Viele Frauen wechseln ihren Job nicht wegen des Gehalts. Sicherheit, Vertrauen und Wertschätzung entscheiden heute oft darüber, ob sie bleiben oder gehen.
Warum Frauen 2026 nicht wegen mehr Geld kündigen, sondern wegen fehlender Sicherheit
Vor ein paar Jahren hätte Anna wahrscheinlich, ohne lange nachzudenken den Job gewechselt. Mehr Geld, ein moderneres Büro und vielleicht auch ein schicker Titel in der E-Mail-Signatur. Warum also nicht wechseln?
Heute sieht das anders aus.
Sie sitzt mit einer Freundin im Café, beide arbeiten in bekannten Unternehmen. Beide bekommen faire Gehälter und trotzdem dreht sich das Gespräch nicht mehr ums Geld.
„Ich will einfach wissen, dass mein Arbeitsplatz auch nächstes Jahr noch da ist.“
Und genau das Thema höre ich als Personalerin immer öfter von Frauen. Es sind nicht der Obstkorb in der Kaffeeküche, der Tischkicker im Pausenraum oder das gemeinsame Sommerfest mit den Kollegen. Sondern das Gefühl: „Hier bin ich sicher.“
Die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt machen vielen Menschen Sorgen. Jede dritte Firma in Deutschland plant 2026 Stellen abzubauen und gleichzeitig stellt nur jedes sechste Unternehmen neue Mitarbeitende ein. Laut aktuellen Studien ist die Angst um den eigenen Arbeitsplatz so groß wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr.
In meinen Gespräch mit Frauen höre ich immer häufiger diesen Satz:
„Ich trau mich im Moment gar nicht, etwas zu verändern.“
Und ganz ehrlich, ich kann das gut nachvollziehen.
Wenn überall von Stellenabbau, Kurzarbeit und wirtschaftlicher Unsicherheit die Rede ist, fühlt sich Abwarten erst mal nach einer vernünftigsten Entscheidung an. Bloß kein Risiko eingehen, lieber den Kopf unten halten und hoffen, dass der Sturm vorbeizieht.
Inzwischen zählen andere Dinge als noch vor ein paar Jahren.
Viele fragen sich: „Kann ich meinem Arbeitgeber vertrauen?“
Genau diese Frage entscheidet oft darüber, ob jemand bleibt oder geht. Sicherheit ist für viele Frauen wichtiger geworden als ein neuer Gehaltssprung. Sie ist inzwischen ein Grund, warum sie bleiben oder gehen.
Warum Arbeitsplatzsicherheit für Frauen immer wichtiger wird
Sicherheit bedeutet längst nicht mehr nur einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Laut der aktuellen XING-Wechselwilligkeitsstudie 2026 prüfen immer mehr Frauen in Deutschland einen Jobwechsel, aus anderen Gründen als ihre männlichen Kollegen.
Frauen möchten wissen:
Wird mein Arbeitsplatz auch in Zukunft noch gebraucht?
Kann ich Familie und Beruf weiterhin gut verbinden?
Steht mein Arbeitgeber auch in schwierigen Zeiten hinter seinem Team?
Werde ich ehrlich informiert, wenn sich etwas verändert?
Habe ich hier auch in zwei oder drei Jahren noch eine gute Chance, oder sollte ich mich lieber schon jetzt umsehen?
Wer diese Fragen mit einem guten Gefühl beantworten kann, bleibt oft länger im Unternehmen. Selbst dann, wenn ein anderer Arbeitgeber mehr Geld bietet.
Denn Unsicherheit kostet enorm an Kraft.
Wer jeden Morgen mit dem Gedanken zur Arbeit fährt, ob bald die nächste Umstrukturierung kommt oder die eigene Abteilung betroffen ist, verbraucht sehr viel innere Energie. Energie, die im Job dann fehlt, und zuhause erst recht. Viele Frauen tragen Verantwortung an mehreren Stellen gleichzeitig, im Beruf, in der Familie. Manche auch für Eltern oder Angehörige. Da bleibt kaum Platz für dauerndes Grübeln.
Was aktuelle Studien über Arbeitgeberbindung von Frauen zeigen
Das Karrierenetzwerk XING hat gemeinsam mit dem Forsa-Institut über 3.400 Berufstätige befragt.
Ein zu niedriges Gehalt gehört zwar weiterhin zu den häufigsten Gründen für einen Jobwechsel. Direkt danach folgt aber die Qualität der Führung. Schlechte Vorgesetzte treiben Frauen häufiger zur Kündigung als eine hohe Arbeitsbelastung.
75 Prozent der Befragten sind mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden, gleichzeitig sind aber 41 Prozent offen für einen Wechsel.
Zufrieden sein und bleiben wollen sind zwei verschiedene Dinge.
Als Personalerin auf der anderen Seite des Tisches kenne ich diesen Widerspruch gut, denn es gibt Mitarbeiterinnen, die im Gespräch alles loben und drei Monate später trotzdem kündigen. Der Grund liegt selten im Gehalt, sondern eher in dem Gefühl, langfristig durch die Führungskraft nicht gesehen zu werden.
Vertrauen entsteht nicht durch schöne Worte
Viele Unternehmen schreiben auf ihre Karriereseite sowas wie „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt.“
Das liest sich erst mal gut, aber Frauen achten viel stärker darauf, ob diese schönen Worte im Alltag auch gelebt werden und was wirklich im Unternehmen passiert.
Wie spricht die Führungskraft mit dem Team?
Wie wird mit Fehlern umgegangen?
Werden Veränderungen offen erklärt, oder erfahren Mitarbeitende erst aus den Nachrichten, das wieder Stellen gestrichen werden?
Zwischen Worten und Taten liegen oft Welten und genau dort entsteht Vertrauen oder eben nicht.
Was Frauen wirklich an ihren Arbeitgeber bindet
Sicherheit besteht aus vielen kleinen Bausteinen und Frauen bleiben dort, wo mehrere Bausteine zusammenpassen.
Ehrliche Kommunikation schafft Sicherheit
Niemand erwartet, dass ein Unternehmen immer nur gute Nachrichten hat, aber Menschen möchten wissen, woran sie sind.
Wenn Veränderungen anstehen, hilft Offenheit mehr als unter den Tisch kehren oder Schweigen.
Wer sein Team früh informiert und Entscheidungen erklärt, nimmt Unsicherheit raus. Genau das schafft Vertrauen.
Wertschätzung zeigt sich im beruflichen Alltag
Frauen bleiben bei Vorgesetzten, die verlässlich sind, das zeigt sich in fast jeder aktuellen Studie zur Arbeitgeberbindung. Wertschätzende Führung zeigt sich tagtäglich im Alltag. Ein ehrliches Danke und Interesse an den Menschen. Zeit für Gespräche und Zuhören sind wichtige Führungskompetenzen, die eine größere Wirkung haben und kosten kein zusätzliches Budget. Trotzdem macht genau das für viele Frauen den Unterschied.
Wertschätzung zeigt sich nicht beim Sommerfest. Sie zeigt sich montagmorgens im ersten Gespräch. Mittwochs nach einem Fehler oder freitags, wenn eine Führungskraft fragt, wie es wirklich läuft.
Wer sich von der Führungskraft ernst genommen fühlt, ist nicht nur seltener krank, sondern denkt auch weniger über einen Wechsel nach.
Flexibilität muss im echten Leben funktionieren
Flexible Arbeitsmodelle stehen bei Frauen weit oben auf der Wunschliste. Aber Flexibilität auf dem Papier reicht nicht, denn eine Studie zu Karrierechancen von Frauen beschreibt das Problem treffend: Wenn das Teammeeting regelmäßig um 16 Uhr beginnt und die Kita um 16.30 Uhr schließt, fühlt sich niemand flexibel.
Viele Frauen jonglieren jeden Tag nicht nur den Beruf, sondern auch Familie und weitere Verpflichtungen gleichzeitig.
Deshalb zählt vor allem eines: Planbarkeit.
Wer weiß, wann gearbeitet wird, kann den Alltag besser organisieren und schläft oft deutlich ruhiger.
Ein Beispiel aus dem Berufsalltag
Julia erhält ein Jobangebot mit 700 € mehr Gehalt. Fachlich wäre der Wechsel ein Karriereschritt, trotzdem sagt sie ab.
Warum?
Ihr jetziger Arbeitgeber unterstützte sie nach der Elternzeit, ermöglicht flexible Arbeitszeiten und spricht offen über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.
Für Julia fühlt sich diese Sicherheit wertvoller an als das zusätzliche Geld.
Arbeitsplatzsicherheit wird zum echten Bindungsfaktor
Wenn die Wirtschaft schwankt, verändert sich auch der Blick auf den eigenen Job.
Viele Frauen fragen sich heute nicht mehr nur: „Verdiene ich genug?“
Sie fragen sich:
„Kann ich mich darauf verlassen, dass mein Arbeitsplatz auch nächstes Jahr noch da ist?“
Dieses Gefühl von Sicherheit lässt sich nicht mit großen Versprechen herbeizaubern. Es wächst, wenn Unternehmen offen kommunizieren und ihre Mitarbeitenden ernst nehmen.
Auch dazu ein Beispiel
Sabine arbeitet seit acht Jahren in einem mittelständischen Unternehmen.
Als die Aufträge schwächeln, wird das Team unruhig. Viele rechnen schon mit Entlassungen.
Doch die Geschäftsführung entscheidet sich für einen anderen Weg.
Einmal im Monat informiert sie alle Mitarbeitenden über die aktuelle Lage. Zahlen werden erklärt und Entscheidungen begründet. Fragen dürfen offen gestellt werden.
Natürlich nimmt das niemandem die Sorge komplett. Aber Sabine weiß, woran sie ist. Sie fühlt sich nicht allein gelassen und muss sich ihre Informationen nicht über Gerüchte oder Nachrichten zusammensuchen.
Genau deshalb bleibt sie, auch wenn nicht alles leicht ist, sondern weil sie ihrem Arbeitgeber vertraut.
Faire Bezahlung bleibt wichtig, aber Transparenz zählt genauso
Natürlich spielt Geld weiterhin eine Rolle, neu ist aber der Wunsch nach Transparenz: Frauen wollen nachvollziehen, wie Gehälter zustande kommen und welche Kriterien für eine Erhöhung gelten. Und auch, welche Entwicklungsmöglichkeiten es gibt.
Fehlt diese Offenheit, entstehen schnell Zweifel. Manche fragen sich, ob ihre Leistung wirklich gesehen wird oder ob andere bevorzugt werden.
Wer also nachvollziehen kann, wie Entscheidungen entstehen, fühlt sich deutlich fairer behandelt.
Die Aufgaben müssen zum Leben passen
Die YER-Arbeitszufriedenheitsstudie 2026 zeigt noch etwas Spannendes.
27 % der Befragten wünschen sich interessantere Arbeitsaufgaben.
26 % möchten stärker das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun.
Ein gutes Gehalt reicht da nicht mehr, wenn die Aufgaben nicht mehr passen oder zu viel Kraft kosten.
Deshalb lohnt sich manchmal ein genauer Blick.
Braucht es wirklich einen neuen Arbeitgeber?
Oder würde schon eine andere Aufgabenverteilung helfen?
Vielleicht steckt die passende Stelle längst im eigenen Unternehmen.
Job-Feintuning statt Kündigung beschreibt genau diesen Punkt.
Warum Frauen oft andere Prioritäten setzen
Mehr als die Hälfte der berufstätigen Frauen in Deutschland arbeitet 2026 in Teilzeit.
Für manche ist das eine bewusste Entscheidung, für andere bleibt kaum eine Alternative.
Kinder müssen pünktlich aus der Kita abgeholt werden, Angehörige brauchen Unterstützung. Der Alltag verlangt oft viel Organisation.
Das erklärt auch, warum Frauen andere berufliche Prioritäten und ihren Arbeitsplatz anders bewerten als Männer.
Nicht die nächste Beförderung steht an erster Stelle.
Sondern die Frage: „Passt dieser Job zu meinem Leben, oder frisst er mich und mein Leben auf?“
Ein Arbeitsplatz darf Kraft geben und sollte nicht jeden Abend das Gefühl hinterlassen, nur noch platt und ausgelaugt zu sein.
Die Sicherheit, nach der wir uns alle sehnen, gibt es in dieser Form heute kaum noch. Die aktuellen Entlassungswellen zeigen das ziemlich deutlich. Ein sicherer Job ist heute leider keine Garantie mehr.
Deshalb lohnt es sich, den Blick nicht nur auf den Arbeitsplatz zu richten, sondern auch auf sich selbst. Denn wer sich nur an seinem Arbeitgeber festhält, merkt oft erst viel zu spät, dass der Boden unter den Füßen längst ins Rutschen gekommen ist.
Was dir heute wirklich Halt geben kann, ist etwas anderes.
Nicht die Hoffnung, dass dein Arbeitgeber schon irgendwie durchhält. Sondern das Vertrauen in dich selbst.
Wenn du weißt, was du gut kannst, wenn du weißt, was dir wichtig ist und wenn du weißt, welche Möglichkeiten du hast, auch wenn im Außen grad vieles unsicher wirkt.
Genau das gibt dir ein Stück mehr Ruhe.
Natürlich passiert das nicht von heute auf morgen. Sich mit den eigenen Stärken, Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen, braucht Zeit. Aber genau diese Sicherheit nimmt dir niemand. Keine Umstrukturierung, keine Kündigungswelle und auch kein wirtschaftlicher Abschwung.
Sie bleibt bei dir, egal, was um dich herum passiert.
Angst macht was mit uns.
Sie sorgt dafür, dass sich deine Gedanken ständig im Kreis drehen. Du gehst dieselben Fragen immer wieder durch und hoffst, irgendwann die eine richtige Antwort zu finden. Doch meistens macht das Grübeln nur müde und die Lösung rückt kein Stück näher.
Dabei braucht es oft gar keine großen Entscheidungen.
Viel wichtiger ist der erste kleine Schritt, den du diese Woche gehen kannst, indem du dir einfach mal Zeit nimmst und ehrlich hinschaust, was du eigentlich willst.
Genau diese kleinen Schritte bringen dich weiter. Einer nach dem anderen.
Drei Fragen, die du dir heute stellen darfst
Nimm dir einen Moment Zeit und beantworte dir folgende Fragen ehrlich.
Freust du dich morgens auf deine Arbeit oder zählst du innerlich schon die Tage bis zum Wochenende?
Gehst du abends zufrieden nach Hause oder fühlst du dich regelmäßig ausgepowert?
Ist das Gehalt der einzige Grund, warum du noch in deinem Job bleibst?
Wenn du zwei oder sogar alle drei Fragen mit „Ja“ beantwortest, lohnt es sich genauer hinzuschauen.
Und zwar nicht mit dem Gedanken, sofort zu kündigen, sondern mit der Frage:
„Was passt für mich eigentlich nicht mehr?“
Manchmal braucht es keinen kompletten Neuanfang. Oft reicht schon ein offenes Gespräch mit der Führungskraft.
Vielleicht tut dir eine andere Aufgabenverteilung gut.
Vielleicht brauchst du klarere Grenzen, damit Feierabend auch wirklich Feierabend bleibt.
Du musst nicht gleich alles auf den Kopf stellen.
Und wenn sich trotz allem nichts verändert, weißt du wenigstens, dass du alles versucht hast.
So zeigt sich manchmal auch, dass ein Wechsel tatsächlich der bessere Weg ist.
Dann gehst du diese Entscheidung nicht aus Frust, sondern mit einem guten Gefühl.
Sicherheit ist kein Bonus, sondern ein Grundbedürfnis
Frauen bleiben 2026 nicht automatisch dort, wo das beste Gehalt gezahlt wird.
Sie bleiben dort, wo Vertrauen wächst, offen gesprochen wird und Entscheidungen nachvollziehbar sind.
Wo Menschen mehr sind als eine Personalnummer und Wertschätzung jeden Tag gelebt wird.
Genau dieses Gefühl macht aus einem Arbeitsplatz mehr als nur einen Ort, an dem man Geld verdient.
Es macht ihn zu einem Ort, an dem Menschen morgens gerne ankommen.
Und genau das entscheidet in den kommenden Jahren immer häufiger darüber, welche Unternehmen gute Mitarbeiterinnen gewinnen und dauerhaft halten.
Mein Impuls für dich
Falls du gerade unsicher bist, ob dein Job noch zu deinem Leben passt, musst du keine vorschnelle Entscheidung treffen.
Manchmal hilft schon ein Gespräch mit einer Person, die von außen auf deine Situation schaut.
Im kostenfreien Balance Gespräch schauen wir gemeinsam, was dir im Job fehlt, welche Stellschrauben es gibt und ob sich deine Situation schon mit kleinen Veränderungen verbessern lässt.
Denn nicht jeder Job braucht eine Kündigung.
Manchmal braucht er einfach einen ehrlichen Blick auf das, was dir wirklich wichtig ist.
Über die Autorin
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
Was bindet Frauen 2026 am stärksten an ihren Arbeitgeber?
Frauen bleiben vor allem dort, wo sie sich sicher und wertgeschätzt fühlen. Arbeitsplatzsicherheit, eine gute Führung, ehrliche Kommunikation, flexible Arbeitsmodelle und eine faire Bezahlung sind oft wichtiger als ein höheres Gehalt.
Warum wechseln viele Frauen trotz guter Arbeitsbedingungen den Job?
Studien zeigen, dass Zufriedenheit und Arbeitgeberbindung zwei verschiedene Dinge sind. Fehlt das Gefühl, langfristig gesehen zu werden oder fehlt Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens, wächst die Wechselbereitschaft trotz guter Arbeitsbedingungen.
Ist Teilzeit ein Karrierehindernis für Frauen?
Nicht automatisch. Problematisch wird Teilzeit dort, wo sie nicht freiwillig gewählt, sondern durch fehlende Kinderbetreuung oder starre Meetingzeiten erzwungen ist.
Ist das Gehalt noch der wichtigste Grund für einen Jobwechsel?
Nein. Ein faires Gehalt bleibt wichtig, doch viele Frauen achten heute stärker auf Arbeitsplatzsicherheit, verlässliche Führung und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Erst das Gesamtpaket entscheidet, ob sie bleiben oder gehen.
Welche Rolle spielt die Führung bei der Mitarbeiterbindung?
Eine wertschätzende Führungskraft stärkt Vertrauen und Motivation. Wer ehrlich kommuniziert, zuhört und Mitarbeitende ernst nimmt, sorgt oft dafür, dass Frauen ihrem Arbeitgeber langfristig treu bleiben.
Woran erkenne ich, dass mein Job nicht mehr zu mir passt?
Wenn du morgens nur widerwillig zur Arbeit gehst, nach Feierabend dein Energielevel ständig am Boden ist oder das Gehalt dein einziger Grund zum Bleiben ist, lohnt sich ein genauer Blick. Auch die Häufigkeit von Wechselgedanken sind Signale, dass sich etwas verändern sollte.
Muss ich sofort kündigen, wenn ich unzufrieden bin?
Nein. Häufig helfen schon kleine Veränderungen, ein offenes Gespräch mit der Führungskraft oder eine andere Aufgabenverteilung. Erst wenn sich trotz aller Bemühungen nichts verbessert, kann ein Jobwechsel der passende nächste Schritt sein.
Mir gefällt das Format sehr, deshalb bin ich immer wieder gerne dabei.
Fast hätte ich nicht dran gedacht.
Gestern hatten wir 19. Hochzeitstag und waren beim Essen.
Bei dem Traumwetter war das eine super Idee.
Deshalb habe ich mich vormittags erst mal an den PC gesetzt und meine Social-Media-Kommentare bearbeitet und zack, habe ich das heutige Datum entdeckt.
Danach gleich noch meine Blogparade gepostet, das wollte ich schon seit drei Tagen machen 🙈
Gegen 11 Uhr geht’s los. Wir haben heute etwas besonderes vor.
Rund um den Kreuzberg in der Rhön
Kennst du Bionade? Das Kultgetränk der letzten Jahre.
Hier in Ostheim wurde es erfunden und ist daheim.
Wir haben heute ein anderes Ziel.
Es geht nach Stockheim zum Oldtimertreffen.
Das ist jedes Jahr wieder eine wunderschöne Veranstaltung.
Auch das erste Auto meiner Eltern ist da
Aber es gibt auch einige schöne Oldtimer-Traktoren zu bewundern.
Den kennen wir schon und sehen ihn fast auf jedem Oldtimer-Treffen.
Eines der ältesten Fahrzeuge bekommen einen Ehrenplatz im Schatten
Das Jaguar-Zeichen ist gerade bei den Oldtimern sehr imposant.
Die Autos glänzen in der Sonne um die Wette
Trotz 30 Grad im Schatten ist der Teufel los.
Solche Veranstaltungen ziehen ihre Fans magisch an. Uns auch.
Kurz vor 14 Uhr wird es uns aber doch zu heiß.
Selbst mit 50er Sonnencreme wird es unangenehm auf der Haut.
Also nix wie nach Hause zu einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee.
Jetzt bleiben wir erst mal drinnen, bis die Sonne etwas angenehmer wird.
Das waren meine 12 von 12 im Juli 2026.
Was hast du heute bei dem Traumwetter gemacht?
Über die Autorin
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
Dieser Beitrag ist mein eigener Beitrag zu meiner Blogparade„Was ich mir für mein Berufsleben gewünscht hätte und was ich heute anders mache“. Die Idee dahinter: Frauen erzählen ehrlich von ihrem Berufsleben, ihren Erfahrungen und den Erkenntnissen, die sie heute gerne schon früher gehabt hätten.
Was ich mir für mein Berufsleben gewünscht hätte: Eine Mentorin, die mich sieht
Als ich ins Berufsleben gestartet bin, war ich überzeugt: Wer gute Arbeit macht, wird gesehen.
Ich dachte immer, Fleiß zahlt sich aus und Engagement wird belohnt.
So bin ich von klein auf aufgewachsen. Ich habe gelernt, wer Verantwortung übernimmt, bekommt irgendwann auch mehr Verantwortung übertragen.
Heute weiß ich, dass die Wirklichkeit meistens anders aussieht.
Besonders als Frau.
Ich hatte keinen Menschen an meiner Seite, der mich gefördert hat, niemanden, der gesagt hat:
„Du kannst mehr, als du gerade selbst glaubst.“
Und auch niemanden, der mir gezeigt hat, welche Spielregeln im Berufsleben gelten, der mir erklärt hat, dass Leistung alleine eben nicht immer reicht.
Aber genau das hätte ich mir gewünscht.
Eine Mentorin, keine Lehrerin und keine Chefin, sondern einen Menschen, der mich als Person wahrnimmt, mit meiner Persönlichkeit.
Erfolg hatte für mich lange ein männliches Gesicht
Ich arbeite seit vielen Jahren in einem Umfeld, das stark von Männern geprägt ist.
Dort gibt es etwas, das viele gar nicht bewusst wahrnehmen: Männer unterstützen Männer.
Sicherlich nicht immer absichtlich, oft ist das ganz selbstverständlich.
Man kennt sich, empfiehlt sich weiter. Man spricht miteinander und Mentoren öffnen Türen.
Früher hätte ich Seilschaften dazu gesagt, heute heißt das Netzwerk.
Damals hab ich einfach nur gedacht: „Die kennen sich halt.“
Mir war lange nicht bewusst, wie viel beruflicher Erfolg auch davon abhängt, wer deinen Namen nennt, wenn du nicht im Raum bist.
Ich dagegen dachte:
„Ich arbeite einfach noch besser.“
Also hab ich Überstunden gemacht, hab Verantwortung übernommen, Projekte im Hintergrund gerettet und ganz leise Probleme gelöst.
Und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, immer noch mehr leisten zu müssen.
Heute weiß ich: Ich hab versucht, fehlende Unterstützung mit noch mehr Leistung auszugleichen, aber das funktioniert nur eine gewisse Zeit.
Und irgendwann stehst du vor einem Burnout oder dein Körper zeigt dir seeeehr deutlich, dass es so definitiv nicht weitergehen kann.
Mir hat das mein Körper sehr deutlich gezeigt, als ich innerhalb weniger Monate mehrfach mit einer massiven Grippe flach gelegen war und trotzdem dachte, ohne mich geht es nicht.
Erst als mein Körper den Stecker gezogen hat und ich im Bad von jetzt auf gleich ohnmächtig geworden bin und danach 2 Tage im Krankenhaus gelegen war, bin ich aufgewacht.
Frauen waren oft Konkurrentinnen statt Verbündete
Etwas hat mich damals, in meinen ersten Berufsjahren besonders traurig gemacht.
Ich hätte mir gewünscht, dass Frauen sich gegenseitig stärken.
Doch häufig hab ich etwas ganz anderes erlebt.
Da gab es Misstrauen und sehr viel Neid unter Frauen.
Kleine Spitzen in der Kaffeeküche und Klatsch und Tratsch über andere, die nicht im Raum waren.
Natürlich waren nicht alle Frauen so, aber oft entstand der Eindruck, dass nur Platz für eine Frau am Tisch ist.
Wenn eine Frau die nächste Stufe der Karriereleiter geschafft hat und weitergekommen ist, hieß es hinter vorgehaltener Hand „Na, womöglich hat sie sich hochgeschlafen“
Frauen konnten damals schon echt grausam sein und manche haben bis heute nichts dazu gelernt.
Aber heute denke ich, es lag weniger an den Frauen selbst, sondern eher an den Strukturen, wenn es nicht vorwärts ging.
Frauen mussten sich ihren Platz im Beruf einfach härter erkämpfen.
Viele hatten gelernt, sich durchzusetzen, indem sie stärker wurden wie ihr Umfeld, statt gemeinsam stärker zu werden.
Das ist schade, denn genau dadurch sind viele Chancen verloren gegangen.
Was ich meinem jüngeren Ich heute sagen würde
Wenn ich meinem jüngeren Ich begegnen könnte, würde ich nicht sagen:
„Arbeite härter.“
Sondern ich würde mir sagen:
„Suche dir Menschen, die an dich glauben.“
„Hab den Mut, auszusprechen, was du denkst, auch wenn deine Stimme am Anfang zittert.“
Genau das musste ich selbst erst lernen.
Ich erinnere mich noch gut an einen Workshop mit rund 120 Führungskräften.
Das Foyer war voll und vorne saß die Geschäftsleitung.
Eigentlich bin ich kein Mensch, der sich in den Mittelpunkt drängt, ich sitze lieber erst mal da, höre zu und mache mir meine Gedanken.
Doch an dem Tag wurde etwas gesagt, das ich so nicht stehen lassen konnte.
Mein Herz klopfte bis zum Hals.
Ich hatte sicherlich einen hochroten Kopf und dachte nur: „Was machst du hier eigentlich?“
Trotzdem stand ich auf, ging nach vorne ans Mikrofon und hielt der Runde einen Spiegel vor.
Ich sprach aus, was viele vermutlich dachten, aber niemand sich zu sagen traute.
Als ich es ausgesprochen hatte, schoss mir sofort ein Gedanke durch den Kopf: „Hast du noch alle Tassen im Schrank?“
Ich war überzeugt, dass ich gerade viel zu weit gegangen war.
Aber dann passierte etwas, womit ich niemals gerechnet hätte.
Die Führungskräfte standen auf und applaudierten, Standing Ovations und zwar sehr laut.
Noch Tage später kamen Kolleg:innen auf mich zu und bedankten sich für meinen Mut.
Mehrfach sprach mich danach sogar die Geschäftsleitung an und fragte mich nach meiner Einschätzung zu anderen Themen.
Dieser eine kurze Moment hat für mich mehr verändert, als ich damals ahnen konnte.
Nicht etwa, weil ich plötzlich laut geworden bin, sondern weil ich endlich verstanden habe, dass meine Stimme Gewicht hat.
Heute fällt es mir viel leichter, Dinge anzusprechen, wenn ich merke, dass etwas nicht richtig läuft.
Respektvoll und mit dem Wissen, dass Schweigen selten etwas verändert.
Genau diesen Mut hätte ich meinem jüngeren Ich schon viel früher gewünscht.
Heute erlebe ich eine Veränderung
Zum Glück verändert sich heute etwas, langsam, aber spürbar.
Immer mehr Frauen erkennen, dass Konkurrenz niemanden weiterbringt.
Sie gründen Netzwerke.
Sie empfehlen sich gegenseitig und feiern Erfolge gemeinsam.
Sie teilen Erfahrungen und öffnen auch für andere Türen.
Genau das hätte ich mir vor vielen Jahren in meinem jungen Berufsleben gewünscht.
Eine Frau, die sagt:
„Komm mit. Ich zeig dir, was ich gelernt hab.“
Vielleicht wäre mein beruflicher Weg dadurch nicht kürzer geworden, aber bestimmt leichter.
Genau deshalb begleite ich heute Frauen
Heute arbeite ich als Personalentwicklerin und Ausbilderin. Außerdem unterstütze ich Frauen als Mentorin und Coach dabei, ihren beruflichen Weg so zu gestalten, dass er wirklich zu ihnen passt.
Ich möchte aus Frauen keine lauten Menschen machen.
Ich wünsche mir vielmehr, dass sie den Mut finden, ihre Gedanken auszusprechen, für sich einzustehen und sich nicht länger kleiner zu machen, als sie sind.
Warum ich das tue?
Weil ich genau weiß, wie es sich anfühlt, immer alles alleine mit sich zu diskutieren und schaffen zu wollen.
Ich kenne die Zweifel und den Druck, sich ständig beweisen zu müssen.
Und ich weiß auch, wie viel leichter vieles wird, wenn endlich jemand da ist, der einen ernst nimmt und unterstützt.
Ich weiß, dass viele Frauen Fragen mit sich herumtragen wie . . .
Bin ich gut genug?
Darf ich mehr wollen?
Warum werde ich übersehen?
Wie finde ich meinen Platz?
Diese Fragen haben mich selbst viele Jahre begleitet.
Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Frauen zu sagen, wie sie sein sollen.
Ich möchte ihnen helfen, ihren eigenen, ganz persönlichen Weg zu finden.
Damit sie nicht nur funktionieren, sondern sich im Job wieder zuhause fühlen können.
In einem Job, bei dem sie morgens denken: „Yes. Dafür stehe ich auf.“
Mit mehr Selbstvertrauen und mehr Leichtigkeit.
Und mit Menschen an ihrer Seite, die sie stärken, statt klein zu machen.
Wahrscheinlich bin ich heute genau die Mentorin geworden, die ich selbst damals gebraucht hätte.
Mein Wunsch für die nächste Generation von Frauen
Ich wünsche mir eine Arbeitswelt, in der Frauen sich nicht mehr gegenseitig beweisen müssen, wer besser ist.
Ich wünsche mir Frauen, die ihr Wissen gerne miteinander teilen, die sich gegenseitig empfehlen und sich feiern und sich auch auffangen, wenn es schwierig wird.
Die sich gegenseitig ehrlich sagen: „Ich glaube an dich.“
Denn Erfolg wird tatsächlich größer, wenn wir ihn teilen.
Und vielleicht schreibt irgendwann eine junge Frau rückblickend:
„Ich hatte das Glück, dass jemand an mich geglaubt hat und mich unterstützt hat.“
Wenn mein Mentoring auch nur einen kleinen Teil dazu beiträgt, dann hat sich mein eigener Weg gelohnt.
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
Was ich mir für mein Berufsleben gewünscht hätte und was ich heute anders mache
Manchmal frage ich mich, was passiert wäre, wenn ich mit 20 schon gewusst hätte, was ich heute weiß.
Vielleicht hätte ich manche Entscheidung anders getroffen.
Womöglich hätte ich mir weniger Druck gemacht und früher auf mein Bauchgefühl gehört oder mich auch öfter getraut, meinen eigenen Weg zu gehen.
Und gleichzeitig weiß ich, viele Erkenntnisse entstehen erst durch Erfahrungen, Umwege und durch Situationen, die nicht so gelaufen sind, wie wir es uns gewünscht haben.
In Gesprächen mit Frauen begegnet mir immer wieder derselbe Gedanke:
„Wenn ich das damals schon gewusst hätte …“
Genau daraus ist die Idee für diese Blogparade entstanden.
Worum geht es?
Ich lade dich ein, über dein Berufsleben nachzudenken und einen Blick zurückzuwerfen.
Was hast du dir früher für dein Berufsleben gewünscht?
Welche Vorstellungen hattest du von Karriere, Erfolg, Sicherheit oder Zufriedenheit?
Und was siehst du heute anders?
Vielleicht hast du gelernt, dass Geld allein nicht glücklich macht, oder du hast festgestellt, dass eine Führungsposition gar nicht dein Ziel ist.
Womöglich hast du erkannt, dass Gesundheit wichtiger ist als Überstunden oder dass ein stimmiger Job mehr wert ist als ein schönes Türschild.
Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
Teile deine Geschichte und mach mit bei meiner Blogparade über Berufsleben, Erfahrungen und neue Wege.
Mich interessieren deine Erkenntnisse und die Geschichten, die dahinterstehen.
Was ist eine Blogparade?
Eine Blogparade ist eine Sammlung von Blogartikeln verschiedener Menschen zu einem gemeinsamen Thema.
Jeder schreibt aus seiner eigenen Perspektive und bringt seine Erfahrungen, Gedanken und Erkenntnisse ein.
Am Ende entsteht eine spannende Sammlung unterschiedlicher Blickwinkel, die andere inspirieren, zum Nachdenken anregen und neue Perspektiven eröffnen kann.
Mögliche Fragen für deinen Beitrag
Du musst nicht alle Fragen beantworten, lass dich einfach inspirieren.
Was hast du dir zu Beginn deines Berufslebens gewünscht?
Welche Erwartungen hattest du an deinen Beruf und Karriere?
Welche berufliche Entscheidung würdest du heute anders treffen?
Was hättest du früher gerne über das Berufsleben gewusst?
Welche Erkenntnis hat dein Arbeitsleben nachhaltig verändert?
Welchen Rat würdest du deinem jüngeren beruflichen Ich heute geben?
Was bedeutet beruflicher Erfolg heute für dich?
Worauf achtest du heute, was früher keine Rolle gespielt hat?
So kannst du an der Blogparade teilnehmen
1. Schreibe einen Blogartikel zum Thema: „Was ich mir für mein Berufsleben gewünscht hätte und was ich heute anders mache“
2. Veröffentliche deinen Beitrag auf deinem Blog.
3. Verlinke in deinem Beitrag diesen Aufruf zur Blogparade (also genau diesen Blogartikel, den du jetzt gerade liest) in deiner Einleitung oder im Fazit deines Blogartikels.
4. Sobald du deinen Blogartikel veröffentlich hast, kommentiere hier unter diesem Beitrag mit dem Link zu deinem Artikel, damit ich ihn finden und in die Sammlung aufnehmen kann.
Teilnahmezeitraum
Die Blogparade startet ab sofort.
Du kannst deinen Beitrag bis einschließlich 2. August 2026 veröffentlichen und hier in den Kommentaren verlinken.
Anfang September 2026 veröffentliche ich eine Zusammenfassung mit allen Teilnehmer:innen und verlinke jeden eingereichten Beitrag.
Du hast keinen Blog?
Dann kannst du deine Gedanken gerne als ausführlichen Kommentar unter diesem Beitrag teilen. Du kannst mir auch deinen Text per Mail an brigitte[at]brigittekleinhenz.com schicken, ich veröffentliche ihn als Gastartikel auf meinem Blog.
Warum ich mich auf diese Blogparade freue
Ich bin überzeugt, dass wir alle voneinander lernen können.
Gerade Frauen haben oft einen großen Erfahrungsschatz, sprechen aber viel zu selten darüber, welche Wege sie gegangen sind, welche Zweifel sie hatten und welche Erkenntnisse ihnen weitergeholfen haben.
Vielleicht liest jemand deine Geschichte und findet dann genau den Mut, den sie gerade braucht.
Oder jemand entdeckt durch deinen Beitrag eine neue Perspektive auf das eigene Berufsleben.
Und womöglich erinnerst du dich beim Schreiben selbst daran, wie weit du schon gekommen bist.
Jetzt bist du dran
Wenn du heute auf dein Berufsleben zurückblickst:
Was hättest du dir früher gewünscht?
Und was machst du heute anders?
Ich freue mich darauf, deine Geschichte zu lesen.
Dein Beitrag zur Blogparade: Was ich mir für mein Berufsleben gewünscht hätte und was ich heute anders mache
Füge in das Formular deinen Namen ein und den Link zu deinem Blogbeitrag.
Anschließend setzt du noch den Datenschutz-Haken und klickst auf „Enter“.
Schon ist dein Beitrag zu dieser Blogparade verlinkt.
Über die Autorin
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
Wertschätzung ist viel mehr als ein Dankeschön. Warum Wertschätzung bei dir selbst anfängt, wie sie deinen Beruf und deine Beziehungen prägt und welche Impulse du mitnehmen kannst, zeige ich dir in diesem Beitrag.
Wertschätzung: Ein Wort, das wir alle suchen, doch oft am falschen Platz
Manchmal zeigt sich ein Thema genau dann, wenn wir es selbst dringend brauchen.
So ging es mir mit dem Schwerpunkt „Wertschätzung“. Denn kaum ein Begriff taucht in Gesprächen mit Frauen so häufig auf.
Es geht um Wertschätzung im Beruf, weil sie oft fehlt, in Beziehungen, wo vieles selbstverständlich wird und im Alltag.
Meistens bleibt das Gefühl, dass wir genau davon zu wenig haben.
Viele Frauen leisten jeden Tag unglaublich viel. Sie organisieren und unterstützen im Beruf, denken mit und springen für Kolleg:innen ein, wenn Not „an der Frau“ ist. Sie halten Familien zusammen und sorgen dafür, dass alles läuft.
Jetzt nimmst du bitte mal deine rechte Hand und legst sie auf die linke Schulter. Und dann klopfst du dir dir mal auf die Schulter für das, was du tagtäglich so alles leistest.
Du bist großartig!
Danke dafür, dass du das alles machst.
Und trotzdem fragen sich Frauen abends manchmal:
„Warum fühlt sich das alles so selbstverständlich an?“
Genau hier beginnt die spannende Frage der Ausgabe von meinem aktuellen Online-Magazin Silent Passion mit dem Schwerpunkt Wertschätzung.
Vielleicht fehlt die Wertschätzung nicht nur im Außen, vielleicht fängt sie schon viel früher.
Wenn du für alle da bist, nur nicht für dich
Schau mal auf folgende Szene, die viele Frauen kennen:
Der Kalender ist voll, aber die Kollegin braucht Unterstützung.
Die Familie braucht Unterstützung.
Im Verein fehlt jemand für die nächste Veranstaltung.
Die Freundin möchte dringend mit dir reden.
Also sagst du Ja.
Wieder und noch einmal.
Bis dir irgendwann auffällt, dass auf der deiner eigenen Liste kaum noch Platz für deine eigenen Bedürfnisse geblieben ist.
Im Titelthema der Ausgabe von Silent Passion wird genau dieser Punkt beleuchtet: Wertschätzung bedeutet nicht nur, andere wichtig zu nehmen.
Sie bedeutet vor allem auch, sich selbst nicht ständig hinten anzustellen.
Klingt im ersten Moment einfach, ist es aber echt nicht.
Denn viele Frauen haben von klein auf gelernt, zuverlässig zu sein. Sie sollen stark sein und vor allem auch für andere da sein.
Doch wer sich selbst ständig hinten anstellt, sendet sich selbst unbewusst folgende Botschaft die verinnerlicht wird:
„Die anderen sind wichtiger als ich.“
Und genau dann beginnt dieses Hamsterrad und endet oft in einer Spirale aus Erschöpfung, Frust und dem Gefühl, übersehen zu werden.
Ein Beispiel aus meiner Coachingpraxis
Sabine arbeitet Vollzeit und nebenbei kümmert sie sich um ihre Eltern, die gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe sind. Sie organisiert Familienfeiern und übernimmt im Büro regelmäßig auch Zusatzaufgaben.
Von außen sieht es aus, als hätte sie alles unter Kontrolle.
Aber in ihr drinnen sieht es anders aus.
Sie fühlt sich ausgepowert, irgendwie leer, gereizt und ständig unter Druck, weil sie sich selbst kaum noch berücksichtigt und ihre Bedürfnisse zur Seite schiebt.
Wertschätzung beginnt oft mit einer kleinen Entscheidung:
Einem Nein.
Einer Pause.
Oder dem Satz: „Heute darfst du mal ran.“
Warum wir andere loben, aber uns selbst nicht
Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir selbst unsere Stärken entweder nicht sehen oder als etwas Selbstverständliches abtun?
Das fällt mir im Coaching immer wieder auf, Frauen sehen ihre Stärken nicht als Stärken.
Frag ich die gleiche Frau aber nach den Stärken ihrer Freundin, Kollegin oder Schwester, sprudeln die Antworten nur so heraus.
Wir sehen die Fähigkeiten anderer glasklar.
Unsere eigenen sind für uns dagegen selbstverständlich und werden oft mit dem Satz „Das kann doch jeder“ abgetan.
„Ist doch nix Besonderes.“
„Das mach ich halt.“
Dabei steckt genau dort häufig die größten Stärken.
Vielleicht bist du die Frau, die auch im größten Chaos den Überblick behält oder Menschen hören dir gerne zu.
Vielleicht sorgst du dafür, dass Projekte funktionieren, weil du an Dinge denkst, die andere übersehen.
Was für dich normal ist, kommt für andere oft als Stärke rüber.
Der Blick auf die eigenen Fähigkeiten hat auch gar nichts mit Arroganz zu tun sondern ist eine wichtige Art der Wertschätzung.
„Wertschätzung kostet nichts, ist aber von unschätzbarem Wert“
Wertschätzung und Dankbarkeit sind nicht das Gleiche
Ein Gedanke hat mich besonders beschäftigt und das ist der Unterschied zwischen Dankbarkeit und Wertschätzung.
Ein „Danke“ ist schön.
Hören wir alle gerne, keine Frage.
Doch manchmal bleibt trotz des Dankeschöns ein difuses Gefühl zurück.
Warum?
Weil Dankbarkeit meistens auf eine konkrete Handlung bezogen ist.
Wertschätzung geht ein ganzes Stück weiter.
Sie sieht den Menschen hinter der Leistung.
Nicht nur: „Danke, dass du eingesprungen bist.“
Sondern:
„Ich schätze deine Zuverlässigkeit. Auf dich ist Verlass.“
Das fühlt sich anders an, oder?
Das geht tiefer und ist irgendwie auch ehrlicher.
Denn die meisten Menschen möchten nicht nur für das gesehen werden, was sie tun, sondern für das, was sie ausmacht.
Berufliche Veränderung beginnt selten mit einer Bewerbung
Viele Frauen glauben zunächst, sie hätten ein Jobproblem.
Der neue Arbeitgeber oder ein neuer Arbeitsplatz soll die Lösung sein.
Womöglich eine neue Aufgabe oder sogar eine neue Branche.
Doch oft zeigt sich im Gespräch etwas anderes.
Der Job ist nicht immer die eigentliche Ursache, manchmal sind es Muster, die wir aus unserer Kindheit mitnehmen.
Weil wir zu hohe Ansprüche an uns selbst haben oder auch fehlende Grenzen und der Wunsch, es allen recht zu machen.
Genau deshalb beginnt berufliche Veränderung häufig nicht mit einem neuen Lebenslauf, sondern mit ehrlichen Fragen.
Was fehlt mir wirklich?
Welche Aufgaben passen zu mir?
Was brauche ich, um langfristig gerne zu arbeiten?
Wer diese Fragen überspringt, landet oftmals im nächsten Job und nach einigen Wochen mit den gleichen Problemen, nur in einem anderen Büro.
KI, der Druck und die Angst, nicht mehr mitzukommen
Ein weiteres Thema der Ausgabe trifft einen aktuellen Nerv, die künstliche Intelligenz.
Viele Frauen spüren aktuell einen Druck.
Alle reden über KI und über ChatGPT.
Über Automatisierung und auch über neue Anforderungen im Beruf.
Und plötzlich entsteht das Gefühl, ständig hinterherzulaufen.
Der Artikel im Magazin 7 zeigt einen beruhigenden Blick auf das Thema:
KI ist ein Werkzeug. PUNKT.
Nicht mehr und nicht weniger.
Sie kann Routineaufgaben erleichtern, aber sie ersetzt niemals Empathie, menschliches Gespür und Verantwortung.
Das Selbstverständlichste wird oft am wenigsten gesehen
Wie schnell wir Begegnungen mit Menschen als ganz selbstverständlich anschauen, ist mir erst durch das Schreiben eines weiteren Beitrags für das Silent Passion Magazin bewusst geworden.
Es sind die Eltern, der Partner, die Freundin oder Kollegen.
Menschen, die einfach immer da sind.
Oft merken wir ihren Wert erst dann, wenn sich etwas verändert, wenn die Eltern älter werden und deine Unterstützung brauchen oder jemand plötzlich nicht mehr da ist.
Vielleicht liegt genau darin eine der schönsten Formen von Wertschätzung:
Zeit schenken.
Zuhören.
Nachfragen.
Einfach da sein.
Nicht irgendwann sondern heute, denn irgendwann ist irgendwann zu spät.
Gastbeitrag von Anja Kruse: Was sich verändert, wenn du aufhörst, alles zu bewerten
Ein weiteres Highlight dieser Ausgabe ist der Gastbeitrag von Anja Kruse, Reisewunscherfüllerin mit über 30 Jahren Reiseerfahrung.
Unter dem Titel „Was sich verändert, wenn du aufhörst, alles zu bewerten“ nimmt sie die Leserinnen mit auf eine Reise.
Zu einem stillen Moment im Morgenlicht.
Zu einem Augenblick, der zeigt, was passiert, wenn wir einfach nur wahrnehmen, statt sofort zu urteilen.
Der Beitrag macht deutlich:
Viele der schönsten Erfahrungen entstehen genau dann, wenn wir aufhören, alles irgendwie in Schubladen einzuordnen, zu vergleichen oder zu bewerten.
Eine wunderbare Erinnerung daran, dass Reisen manchmal viel mehr verändert als nur den Standort.
Gastbeitrag von Katharina Eckl: Geburtshelferin für dein Traumleben
Ebenfalls neugierig macht der Gastbeitrag von Katharina Eckl im Bereich „Silent Balance“.
Bereits das Thema „Geburtshelferin für dein Traumleben“ weckt die Frage, wie wir eigene Wünsche wieder ernster nehmen und ihnen Raum geben können.
Der Beitrag ergänzt den Schwerpunkt Wertschätzung auf eine sehr angenehme Weise, denn wer die eigenen Wünsche dauerhaft ignoriert, verliert oft den Kontakt zu dem, was ihm wirklich wichtig ist.
Deshalb fügt sich dieser Gastbeitrag nahtlos in die Botschaft der gesamten Ausgabe ein.
Wertschätzung ist oft näher als wir denken
Viele suchen Wertschätzung im Außen.
Beim Chef, dem Partner, den Kindern, bei Freunden oder den Kollegen.
Und natürlich tut Anerkennung gut.
Doch die vielleicht wichtigste Erkenntnis dieser Ausgabe lautet:
Wertschätzung beginnt viel früher.
Sie startet bei der Art, wie wir mit uns selbst umgehen.
Bei den Grenzen, die wir setzen.
Bei der Zeit, die wir uns erlauben.
Bei dem Respekt, den wir den eigenen Bedürfnissen auch entgegenbringen.
Denn wer sich selbst nur ständig übersieht, wird sich auch durch das größte Lob von außen selten wirklich gesehen fühlen.
Fazit
Die Silent Passion Ausgabe zeigt, dass Wertschätzung weit mehr ist als ein nettes Wort oder ein schnelles Dankeschön.
Sie zieht sich durch alle Lebensbereiche: durch unseren Beruf, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen und den Umgang mit uns selbst.
Mit einer Mischung aus persönlichen Geschichten, alltagsnahen Impulsen und den beiden Gastbeiträgen von Anja Kruse und Katharina Eckl, die dem Thema zusätzliche Perspektiven schenken, ist eine wunderbare Ausgabe zum Schwerpunkt Wertschätzung entstanden.
Und am Ende bleibt eine Frage, die du dir selbst beantworten darfst:
Wann hast du dich selbst zuletzt so behandelt, wie du einen Menschen behandelst, den du wirklich wertschätzt?
Wenn dieses Thema etwas in dir bewegt hat, dann wird dich die aktuelle Ausgabe von Silent Passion begleiten, inspirieren und vielleicht auch an die eine oder andere wichtige Erkenntnis erinnern.
Vorschau zur nächsten Ausgabe
In Ausgabe 8 dreht sich alles um das Thema Grenzen setzen. Es geht darum, warum gerade zuverlässige und hilfsbereite Frauen oft mehr übernehmen, als ihnen guttut, wie du im Job deutlicher werden kannst und warum du nicht erst an deine Grenzen kommen musst, bevor du eine setzt.
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
FAQ: Wertschätzung im Alltag, Beruf und für dich selbst
Was bedeutet Wertschätzung eigentlich?
Wertschätzung bedeutet, einen Menschen als Person zu respektieren und anzuerkennen. Sie bezieht sich nicht nur auf die Leistungen, sondern auch auf Eigenschaften, Verhalten und den Menschen selbst.
Was ist der Unterschied zwischen Wertschätzung und Dankbarkeit?
Dankbarkeit richtet sich meist auf eine konkrete Handlung oder Unterstützung. Wertschätzung geht tiefer und zeigt, dass der Mensch hinter der Leistung gesehen und anerkannt wird.
Warum fehlt vielen Menschen das Gefühl von Wertschätzung?
Viele Menschen warten auf Anerkennung von außen, übersehen dabei jedoch ihre eigenen Bedürfnisse und Leistungen. Wer sich selbst ständig hintenanstellt, fühlt sich oft auch dann nicht wirklich gesehen, wenn Lob oder Dank ausgesprochen werden.
Wie zeigt sich fehlende Wertschätzung im Beruf?
Fehlende Wertschätzung im Beruf zeigt sich häufig durch Frust, sinkende Motivation, Erschöpfung und das Gefühl, nur für die eigene Leistung wahrgenommen zu werden. Viele Frauen haben den Eindruck, austauschbar zu sein oder ständig mehr leisten zu müssen.
Wie kann ich mehr Wertschätzung für mich selbst entwickeln?
Selbstwertschätzung beginnt mit kleinen Schritten. Eigene Bedürfnisse ernst nehmen, Grenzen setzen, Erfolge bewusst wahrnehmen und sich selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen, wie anderen Menschen, sind gute erste Schritte.
Kann ein Jobwechsel fehlende Wertschätzung lösen?
Manchmal ja, aber nicht immer. Wer nur den Arbeitgeber wechselt, nimmt oft eigene Muster und Gewohnheiten mit. Deshalb lohnt es sich, vor einer beruflichen Veränderung genau hinzuschauen, was wirklich fehlt und gebraucht wird.
Warum ist Wertschätzung für Beziehungen so wichtig?
Wertschätzung stärkt Vertrauen, Verbundenheit und gegenseitigen Respekt. Menschen fühlen sich gesehen, ernst genommen und angenommen. Das schafft Nähe und verbessert die Qualität von Beziehungen nachhaltig.
Wo beginnt echte Wertschätzung?
Echte Wertschätzung beginnt häufig bei dir selbst. Wer die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche respektiert, schafft die Grundlage dafür, auch von anderen respektvoll behandelt zu werden.
Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.
Viel Spaß hier auf meinem Blog.
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