Steffi wollte wieder arbeiten nach ihrer Elternzeit. Und kam sich vor wie im Hamsterrad.

Wie sollte sie da wieder raus kommen?

Ihren beruflichen Wiedereinstieg als Mutter hatte sie sich anders vorgestellt.

Kaum hatte sie drei Dinge auf der Reihe, kamen neue Aufgaben.

Nicht nur in ihrem kleinen „Familienunternehmen“ sondern auch in ihrer Teilzeitstelle als Ingenieurin fühlte sie sich überfordert und unter Stress.

Sie wollte nicht einfach alles hinschmeißen.

Sie liebt ihren Job und die fachlichen Gespräche und Herausforderungen.

Aber wie soll das gehen?

Wie soll sie das schaffen?

Haushalt mit den beiden Kindern und im Büro eine 30-Stunden-Woche.

 

Überforderung und Dauererschöpfung sind ein weit verbreitetes Phänomen bei berufstätigen Müttern.

 

Wenn es zu viel wird, helfen auch keine Todo-Listen, Apps oder andere Ordnungssysteme mehr.

Spätestens jetzt wird es Zeit, dass du das Ruder herumreißt und deinen Partner ins Boot holst.

Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel, damit Kapitän und Steuermann wissen, wo es lang geht und was aktuell zu tun ist.

Als Projektleiterin kennt Steffi Projektmanagement-Tools und hier setzen wir an.

Wir übertragen alle Aufgaben, die anfallen, in eine für sie passende Strategie.

 

Überblick verschaffen

 

Zunächst muss eine Bestandsaufnahme her, um einen Überblick zu bekommen.

Bisherige Routinen werden überprüft, ob an der einen oder anderen Stelle eine Verbesserung möglich ist.

Der Austausch mit dem Partner zeigt auch, wie wichtig Kommunikation ist, nicht erst, wenn du wieder arbeiten willst, nach deiner Elternzeit.

Denn woher soll dein Partner wissen, was alles hinter den diversen Aufgaben steckt, die er bisher nicht kennt.

Für einen Überblick empfiehlt es sich die Bestandsaufnahme z. B. als Liste, Mindmap oder mit Aufklebern zu erstellen.

Nimm dir ab heute die nächsten 3-5 Tage bei jeder Aufgabe kurz Zeit und liste ALLES auf.

Woran du Denken musst, was du machen musst und die Dinge drum herum, die damit in Verbindung stehen.

 

3 Ideen für einen Überblick und Struktur

 

Ich bin ein großer Fan von farbigen Haftnotizen und liebe es sie schnell zu sortieren, wenn sich etwas ändert.

 

 

Nutze sie um jedes Mal, wenn eine Aufgabe ansteht oder ein Gedanke kommt, einen Aufkleber zu beschriften.

So machst du nach und nach alle Aufgaben sichtbar.

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Du kannst dir auch den Zeichenblock deines Kindes schnappen und ein Mindmap erstellen.

Mit Hauptaufgaben und Unteraufgaben.

 

 

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Denn nur was sichtbar ist, können wir auch verändern.

Ihr werdet beide erstaunt sein, was in wenigen Tagen alles anfällt und was du alles leistest.

Vergiss nicht deinen Partner einzubinden, damit auch er seine Aufgaben anheftet.

 

Verteilung der Aufgaben und Fokus

 

Schaut euch gemeinsam an, wer bisher welche Aufgaben übernimmt und wo es ein Ungleichgewicht gibt, wenn du nach deiner Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen willst.

 

Wenn du wie ich ein großer Excel-Fan bist, kannst du auch das KOSTENLOSES Tool „Airtable“ nutzen.

Das hat den Vorteil, dass ihr dort eure E-Mail-Adressen verknüpfen könnt und so immer aktuell seht, was jeweils aktuell ansteht.

Und wenn die Kinder größer sind, bekommen auch die kleine Erinnerungen zu ihren häuslichen Aufgaben.

So lernen sie Verantwortung zu übernehmen und das Selbstvertrauen wird gestärkt.

 

Hier für dich zwei Ansichten, wie es in Airtable aussehen kann.

 

Kleinhenz Coaching Blogbeitrag

 

Hier der Blick in die Aufgabenliste von Sebastian:

 

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Hast du Lust bekommen meine Vorlage zu nutzen?

Gerne.

Hier geht’s zur kostenlosen Vorlage Familienplaner

Nach dem Öffnen kannst du dir oben rechts im Eck eine Kopie erstellen und selbst nutzen – GRATIS.

 

Listen machen Aufgaben sichtbar

 

Selbst wenn dein Partner momentan keine Lust auf so eine Liste hat, erstell sie trotzdem.

Mach sichtbar, was du Zuhause alles leistest, bevor du wieder arbeiten gehst.

Du kannst als Mutter keine 100% im Beruf und 100% Zuhause geben.

Du hast keine Superkräfte.

Glaub mir, auch wenn du zu Beginn vielleicht frustriert bist, du siehst plötzlich, was du alles leistest.

Und so wird es auch für deinen Partner sichtbar.

Als Krönung kannst du noch eine Priorisierung vornehmen im Sinne von

  1. „Wer macht es“
  2. „Wie oft ist die Aufgabe nötig“ (Täglich, wöchentlich, 1x im Monat . . .)
  3. „Wer denkt daran“ (Beispiel Geburtstag)

 

Die Königsdisziplin wäre noch

  1. „Wie lange dauert diese Aufgabe“

 

Aber schon mit den ersten drei Fragen bekommt ihr einen super Überblick.

Und sag jetzt nicht, das ist die reinste Erbsenzählerei, das so detailliert aufzuschlüsseln.

Ja, wenn du es so sehen willst, ist es das.

ABER:

Wenn du in einem Unternehmen ein Projekt mit einem Volumen von 150.000 Euro startest, gibt es zu Beginn einen Kick-Off.

Jedes Projekt wird generalstabsmäßig vorbereitet.

Schon kleinste Dinge, die nicht beachtet werden, können das Projekt zum Scheitern bringen.

 

Das statistische Bundesamt hat 2018 ermittelt, dass ein Kind bis zum 18. Lebensjahr rund 148.000 Euro kostet.

Und NEIN, ein Kind ist KEIN Projekt!

 

Wiedereinstieg in den Beruf als Mama ist ein Wendepunkt in eurer Partnerschaft

 

Vielleicht klappt ja alles und du bist glücklich, so wie es läuft.

Du steckst für die Kinder beruflich zurück und dein Partner macht Karriere.

Vielleicht verdient er so viel, dass du Aufgaben, die dich überfordern, outsourcen kannst.

Wenn das funktioniert und du zufrieden bist – alles gut.

 

Kick-Off

 

Für alle anderen kann ich nur empfehlen ein Kick-Off für euer gemeinsames Projekt zu starten und alle Fakten auf den Tisch zu legen – bzw. an die Wand zu kleben.

Das sollte auch nicht erst dann passieren, wenn ihr als Paar schon ausgelaugt seid oder einer kurz vor dem Burn-out steht.

Dein Wiedereinstieg in den Beruf als Mama ist ein guter Wendepunkt in eurer Partnerschaft, um explizit über eine mögliche Neuorganisation eures gemeinsamen Lebens zu sprechen.

Tut mir aber bitte einen Gefallen:

Lasst es nicht zu einem Wettbewerb werden, wer wann mehr macht!

Eine Partnerschaft darf nicht mit Konkurrenzdenken einher gehen. Ihr seid gleichberechtigte Partner und keine Gegner.

Die Liste hilft euch, wertschätzend miteinander umzugehen und den alltäglichen Wahnsinn GEMEINSAM zu wuppen.

Wahrscheinlich versteht dein Partner nun auch besser, warum du regelmäßig beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte bei den Kindern einschläfst.

Und noch eines:

Vergesst nicht in euren Plan Zeit für euch zu zweit – ohne Anhang – einzuplanen. Regelmäßig. Damit ihr euch nicht aus den Augen verliert.

 

Steffi ist wieder glücklich als arbeitende Mama

 

Steffi hat sich mit ihrem Mann zusammengesetzt und er war perplex, welche Aufgaben da alles aufgetaucht sind.

Inzwischen hat er seine Arbeitszeit befristet für 3 Jahre auf 70% reduziert und Steffi kann sich viel entspannter auf ihre Projektaufgaben konzentrieren.

Beide sind happy mit der Konstellation und die Kinder freuen sich, wenn sie für Aufgaben wie Tisch decken und Spülmaschine ausräumen gelobt werden und Mama glücklich machen.

Das Familienleben ist seitdem viel entspannter, hat sie mir verraten.

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht, bei deinem beruflichen Wiedereinstieg als Mama?

Schreib mir gerne in die Kommentare, ich freue mich über deine Zeilen.

 

Wenn du Fragen zu deinem Wiedereinstiegs-Projekt hast, kannst du mich in meine virtuellen Kaffeepause treffen und deine Fragen stellen.

Ich freue mich auf dich!

 

 

Hallo, ich bin Brigitte. Erfolgs-Coach und Mentorin für Frauen und junge Mütter vor und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf. WARUM? Weil ich weiß, dass Mütter sehr wertvolles Potential mitbringen. Ich unterstütze sie das zu erkennen und ihre Träume und Ideen in die Welt zu tragen. Um erfüllt und glücklich zu sein. Und für ein unabhängiges Leben nach ihren eigenen Spielregeln.

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Bildquelle: Canva

 

Kleinhenz Elternzeit
Als Mama wieder arbeiten
. . . und zwar ohne schlechtes Gewissen!