Wenn dein Budget nicht reicht, vereinbare mit deinem Partner oder mit deiner Familie, was übernommen werden kann.

Erstelle einen Wochenplan für das Abendessen und kaufe nur einmal die Woche ein oder probiere auch Online-Einkaufsmöglichkeiten aus.

Stelle einfach sicher, dass du nicht für alles alleine zuständig bist.

 

Sei realistisch

 

Du wirst es schnell feststellen:

In der realen Welt werden Kinder unerwartet krank

In der realen Welt lassen dich auch mal Kinderbetreuer im Stich

Und in der realen Welt können andere Menschen, die keine Kinder haben, manchmal etwas spitz daherreden und dich ein bisschen ärgern.

Zu Recht oder zu Unrecht kann es manchmal zu Spannungen zwischen dir und anderen kommen.

Es wird immer Kolleg:innen geben, die keine Kinder haben und nicht verstehen, dass Kinder auch mal drei Tage hintereinander krank sein können.

Oder du spät dran bist, weil dein Kleinkind heute partout nicht im Kindergarten bleiben wollte.

Stell sicher, dass du so weit als möglich ein Sicherheitsnetz hast, wenn Dinge mal nicht klappen.

Dazu habe ich noch einige Tipps für dich in meinem Blogartikel: Zur Vereinbarkeit gehört ein ganzes Dorf.

Viele Mütter schließen sich zu einer Clique zusammen und betreuen als Plan B ihre Kinder im Notfall gegenseitig.

 

Zusammenfassung:

1.    Nimm deine Entscheidung, wieder in den Beruf zurück zu kehren, sehr ernst.

2.    Vermeide dich „schuldig zu fühlen“

3.     Erstelle dir einen Traumjob-Plan

4.     Schau dir Stellenbeschreibungen an und mach dir Notizen

5.     Ziehe einen Karrierewechsel in Betracht

6.     Erstell dir eine Liste deiner potenziellen Kontakte

7.     Aktualisiere deinen Lebenslauf

8.     Aktualisiere deine Online-Präsenz

9.     Aktualisiere dein berufliches Wissen

10.   Habe ich die richtige Einstellung für meine Jobsuche?

11.   Wer kann dich unterstützen?

12.   Such dir einen „Mama-Buddy“

13.   Mache einen Übungslauf

14.   Soweit wie möglich auslagern

15.   Sei realistisch

 

 

Hier findest du weitere Kraftquellen, die dich unterstützen.

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

*Affiliate-Link (Du zahlst den ganz normalen Preis und ich bekomme einige Cent als Provision)

 

Nutze gerne die Kommentarfunktion, wenn du weitere Tipps hast. Unterstütze auch andere Frauen damit, die nach der Elternzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren wollen.

Brigitte gross 2021
Hallo, ich bin Brigitte.

Expertin für berufliche & persönliche Lebensbalance und begleite leise Frauen dabei, ihren Weg so zu gestalten, dass er ihrer Persönlichkeit entspricht. Ohne sich zu verbiegen. Ohne alles radikal umkrempeln zu müssen. Und ganz bestimmt ohne sich egoistisch zu fühlen.

.

Kontakt zu mir

Bildquelle: Canva

Wie finde ich als Mutter familienfreundliche Arbeitgeber?

 

Vor der Rückkehr aus der Elternzeit gibt es so Vieles zu beachten und zu planen. Ein wichtiger Punkt ist die Prüfung der Familienfreundlichkeit deines neuen oder bisheriger Arbeitgebers.

 

Familienfreundlichkeit ist „King“

 

Die Unterstützung bei der Kinderbetreuung kann eine entscheidende Rolle bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber spielen.

 

Familienfreundliche Arbeitgeber

 

Es gibt inzwischen viele Unternehmer, die erkannt haben, dass es aufgrund der Demografie wichtig ist familienfreundliche Arbeitszeiten und lebensphasenorientierte Personalpolitik zu betreiben.

Nicht nur große Unternehmen, auch kleinere Firmen habe schon gute Angebote für Frauen oder Eltern.

 

Blog Kleinhenz Coaching

Wirkungsvolle Lösungen sind gefragt

 

Flexible Arbeitszeiten sind vielerorts schon Standard. Flexible Arbeitszeiten bedeuten für Mütter höhere Karrierechancen und auch für Väter mehr Familienzeit.

Neben Teilzeitmodellen, Gleitzeit, Jahres- bzw. Lebensarbeitszeitkonten ist es auch für Führungskräfte attraktiv in einer 80%-Stelle, also annähernd in Vollzeit zu arbeiten.

Homeoffice setzt sich immer mehr durch.

Einige Firmen haben bereits ein Eltern-Kind-Zimmer in der Firma eingerichtet, damit kurzfristige Notfälle überbrückt werden können.

Wenn die Tagesmutter morgens anruft und krank ist.

Oder die Kita von jetzt auf gleich wegen Läuse geschlossen werden muss.

 

Wertschätzung gegenüber Familien

 

Familienfreundliche Unternehmen legen ihre Besprechungen bevorzugt auf die Vormittage, wenn die Teilzeitmitarbeiter da sind.

Meetings nach 16:00 Uhr sind nicht familienfreundlich.

Die Zeitschrift Eltern kürt gemeinsam mit den Personalmarketing-Spezialisten von TERRITORY Embrace die vorbildlichsten Arbeitgeber Deutschlands.

Und auch die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu hat ein Ranking für die familienfreundlichsten Arbeitgeber in Deutschland.

 

Teste deinen Arbeitgeber

 

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Rückkehrgespräch mit dem Vorgesetzten oder im Vorstellungsgespräch bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber nicht anzusprechen, wäre fatal.

Wenn ein Arbeitgeber deine Expertise sucht, wird er auf deine Wünsche eingehen und die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen auch im Arbeitsvertrag festhalten.

Auch hier ist Kommunikation „Gold wert“.

Denn wenn du nichts sagst, wirst du mögliche „Steine“ nicht aus dem Weg räumen.

 

Frage gezielt nach:

 

  • Gibt es Belegplätze für Mitarbeiterkinder in Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern

 

  • Ist eine Kostenübernahme der Kinderbetreuung oder ein Zuschuss möglich

 

  • Werden professionelle Babysitter vermittelt für Dienstreisen oder Abendveranstaltungen des Arbeitgebers

 

  • Gibt es eine Notfallbetreuung oder eine Kooperation mit entsprechenden Dienstleistern

 

  • Ist bezahlter Sonderurlaub für wichtige Familienereignisse möglich

 

  • Wie stehen die Chancen, zumindest zeitweise im Homeoffice zu arbeiten

 

  • Ist es möglich, zusätzlich zu den zehn Kinderkrankentage pro Jahr der gesetzlichen Krankenkasse eine bestimmte Anzahl von Tagen frei gestellt zu werden.

 

 

Es gibt elf weitere Punkte, die du beachten solltest, um deiner Familie gerecht zu werden und erfolgreich in den Beruf zurück zu kehren. Welche, verrate ich dir in meinem Guide.

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

Kontakt zu mir

 

Bildquelle: Canva