Manchmal drehen sich Gedanken im Kopf wie in Dauerschleife. Du willst sie abschalten, aber sie tauchen immer wieder auf. Wie ein Lied, der zum Ohrwurm wird, das du nicht mehr loswirst. Du denkst über Situationen nach, die längst vorbei sind. Oder über Dinge, die vielleicht irgendwann passieren könnten. Und redest innerlich ständig mit dir selbst, und das meistens ziemlich streng.

Solche Gedanken kosten dich enorm Energie. Sie ziehen den Fokus weg vom Jetzt. Und machen deinen Alltag unnötig schwerer.

Was hilft? Belastende Gedanken loslassen. Nicht wegdrücken. Nicht ignorieren. Sondern hinschauen, verstehen und lernen, wie du diesen Gedanken langsam aber sich die Macht nimmst.

In diesem Beitrag zeige ich dir alltagstaugliche Wege, wie du belastende Gedanken erkennen, entschärfen und Stück für Stück loslassen kannst. Ohne Zauberformel, aber mit Wirkung. Damit du wieder mehr Ruhe im Kopf und Leichtigkeit im Leben spürst.

 

Was bedeutet „belastende Gedanken loslassen“ wirklich?

 

Aktuell erlebe ich, dass der Dauerkrisenmodus immer mehr Arbeitnehmer:innen und Führungskräften enorm zusetzt.

Wenn dich Gedanken belasten, ist es meist nicht so einfach, die loszulassen.

Das kommt dir dann vor wie eine Dauerschleife bei einer Service-Hotline.

Doch du musst aus dieser Dauerschleife aussteigen um wieder klar denken zu können.

Wie das auch für dich geht, zeige ich dir gleich.

 

Warum Gedanken nicht einfach verschwinden, wenn du sie unterdrückst

 

Gefühlt dreht sich die Welt scheinbar immer schneller und wir sind gleichzeitig mit mehreren Krisen konfrontiert.

Die Begleiterscheinungen setzen nicht nur uns persönlich zu, sondern stellt auch die Wirtschaft vor großen Herausforderungen. 

 

Deshalb sind für uns nicht nur privat, sondern auch im Arbeitskontext starke Nerven gefragt.

Doch wie können wir in diesen herausfordernden Zeiten einen kühlen Kopf bewahren, wenn die Probleme immer drängender werden? 

 

Viele Menschen wissen gar nicht, dass es gerade in unsicheren Zeiten weiterhin Raum für Leichtigkeit und Gelassenheit geben darf, weil das die Gegenpole und damit wichtige Kraftspender sind.

 

belastende Gedanken loslassen

 

Mentale Gesundheit

 

Das bedeutet, du kannst aktiv etwas für deine mentale Gesundheit tun, anstatt negativen Gedankenspiralen freien Lauf zu lassen.

 

Ich habe dir eine Übung mitgebracht, die belastende Gedanken etwas mehr auf Distanz bringen und dich spüren lässt, dass deine Gedanken kein fester Teil von dir sind, sondern kommen und auch wieder gehen.

Dadurch gewinnst du mehr Abstand von ihnen und kannst wieder durchatmen. Was gleichzeitig deine Resilienzfähigkeit stärkt – also die psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen zu bewältigen. 

 

belastende Gedanken loslassen

 

Hier kommt eine Audio-Übung für dich, um belastenden Gedanken loszulassen. 

 

 

 

Setze dich bequem hin und schließe für die Übung deine Augen oder schau auf einen Punkt auf dem Boden vor dir.

 

Stell dir einen langsam fließenden Bach vor. Lass den Bach vor deinem geistigen Auge entstehen und schau ihn dir an.

Am Rand stehen einige Bäume, deren Blätter bis fast an die Wasseroberfläche reichen und einige Enten tauchen in einiger Entfernung nach etwas Fressbarem.

 

Jetzt kannst du erkennen, dass auf dem Bach kleine gefaltete Papierboote schwimmen.

Und jedes Papierboot stellt einen deiner Gedanken dar.

Versuche jetzt deine aufkommenden Gedanken zu benennen und getrennt voneinander jeweils auf ein Papierboot zu setzen.

 

Du kannst zum Beispiel spüren: “Da ist die Idee, dass diese Übung komisch ist.”

Dann setzt du diese Idee in ein Papierboot.

Oder du bemerkst den Gedanken, dass du nicht all das schaffst, was du dir für heute vorgenommen hast – und setzt diesen Gedanken in ein anderes Boot.

Du bist nervös, weil eine Präsentation ansteht?

Auch diese Wahrnehmung setzt du in ein weiteres Boot.

 

Auf diese Weise benennst du alles, was dir durch den Kopf geht und setzt es jeweils auf ein Boot. 

Vielleicht bleiben auch einige Boote leer.

 

Lass alle Papierboote mit deinen Gedanken im langsam fließenden Bach davonziehen.

Halte sie nicht fest, sondern bleibe achtsam in deiner Wahrnehmung und Benennung.

Und nimm dir die Zeit dafür.

 

Wenn die Boote sich nach und nach auf dem Weg zum Horizont machen, öffne deine Augen und beende diese Übung.

 

Meditation kann helfen den Kopf frei zu bekommen

 

Vielleicht kannst du deine Gedanken jetzt besser loslassen. Ich wünsche es dir.

Mach diese Übung ruhig öfters, denn deine Gedanken sind keine Realität!

 

Diese Übung ist angelehnt an eine Übung von Bettina Lohmann und Susanne Annies: Achtsamkeit in der Verhaltenstherapie.

 

„Change the way you look at things and the things you look at change.“

(Wayne Dyer)

 

Auf deutsch: „Ändere die Art und Weise, wie du Dinge betrachtest und die die Dinge, die du anschaust, ändern sich.“

 

Und wenn du gerade feststeckst und merkst: So wie bisher will ich nicht weitermachen, aber ich weiß nicht, wie, dann lass uns sprechen.

In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, was dich blockiert, wo du dich selbst ausbremst und was dein nächster, machbarer Schritt ist.

Ohne Druck, kein „Du musst nur…“, sondern ein klarer Blick nach vorn, der dich wieder in Bewegung bringt.

Ich freue mich auf dich.

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

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