von Brigitte Kleinhenz
Intuition als Schlüssel zum Erfolg – Wie Frauen lernen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und gute Entscheidungen zu treffen
Intuition ist eine mächtige Fähigkeit, die in uns allen steckt.
Auch wenn du jetzt zweifelst.
Besonders Frauen haben oft ein starkes Bauchgefühl, das ihnen den Weg weisen kann.
Wobei sie oft nicht mal erklären können, woher es kommt.
Doch Selbstzweifel und äußere Einflüsse hindern viele daran, auf ihre innere Stimme zu hören.
In diesem Blogartikel erfährst du, wie du deine Intuition stärken und dadurch bessere Entscheidungen treffen kannst.
Lass dich inspirieren und unterstützen, um dein volles Potenzial zu entfalten und selbstbewusst deinen Weg zu gehen.
Was ist Intuition?
Intuition ist das unmittelbare Erkennen oder Verstehen einer Situation, ohne dass logisches Denken erforderlich ist.
Es ist ein tief verwurzeltes inneres Wissen, das häufig aus unseren Erfahrungen, Erinnerungen und unbewussten Wahrnehmungen entsteht.
Intuition kann dir helfen, schnelle und kluge Entscheidungen zu treffen, indem sie dir Zugang zu deinem inneren Weisheitsschatz bietet.
Die Bedeutung der Intuition im Alltag
Im hektischen Alltag kann es leicht passieren, dass wir unsere innere Stimme überhören.
Doch Intuition kann ein wertvoller Kompass sein, besonders in Situationen, die schnelle oder emotionale Entscheidungen erfordern.
Sie kann dir dabei helfen, zwischenmenschliche Beziehungen besser zu verstehen, berufliche Chancen zu erkennen und deine persönlichen Ziele klarer zu definieren.
Inspiration
Malala Yousafzai, die jüngste Friedensnobelpreisträgerin, vertraute auf ihre Intuition, als sie sich für das Recht auf Bildung für Mädchen einsetzte.
Trotz großer Gefahren folgte sie ihrer inneren Überzeugung und wurde zu einer weltweit anerkannten Aktivistin.
Wie du deine Intuition stärken kannst
Um deine Intuition zu stärken, ist es wichtig, dir regelmäßig Zeit für dich selbst zu nehmen und in dich hineinzuhören.
Hier sind einige Methoden, die dir dabei helfen können:
Meditation und Achtsamkeit
Diese Übungen können dir dabei helfen, innere Ruhe zu finden und eine tiefere Verbindung zu deinem inneren Selbst herzustellen.
Tägliche Meditationsübungen können deine Wahrnehmung schärfen und dein Bauchgefühl stärken.
Tagebuch führen
Schreibe regelmäßig deine Gedanken, Gefühle und Entscheidungen auf.
Durch das Reflektieren deiner Aufzeichnungen kannst du Muster erkennen und lernen, deine intuitive Stimme klarer zu hören.
Naturverbundenheit
Verbringe Zeit in der Natur, um deine Sinne zu schärfen und dich zu erden.
Spaziergänge im Wald oder am Meer können dir helfen, deine Intuition zu stärken.
Inspiration
Arianna Huffington, Gründerin der Huffington Post, betont ebenfalls die Bedeutung der Intuition im Berufs- und Privatleben.
Sie nutzt regelmäßige Schlafpausen und Achtsamkeitstechniken, um ihre innere Stimme zu hören und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Intuitive Entscheidungen im Beruf
Berufliche Entscheidungen können oft besonders schwierig sein.
Hier sind einige Tipps, wie du deine Intuition im Job nutzen kannst:
Vertraue deinem ersten Eindruck
Oft ist der erste Eindruck, den wir von einer Situation oder Person haben, der intuitiv richtige. Lerne, diesem Gefühl zu vertrauen.
Bist du schon mal in einen Raum gekommen und dachtest „Oha – dicke Luft“.
Dieses Phänomen, wenn man in einen Raum kommt und sofort spürt, dass „etwas in der Luft liegt“, wird oft als „Raumwahrnehmung“ oder „Atmosphärenwahrnehmung“ bezeichnet.
Das war deine intuitive Fähigkeit, emotionale Stimmung oder die Spannung im Raum zu spüren.
Achte mal darauf, wenn du zum nächsten Meeting etwas später kommst.
Balance zwischen Kopf und Bauch
Während analytisches Denken wichtig ist, solltest du deine intuitive Stimme nicht ignorieren.
Eine gute Entscheidung ist oft eine Kombination aus beidem.
Kreativität zulassen
Intuition kann deine Kreativität fördern.
Wenn du vor einer beruflichen Herausforderung stehst, gönne dir Zeit zum Tagträumen und Brainstorming, um intuitive Einsichten zu gewinnen.
Inspiration
Verena Pausder, eine erfolgreiche deutsche Unternehmerin und Gründerin von Fox & Sheep, nutzt ihre Intuition, um visionäre Entscheidungen für ihr Unternehmen zu treffen.
Sie kombiniert ihre innere Eingebung mit fundierten Marktanalysen, um innovative Bildungsangebote für Kinder zu entwickeln und ihr Unternehmen erfolgreich zu führen.
Intuition in persönlichen Beziehungen
Intuition spielt auch in unseren persönlichen Beziehungen eine große Rolle.
Sie kann dir helfen, authentische Verbindungen aufzubauen und Konflikte zu lösen.
Hier sind einige Tipps
Höre auf dein Herz
Wenn du unsicher bist, wie du in einer Beziehung handeln sollst, höre auf dein Herz.
Deine Intuition kann dir oft den richtigen Weg weisen.
Achtsamkeit in der Kommunikation
Sei präsent und achtsam, wenn du mit anderen sprichst.
Deine Intuition wird dir helfen, die unausgesprochenen Gefühle und Bedürfnisse deines Gegenübers zu erkennen.
Grenzen setzen
Vertraue deinem Bauchgefühl, wenn es darum geht, Grenzen zu setzen.
Intuition kann dir helfen, gesunde und respektvolle Beziehungen zu pflegen.
Inspiration
Barbara Schöneberger, bekannte deutsche Moderatorin und Entertainerin, spricht oft darüber, wie sie ihre Intuition nutzt, um sowohl ihre beruflichen Projekte als auch ihre familiären Beziehungen zu stärken.
Sie betont die Wichtigkeit, auf das eigene Herz zu hören, authentisch zu bleiben und sich selbst treu zu sein.
Fazit: Intuition als Wegweiser
Deine Intuition ist ein wertvolles Werkzeug, das dir helfen kann, kluge und authentische Entscheidungen zu treffen.
Intuition ist ein inneres Wissen oder ein Gefühl, das aus unseren Erfahrungen, Erinnerungen und unbewussten Eindrücken entsteht.
Es ist die Fähigkeit, schnell und ohne bewusstes Nachdenken Entscheidungen zu treffen.
Intuition basiert auf unbewusster Verarbeitung von Informationen.
Das ist der erste Impuls, bevor dein Verstand anfängt zu arbeiten.
Indem du lernst, auf dein Bauchgefühl bzw. deiner Intuition zu hören und es in deinem Alltag nutzt, kannst du Selbstzweifel überwinden und dein volles Potenzial entfalten.
Sei mutig, vertraue auf deine innere Stimme.
Empfehlung
Für weitere Unterstützung und Tipps, wie du dein Selbstvertrauen und deine Intuition stärken kannst, empfehle ich meinen Onlinekurs „Selbstvertrauen – Das Fundament für deinen Erfolg!“.
Dieser Kurs bietet wertvolle Übungen und Inspirationen, um deine innere Stimme zu finden und zu nutzen.
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Welche Erfahrungen hast du bereits mit deiner Intuition gemacht?
Gab es Momente wo du dachtest „Mist, ich hatte noch den Impuls xy zu machen, hab es aber nicht gemacht.“ – Da war deine Intuition im Spiel.
Hallo, ich bin Brigitte. Expertin für Frauenpower im Beruf. Veränderungscoach für leise Frauen, die Berufswege neu entdecken wollen und trotz Wachstum in Balance bleiben und ihre Stärken nutzen möchten. Entdecke, was in dir steckt und gelebt werden darf, ohne alles auf den Kopf stellen zu müssen und ohne egoistisch zu sein. Du hast es verdient, morgens gerne aus dem Bett zu hüpfen.
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von Brigitte Kleinhenz
Selbstzweifel überwinden ist oft der entscheidende Schritt, bevor du beruflich wirklich losgehst. Nicht weil dir womöglich irgendwelche Fähigkeiten fehlen, sondern weil dein Kopf dir ständig Gründe liefert, warum du „noch nicht so weit“ bist. Du denkst über eine Veränderung nach, aber bewirbst dich nicht. Du hast Ideen, aber wartest auf den perfekten Moment. In diesem Leitfaden zeige ich dir konkret, wie du Selbstzweifel in die Wüste schickst, deine Stärken wieder greifbar machst und aus Denken ins Handeln kommst. Schritt für Schritt.
Selbstzweifel überwinden im Beruf und woran du sie erkennst
Selbstzweifel sind ein häufiger Begleiter im Berufsleben von Frauen und hindert viele an einer beruflichen Neuorientierung.
Doch anstatt sich davon entmutigen zu lassen, kann man diese Zweifel auch für eine kraftvolle Motivation nutzen.
Ich zeige dir, wie du mit Selbstreflexion, der Entwicklung neuer Fähigkeiten und eine gut durchdachte Planung deine beruflichen Träume verwirklichen kannst.
Lass dich von inspirierenden Beispielen starker Frauen anleiten und entdecke den Weg zu einem erfüllten beruflichen Leben.
Selbstreflexion: Der erste Schritt um Selbstzweifel zu überwinden
Bevor du den Weg einer beruflichen Neuorientierung einschlägst, ist eine gründliche Selbstreflexion unerlässlich.
Sie hilft dir, deine Stärken und Schwächen zu erkennen und deine wahren beruflichen Interessen zu identifizieren.
Hier sind einige Methoden, die dir dabei helfen können

Erfolgstagebuch führen: Beweise statt Bauchgefühl
Notiere täglich deine Erfolge, Herausforderungen und Gefühle.
Dies hilft dir, Muster zu erkennen und deine beruflichen Präferenzen besser zu verstehen.
Feedback sammeln und warum andere deine Stärken oft besser sehen
Frage Kollegen, Vorgesetzte und Freunde nach ehrlichem Feedback.
Oftmals sehen andere unsere Stärken klarer als wir selbst.

Die BIG 5. Quelle: LINC-Institute
Selbsttests und Persönlichkeitsanalysen und was wirklich zu dir passt
Nutzen Online-Tests, um mehr über deine Persönlichkeit und beruflichen Neigungen zu erfahren.
Mit dem LINC PERSONALITY PROFILER bekommst du eine umfassende Übersicht über deine Persönlichkeit, den sogenannten BIG5 sowie deiner Motivation und Kompetenzen.
Inspiration
Oprah Winfrey, eine der erfolgreichsten Frauen weltweit, hat trotz vieler Rückschläge immer wieder auf ihre innere Stimme gehört und sich neu orientiert.
Was sie in ihrem Buch „Die Kunst und Wissenschaft des Glücklichseins“ schön verdeutlicht.
Sie betont immer wieder die Bedeutung von Selbstreflexion und Authentizität auf dem Weg zum Erfolg.
Neue Fähigkeiten entwickeln: So baust du dir echtes Zutrauen auf
Damit du in einem neuen Berufsfeld wirklich gut ankommst, solltest du zuerst herausfinden, welche Fähigkeiten du dafür brauchst und sie dir dann Schritt für Schritt aufbauen.
Hier sind einige Strategien
Weiterbildung und Kurse – Welche Kompetenzen dich wirklich weiterbringen
Investiere in DICH. In deine Bildung.
Sei es durch Workshops, Seminare und Online-Kurse.
Die helfen dir, up-to-date zu bleiben und neue Kompetenzen zu erwerben.

Mentoring: Abkürzungen, die du dir erlauben darst
Suche dir einen Mentor oder Coach, der dich bei deiner beruflichen Neuorientierung unterstützt und dir wertvolle Einblicke gibt.
Inspiration
Joanne K. Rowling, die Autorin von Harry Potter, begann ihre Karriere in völlig anderen Bereichen und fand erst spät ihre wahre Berufung im Schreiben.
Durch stetiges Lernen und den Glauben an ihre Fähigkeiten schuf sie ihre weltweit erfolgreiche Buchreihe.
Beruflichen Veränderung planen – so wird aus „irgendwann“ ein konkreter Plan
Ein guter Plan ist für mich nicht „perfekt durchgetaktet“, sondern vor allem realistisch.
Einer, der dich nicht überfordert, sondern dich in Bewegung bringt.
Denn ohne Plan bleibt es schnell beim Nachdenken und du trittst auf der Stelle, obwohl du eigentlich weiter willst.
So ein Aktionsplan braucht ein paar feste Eckpunkte: kleine Meilensteine, an denen du merkst „Okay, ich komme voran“, einen groben Zeitrahmen (damit es nicht auf irgendwann verschoben wird) und die Ressourcen, die du dafür brauchst.
Also: Zeitfenster im Kalender, vielleicht Unterstützung durch jemanden, konkrete Tools oder Infos, die dir noch fehlen.
Je klarer du das für dich hast, desto leichter wird’s, dranzubleiben, auch wenn zwischendurch mal Zweifel oder Alltag dazwischenfunken.
Hier sind einige Tipps

Erstelle einen detaillierten Plan um Selbstzweifel zu überwinden
Mach es dir so konkret wie möglich: Was ist der nächste Schritt, ganz praktisch, nicht „irgendwann mal“?
Setz dir Ziele, die zu deinem Alltag passen und die du wirklich umsetzen kannst.
Also lieber klein starten und dranbleiben, als dir einen riesigen Plan zu machen, der dich schon beim Lesen stresst.
Und sei ehrlich mit dir: Was könnte dazwischenkommen? Zeitmangel, Zweifel, Unsicherheit, ein voller Kalender, ein Chef, der plötzlich Druck macht, was auch immer es bei dir typischerweise ist.
Wenn du das vorher mitdenkst, bist du nicht überrascht, wenn es passiert.
Dann hast du einen Plan B:
Was machst du, wenn du ins Grübeln rutschst?
Wie bleibst du dran, wenn die Motivation kurz weg ist?
Welche Mini-Schritte gehen trotzdem?
Genau diese „Wenn-dann“-Strategien machen am Ende den Unterschied.
Bleib flexibel
Sei offen für neue Chancen, auch für die, die nicht exakt in deinen ursprünglichen Plan passen.
Manchmal zeigt sich der richtige nächste Schritt erst unterwegs: durch ein Gespräch, eine neue Aufgabe, einen Kontakt oder eine Idee, die plötzlich Sinn ergibt.
Und ja, das kann bedeuten, dass du deinen Plan anpasst.
Nicht, weil du wankelmütig bist, sondern weil du dazu lernst.
Ein guter Plan ist wie eine Leitplanke auf der Autobahn, er gibt dir die Richtung vor, aber du darfst immer wieder prüfen ob du die nächste oder übernächste Ausfahrt nimmst.
Inspiration
Michelle Obama, ehemalige First Lady der USA, hat in ihrer Karriere viele Veränderungen gemeistert und sich stets neu orientiert.
Ihre Geschichte in ihrem Buch „Becoming – Meine Geschichte“ zeigt, wie wichtig es ist, sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Unterstützung nutzen: Mentoring und Coaching gegen Selbstzweifel
Wenn du Selbstzweifel überwinden willst, kann Unterstützung richtig viel verändern: Mentor:innen, Coaching und ein gutes berufliches Netzwerk geben dir Rückenwind, wenn du alleine immer wieder in Grübelschleifen rutschst.
Und nutze ruhig Online-Ressourcen und Plattformen, um dich weiterzubilden und neue Kontakte zu knüpfen.
Oft reicht schon ein guter Impuls oder ein Gespräch, damit du wieder in Bewegung kommst.

Mentoring und Coaching
Ein Coach kann dir helfen, deine Ziele zu definieren und einen klaren Weg dorthin zu finden.
Mentoren bieten wertvolle Einblicke und Ratschläge aus ihrer eigenen Erfahrung.
Online-Ressourcen
Plattformen wie LinkedIn oder spezielle Weiterbildungsportale bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung und Weiterbildung.
Inspiration
Sheryl Sandberg, COO von Facebook, betont die Bedeutung von Netzwerken und Mentoring für den beruflichen Erfolg.
Sie gehört inzwischen zu den reichsten Frauen der Welt und ihr Buch „Lean In“ ist eine inspirierende Lektüre für alle Frauen, die ihre Karriere aktiv gestalten möchten.
Fazit und Ausblick zum Thema Selbstzweifel überwinden
Eine berufliche Neuorientierung ist eine herausfordernde, aber lohnende Reise.
Durch Selbstreflexion, die Entwicklung neuer Fähigkeiten und eine gut durchdachte Planung kannst du deine beruflichen Ziele erreichen und deine Selbstzweifel überwinden.
Sei mutig und offen für Veränderungen.
Und noch ein Tipp:
Kritisches Denken wird in Zukunft eine deiner größten Stärken sein. Warum kannst du hier lesen.
Empfehlung
Für weitere Unterstützung und Inspiration empfehle ich dir auch meinen Onlinekurs „Starkes Fundament: Dein Weg zu mehr Selbstvertrauen“.
Dieser Kurs bietet wertvolle Tipps und Coaching-Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken und deine beruflichen Ziele zu erreichen.
Melde dich jetzt an: „Starkes Fundament: Dein Weg zu mehr Selbstvertrauen“

Und wenn du gerade feststeckst und merkst: So wie bisher will ich nicht weitermachen, aber ich weiß nicht, wie, dann lass uns sprechen.
In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, was dich blockiert, wo du dich selbst ausbremst und was dein nächster, machbarer Schritt ist.
Ohne Druck, kein „Du musst nur…“, sondern ein klarer Blick nach vorn, der dich wieder in Bewegung bringt.
Ich freue mich auf dich.
Hallo, ich bin Brigitte,
Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.
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von Brigitte Kleinhenz
Soll ich kündigen?
Fast jede zweite Frau zwischen 30 und 39 Jahren fühlt sich im Job unzufrieden. Sie grübelt, zweifelt und fragt sich fast jeden Montagmorgen aufs Neue: Warum tue ich mir das an? Soll ich kündigen oder bleiben?
Wenn du gerade in dieser Situation steckst, mach dich nicht verrückt, du bist du nicht alleine in dieser Situation. Und du musst diese Entscheidung nicht unausgegoren treffen.
Dieser Artikel hilft dir, klar zu sehen, was wirklich hinter deiner Unzufriedenheit steckt, und eine Entscheidung zu treffen, die zu dir und deinem Leben passt.
Soll ich kündigen? Was die Zahlen sagen
Laut einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag von Xing E-Recruiting denkt fast jede zweite Beschäftigte im Alter zwischen 30 und 39 Jahren über einen Jobwechsel nach. Und laut einer Befragung von Ernst & Young liebäugeln sogar 63 Prozent der Beschäftigten mit einem neuen Job.
Das sind keine Ausreißer, sondern die Realität in vielen Büros.
Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Anerkennung, ein schlechtes Arbeitsklima, fehlende Entwicklungsperspektiven, Konflikte mit Vorgesetzten, mangelnde Sinnhaftigkeit oder einfach das Gefühl, dass der Job nicht mehr zu einem passt.
Doch bevor du impulsiv kündigst, lohnt es sich, genau hinzuschauen.
Wann ist Kündigen die richtige Entscheidung?
Es gibt Situationen, in denen Kündigen nicht mutig, sondern notwendig ist. Wenn du diese Punkte erkennst, ist es wahrscheinlich Zeit, zu gehen:
Du hast alles versucht
Du hast Gespräche geführt, Kompromisse angeboten, Geduld gezeigt.
Nichts hat sich verändert.
Die Ursachen deiner Unzufriedenheit liegen nicht in dir, sondern in den internen Strukturen, die du allein nicht ändern kannst.
Deine Gesundheit leidet
Du hast Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung, erste körperliche Beschwerden haben keine medizinische Ursache gezeigt.
Dein Körper schickt dir ganz klare Signale, die du nicht einfach beiseiteschieben darfst.
Du erkennst dich selbst nicht mehr
Du bist reizbar, ziehst dich immer mehr zurück oder vieles ist dir gleichgültig geworden.
Das Gefühl, innerlich schon längst gekündigt zu haben, nennt man innere Kündigung.
Und das ist ein ernstzunehmendes Warnsignal.
Deine Werte und die des Unternehmens passen nicht zusammen
Das ist dann nicht mehr nur ein kurzfristiges Tief, sondern grundsätzlich und dauerhaft.
Du entwickelst dich weiter, da kann es passieren, dass die Unternehmenswerte und deine persönlichen nicht mehr zusammenpassen.
Es gibt keine Entwicklungsperspektive
Du stehst seit Jahren in deinem Job still und weißt, dass das auch so bleiben wird.
Wann lohnt es sich zu bleiben?
Genauso wichtig ist die andere Seite der Medaille.
Denn nicht jede Unzufriedenheit ist ein Zeichen, dass du gehen musst.
Diese Anzeichen sprechen dafür, erst noch einmal genauer hinzuschauen.
Du steckst in einer schwierigen Lebensphase
Privater Stress, ein Umzug, Trauer, eine Beziehungskrise.
Manchmal suchen wir im Job nach einem Ausweg aus Belastungen, die eigentlich woanders liegen.
Entscheide nicht aus einer Ausnahmesituation heraus, alles hinzuschmeißen.
Das Problem ist konkret und lösbar
Ein konkreter Konflikt mit einer Kollegin, ein Projekt, das dich auslaugt, eine Aufgabe, die nicht zu dir passt.
Wenn das Problem klar benennbar und veränderbar ist, lohnt sich zuerst ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten oder der Personalabteilung.
Du kennst deine Alternativen nicht
Wer kündigt, ohne zu wissen, was danach kommt, tauscht oft eine unsichere Situation gegen eine andere ein.
Das ist dann aber kein Fortschritt mehr, sondern pure Flucht ins Ungewisse.
Du schätzt viele Aspekte deines Jobs
Kollegen, die dir wichtig sind, Flexibilität bei den Arbeitszeiten oder mit Homeoffice, Sicherheit.
Womöglich auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die du noch nicht genutzt hast.
8 Fragen, die dir bei der Entscheidung helfen
Wo liegt das grundsätzliche Problem?
Bevor du die Kündigung auf den Tisch knallst, nimm dir Zeit, um zu reflektieren.
Was läuft grundlegend falsch?
Ist es das Gehalt, die Arbeitsbedingungen, der Umgang mit Kolleg:innen oder die fehlende Perspektive?
Schreibe deine Gedanken auf.
Je klarer du das Problem benennst, desto besser kannst du einschätzen, ob es lösbar ist oder nicht.

Kann ein Gespräch etwas verändern?
Manchmal hilft ein offenes Gespräch mit dem oder der Vorgesetzten mehr, als man denkt.
Dein Chef oder deine Chefin kann keine Gedanken lesen.
Vielleicht gibt es Möglichkeiten zur Veränderung, die du bisher nicht gesehen hast.
Ein konstruktives Gespräch kann wirklich Dinge in Bewegung bringen.
Aber nur, wenn du konkret bist: Was möchtest du anders? Was brauchst du, um gut arbeiten zu können?
Können die Ursachen beseitigt werden?
Frag dich ehrlich: Gibt es realistische Wege, die Probleme zu lösen?
Kannst du aktiv dazu beitragen?
Manchmal sind es kleine Veränderungen im Alltag, die einen großen Unterschied machen.
Und manchmal sind es strukturelle Probleme, die du allein nicht lösen kannst.
Auch das ist dann keine Niederlage für dich.
Ist ein Jobwechsel wirklich die Lösung?
Ein neuer Job bedeutet nicht automatisch mehr Zufriedenheit.
Überleg dir:
Was nimmst du mit in den nächsten Job?
Welche Muster, welche Erwartungen, welche ungeklärten Fragen?
Welche Aspekte deines aktuellen Jobs schätzt du?
Welche möchtest du unbedingt anders?
Ein Jobwechsel sollte also gut durchdacht sein, damit er dich wirklich weiterbringt.

Gibt es private oder persönliche Belastungen?
Manchmal beeinflussen private Sorgen unsere berufliche Zufriedenheit stärker, als wir uns selbst gegenüber zugeben.
Wenn du dich gerade in einer schwierigen Lebensphase befindest, kann es klüger sein, erst die persönliche Situation zu stabilisieren, bevor du beruflich große Entscheidungen triffst.
Was sind deine beruflichen Ziele?
Wo möchtest du in fünf Jahren stehen?
Was willst du beruflich erreichen?
Eine Kündigung sollte dich deinen persönlichen Zielen näherbringen, nicht weiter von ihnen entfernen.
Wenn du deine Ziele nicht klar benennen kannst, ist das genauso ein wichtiger Hinweis.
Dann fehlt dir vielleicht nicht nur der richtige Job, sondern die künftige Richtung.
Wie ist deine finanzielle Lage?
Eine Kündigung kann finanzielle Unsicherheit mit sich bringen.
Wie lange könntest du ohne Einkommen auskommen?
Hast du einen Notgroschen?
Gibt es Möglichkeiten, schon vor der Kündigung einen neuen Job zu finden?

Was sagt dein Bauchgefühl?
Wenn du alle Fakten abgewogen hast, spür in dich rein.
Was sagt dein Herz?
Manchmal weiß ein Teil von uns die Antwort schon, bevor wir die Fragen zu Ende gedacht haben.
Innere Kündigung: Wenn du schon längst innerlich gegangen bist
Manchmal braucht es keinen offiziellen Abgang, um nicht mehr wirklich da zu sein.
Innere Kündigung bedeutet: Du gehst jeden Tag zur Arbeit, erledigst das Nötigste, aber dein Herz ist schon woanders.
Du investierst keine Energie mehr, keine Ideen, keine Initiative.
Das ist ein Zeichen, das du ernst nehmen solltest.
Weder für dich noch für dein Unternehmen ist das auf Dauer eine Lösung.
Wenn du merkst, dass du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine bewusste Entscheidung, statt weiter in der Grauzone zu verharren.
Was du tun kannst, wenn du noch im Gedankenkarussell hängst
Manchmal dreht sich dieses Gedankenkarussell so lange, dass man das Gefühl hat, die Entscheidung sei unlösbar.
Das ist sie aber nicht.
Jede Entscheidung braucht Struktur.
Schreib eine Pros-und-Contras-Liste, aber geh tiefer: Welche Punkte haben wirkliches Gewicht? Welche Ängste tauchen auf, die nichts mit der Realität zu tun haben?
Sprich mit jemandem, der nicht direkt betroffen ist. Eine Freundin, die zuhört, ohne eigene Interessen zu haben. Oder einem Coach, der dir helfen kann, deine Gedanken zu sortieren.
Gib dir eine Frist. „Ich entscheide bis Ende des Monats“ ist besser als endloses Grübeln.
Entscheidungen brauchen einen Rahmen.
Wenn Gespräche nichts mehr bringen
Du hast das Gespräch gesucht, vielleicht sogar mehr als einmal.
Trotzdem hat sich nichts verändert und die Zusagen kamen und verschwanden auch wieder im Nirgendwo. Der Alltag blieb wie er war.
Das ist dann doch ein Zeichen, dass du an eine Grenze gestoßen bist, die du selbst so nicht gezogen hast.
Aus Personalersicht weiß ich: Manche Strukturen lassen sich von innen nicht verändern.
Kein noch so gutes Gespräch ändert einen Chef, der nicht führen kann.
Kein noch so langer Geduldsfaden rettet eine Unternehmenskultur, die auf Druck statt auf Vertrauen aufgebaut ist.
Wenn du merkst, dass du die verfahrene Situationen immer besser erklären kannst, aber nichts besser wird, ist das oft genug Information für dich.
Du musst nicht länger warten, bis du total erschöpft und ausgepowert bist, um dir zu erlauben zu gehen.
Was du brauchst, bevor du entscheidest
Viele Frauen treffen die Entscheidung entweder aus einem Frust heraus, oder schieben sie so lange vor sich her, bis der Körper sagt: Bis hierher und nicht weiter. Dann trifft er eine Entscheidung für dich.
Beides ist kein guter Ausgangspunkt.
Was wirklich hilft, ist eine kurze Bestandsaufnahme für dich persönlich. Nicht die Sicht von außen, sondern von dir aus gesehen.
Drei Fragen, die du dir ehrlich beantworten solltest
1. Wie war das letzte halbe Jahr wirklich?
Nicht was nach außen hin in Ordnung ausgesehen hat, sondern wie du Sonntagnachmittags drauf warst.
Wie du auf den anstehenden Montag reagiert hast.
Was du dir immer wieder gedacht, aber nie laut ausgesprochen hast.
2. Gibt es noch etwas, das du am Job schätzt, oder schaust du nur noch auf die Uhr?
Das ist dann aber kein Werturteil, sondern eine wichtige Information für dich.
Wenn du noch etwas findest, was dir Freude macht, hast du oft mehr Spielraum als du denkst.
Wenn du aber nur noch abwartest, hast du die Entscheidung innerlich oft schon getroffen.
3. Was brauchst du, damit Arbeit sich wieder stimmig anfühlt?
Den perfekten Job gibt es nicht, um das mal klarzustellen.
Er muss auch nicht zwingend traumhaft sein, aber stimmig für dich.
Wenn du auf diese drei Fragen keine Antwort hast, ist das bereits der erste Hinweis: Hier braucht es etwas mehr Struktur. Nicht noch mehr Grübelschleifen, sondern ein klares Vorgehen.
Selbstcheck: Bin ich wirklich noch am richtigen Platz?
Beantworte jede Frage ehrlich, mit Ja oder Nein.
Keine langen Erklärungen, vertrau auf deine erste Reaktion.
1. Wenn du morgen früh aufwachst und an den Arbeitstag denkst, ist dein erster Impuls eher Gleichgültigkeit oder ein Ziehen im Bauch?
☐ Ja, das kenne ich, fast jeden Tag
☐ Nein, meistens geht’s mir noch ganz gut
2. Hast du in den letzten drei Monaten öfter gedacht: „Wenn ich könnte, würde ich morgen aufhören“?
☐ Ja, dieser Gedanke ist fast schon vertraut
☐ Nein, das denke ich selten oder gar nicht
3. Gibt es Aspekte in deinem Job, die du klar benennen kannst und die du genießt?
☐ Ja, da fallen mir sofort ein oder zwei Dinge ein
☐ Nein, mir fällt gerade wirklich nichts ein
4. Hast du das Gefühl, dass du deine Stärken in diesem Job einsetzen kannst?
☐ Ja, zumindest teilweise
☐ Nein, ich funktioniere, aber ich bring nicht wirklich mich mit rein
5. Wenn du dir vorstellst, noch zwei weitere Jahre genau so zu arbeiten wie jetzt, wie reagiert dein Körper auf diesen Gedanken?
☐ Ja, das macht mir etwas aus, das fühlt sich schwer an
☐ Nein, ich kann damit leben, auch wenn es nicht ideal ist
Was dein Ergebnis bedeutet
3–5 × Ja bei Fragen 1, 2, 4, 5 (und Nein bei Frage 3)
Dein Job kostet dich gerade mehr, als er dir gibt. Das ist noch kein großes Drama, aber es ist ein erstes klares Signal, genauer hinzuschauen. Nicht auch nicht unbedingt, um gleich zu kündigen, sondern um erst mal zu verstehen, was sich ändern muss.
Gemischtes Bild
Du steckst wahrscheinlich in einer Phase, in der noch nicht alles klar ist, das ist normal. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine ruhige, strukturierte Bestandsaufnahme, bevor die Entscheidung dich einholt.
Überwiegend Nein (bei Fragen 1, 2, 5) und Ja (bei 3 und 4)
Vielleicht geht es nicht ums Kündigen, sondern mehr ums Feintuning. Was läuft gut? Was würdest du gern anders? Manchmal liegt die Lösung näher als mal denkt.

Du hast die Wahl – IMMER
Am Ende ist die Entscheidung, ob du kündigst oder bleibst, eine sehr persönliche.
Sie hängt von deiner Situation, deinen Zielen, deinen Werten und deinem Bauchgefühl ab.
Was ich dir sagen kann:
Jeder Mensch verdient einen Job, der zu ihm passt.
Nicht den perfekten Job, aber einen, bei dem die wichtigen Dinge stimmen.
Du merkst, dass dir der Selbstcheck mehr zeigt, als du erwartet hast?
Dann ist mein Online-Kurs „Kündigen? Ja oder Nein – Deine berufliche Entscheidungsfindung“ der nächste sinnvolle Schritt für dich.
Dahinter verbirgt sich ein klarer Prozess, der dir hilft, dich selbst zu verstehen und dann eine Entscheidung zu treffen, die wirklich zu dir passt.
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Du hast die Wahl. Triff sie bewusst.
Alles Gute auf deinem Weg
Brigitte
Über die Autorin
Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.
Kontakt zu mir
Bilder und Grafiken mit einer Canva Pro Lizenz genutzt. ©Canva
Fotos: Sabine Kristan
FAQ: Kündigen oder bleiben?
Soll ich kündigen oder bleiben, wenn ich nur noch erschöpft bin?
Dauernde Erschöpfung über Wochen oder Monate ist ein Warnsignal, das du nicht übergehen solltest. Prüfe zuerst: Kommt die Erschöpfung aus dem Job selbst, aus dem Umfeld oder aus deiner privaten Lage? Wenn der Job die Hauptursache ist und sich nichts verändert, obwohl du Gespräche geführt hast, darf Kündigen eine ernsthafte Option sein.
Ist kündigen ohne neuen Job eine schlechte Idee?
Nicht grundsätzlich, denn es kommt darauf an, wie belastend die Situation ist und ob du dir eine Auszeit finanziell leisten kannst. Wer aus einer Notlage heraus kündigt und dann aus Druck den nächsten Job annimmt, landet oft in einer ähnlichen Situation wie vorher. Wenn möglich: erst Orientierung, dann Entscheidung.
Wann lohnt sich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber?
Dann, wenn das Problem konkret und benennbar ist, wenn dein Gegenüber grundsätzlich offen wirkt und wenn es realistische Stellschrauben gibt. Ohne Bereitschaft auf der anderen Seite bringt das Gespräch meist wenig außer Frust.
Woher weiß ich, ob ich den falschen Job habe?
Ein starkes Signal ist, wenn du dich dauerhaft verbiegst, wenn deine Stärken keine Rolle spielen und wenn dir der Gedanke „noch zwei Jahre so“ körperlich schwer wird. Oft passt dann nicht nur ein Detail nicht, sondern der ganze Rahmen.
Wie erkenne ich eine innere Kündigung bei mir selbst?
Du erledigst das Nötigste, aber keine Initiative mehr und du bringst keine Ideen ein. Die Arbeit macht dir weder Freude noch macht sie dir etwas aus, sie ist einfach da. Du redest privat immer häufiger negativ über die Arbeit, ohne dass etwas folgt. Das ist die innere Kündigung. Und sie ist ein deutliches Signal, das Handlung braucht.
Was, wenn ich Angst vor der falschen Entscheidung habe?
Angst gehört dazu, sie zeigt, dass dir die Entscheidung wichtig ist. Entscheidend ist, dass du wegen ihr nicht einfach stillhältst. Wer aus Angst vor Fehlern gar nichts tut, entscheidet sich ebenfalls, nur unbewusst. Besser ist es mit Struktur hinzuschauen, was wirklich hinter der Angst steckt.
Wie treffe ich eine gute Entscheidung zwischen kündigen oder bleiben?
Sortiere zuerst, was wirklich das Problem ist. Danach schaust du: Was lässt sich ändern, was nicht? Was brauchst du, damit Arbeit sich für dich stimmig anfühlt? Und was sagt dein Bauchgefühl, wenn du alle Fakten beiseitelässt? Diese drei Ebenen – Kopf, Möglichkeiten, Gefühl – zusammen geben dir ein klareres Bild.
von Brigitte Kleinhenz
Beruflich glücklich zu sein, ist einer der wesentlichen Faktoren für ein erfülltes Leben – nicht nur im beruflichen Sinne.
Denn wenn wir unsere Arbeit lieben und darin aufgehen, fühlen wir uns zufrieden, erfüllt und motiviert. Es fühlt sich nicht wie Arbeit an.
Wenn dann die Aufgaben gefühlt auch noch Sinn machen, dann haben wir den Jackpot geknackt.
Genau deshalb wollen wir alle unseren Traumjob finden.
Was bedeutet berufliches Glück?
Zunächst ist es wichtig für dich zu definieren, was berufliches Glück bedeutet.
Rein von der Bedeutung her ist berufliches Glück eine der schönsten und erfüllendsten Erfahrung, die wir im Leben machen können. Denn es geht darum, im Job das zu tun, was man wirklich liebt und so darin auch aufzublühen.
Das heißt, dass ich morgens voller Vorfreude aufstehe und mich auf den Tag im Büro freue. Es ist ein Gefühl der inneren Zufriedenheit und Erfüllung das uns im Arbeitsalltag begleitet und gleichzeitig auch stärkt.
Berufliches Glück bedeutet aber auch, dass wir uns in unserem Job weiterentwickeln können. Wir haben das Gefühl, dass wir uns mit all unseren Fähigkeiten und Talenten entfalten und so auch unser Potential voll ausschöpfen können und etwas bewegen. Wir spüren, dass unsere Arbeit einen wirklichen Mehrwert für andere Menschen hat.
Gleichzeitig bedeutet berufliches Glück auch, dass wir uns mit unseren Kolleg:innen und Vorgesetzten wohlfühlen. In einem guten Arbeitsklima unterstützen und respektieren wir uns gegenseitig. Dadurch haben wir das Gefühl, dass wir in einem Team arbeiten, das gemeinsam an einem Ziel arbeitet und wir uns gegenseitig unterstützen und auch inspirieren.

Du siehst schon, berufliches Glück ist viel mehr als nur ein Job, der uns Geld auf’s Konto spült und dadurch Sicherheit bietet.
Im Grunde ist es ein Wohlfühl-Zustand, in dem wir uns im Arbeitsalltag glücklich und erfüllt fühlen und wir unsere Fähigkeiten und Talente optimal einsetzen können.
Und glaub mir, dieses Gefühl des beruflichen Glücks kann jede:r von uns erreichen, wenn wir uns auf unsere Stärken und Interessen konzentrieren und ganz gezielt nach einem Job Ausschau halten, der zu uns passt. Manche beschreiben es auch als Berufung, die einen dann findet.

Wie finde ich meine Berufung?
Die Suche nach der eigenen Berufung ist oft nicht einfach und kann, wenn man es selbst in die Hand nehmen will, zur Herausforderung werden. Warum? Weil wir im eigenen Haus betriebsblind sind und den roten Faden, der uns bereits im Leben begleitet, nicht so leicht erkennen können. Da geht es mit einem Blick von außen, von einer neutralen Person, oftmals leichter.
Und es erfordert Selbstreflexion und die Fähigkeit, unsere Stärken, Interessen und eigenen Werte auch zu identifizieren.
Folgende Schritte können dir helfen, deine Berufung zu finden:
Identifiziere deine persönlichen Interessen
Schreib dir eine Liste mit deinen Interessen und das, was dir Spaß macht. Was sind deine Talente? Was machst du besonders gerne? Welche Leidenschaften hast du? Also was würdest du gerne den ganzen Tag tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Wenn du das herausgefunden hast, kannst du gezielter nach Berufen suchen, die wirklich zu dir passen. Denn glaub mir, wenn du einer Arbeit nachgehst, die du gerne machst, fällt es dir ganz leicht, erfolgreich zu sein und dich auch persönlich weiterzuentwickeln.
Entdecke deine echten Stärken
Was kannst du gut? Wofür wirst du gelobt? Was sind deine Fähigkeiten? Wenn du deine Stärken kennst, kannst du gezielter einen Beruf finden, der genau deine Fähigkeiten erfordert.

Warum deine Werte wichtig sind
Jetzt wirst du vielleicht denken, was haben meine Werte mit meiner Arbeit zu tun? Eine ganze Menge! Denn wenn du im Beruf gegen deine Werte arbeiten musst, kannst du nur verlieren.
Deshalb schreib dir eine Liste mit deinen Werten. Was ist dir wichtig? Was möchtest du in deinem Leben erreichen? Wenn du deine Werte kennst, kannst du gezielter nach einem Job suchen, der mit deinen Überzeugungen und Zielen übereinstimmt.
Warum das Arbeitsumfeld entscheidend ist
Unser Arbeitsumfeld spielt eine entscheidende Rolle für unser berufliches Glück.
Wenn wir uns an unserem Arbeitsplatz wohl und geborgen fühlen, können wir unsere Aufgaben mit Leichtigkeit und auch Freude erledigen. Ein positives Arbeitsumfeld trägt dazu bei, dass wir uns auf unsere Arbeitsaufgaben konzentrieren und uns gleichzeitig glücklich und erfüllt fühlen.

Wie sieht ein gutes Arbeitsumfeld aus?
Überlege dir, welche Art von Arbeitsumgebung und Kolleg:innen passen zu dir? Möchtest du lieber ruhig und konzentriert arbeiten oder liebst du es in einem dynamischen Team? Was ist dir wichtiger? Regelmäßige Arbeitszeiten oder eher flexible Arbeitszeiten?
Dazu gehört auch eine gute Arbeitsumgebung. Sie zeichnet sich durch eine unterstützende und offene Atmosphäre aus. Wenn wir uns im Team gegenseitig helfen und uns ermutigen und uns inspirieren.
Durch das Gefühl, dass wir uns auf unsere Kolleg:innen und Vorgesetzten verlassen können, fühlen wir uns sicher und geborgen und können so unsere Aufgaben mit Freude erledigen.
Die vorhandenen Arbeitsbedingungen
Natürlich spielen auch die Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle. Beispielsweise kann ein helles, freundliches Büro dazu beitragen, dass wir uns wohlfühlen und wir uns auf unsere Aufgaben konzentrieren können.
Und eine gute technische Ausstattung und moderne Arbeitsmittel können dazu beitragen, dass wir unsere Arbeit effektiver und dadurch auch mit mehr Freude erledigen können.

Ohne Work-Life-Balance geht es nicht
Eine weitere wichtige Rolle spielt auch die Work-Life-Balance. Denn wenn wir ausreichend Zeit für uns selbst und unsere Familie haben, können wir uns besser erholen und dadurch auch auf unsere Arbeit konzentrieren.
Und so schließt sich der Kreis wieder zum guten Arbeitsumfeld. Denn es unterstützt uns dabei, eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden und sorgt dafür, dass wir uns nicht überfordert fühlen.
Du siehst also, dass das Arbeitsumfeld einen sehr großen Einfluss auf unser berufliches Glück hat. Ein positives Arbeitsumfeld, in dem wir uns geborgen und unterstützt fühlen, trägt dazu bei, dass wir unsere Arbeit mit mehr Freude erledigen und uns gleichzeitig auch entfalten können. Deshalb solltest du nach einem guten Arbeitsumfeld für dich suchen, um dein berufliches Glück zu fördern.

Recherchiere nach Möglichkeiten
Recherchiere die verschiedenen Karrieremöglichkeiten, die mit deinen Interessen, Stärken und Werten übereinstimmen. Schau dir verschiedene Branchen und Positionen an, um herauszufinden, welche Optionen dir zur Verfügung stehen.
Hier einige Möglichkeiten, wie du vorgehen kannst:
- Nutze dein Netzwerk: Sprich Freunde, deine Familie oder ehemalige Kolleg:innen oder Freunde im Verein an und frage sie, ob sie jemanden kennen, der dich unterstützen kann. Nutze Networking-Events und Plattformen wie LinkedIn, um dich zu vernetzen und potenzielle Arbeitgeber zu finden.
- Recherchiere Unternehmen, die dich interessieren und sammle Informationen. Lese Bewertungen von Mitarbeiter:innen auf Online-Plattformen oder suche dir jemanden, der dort arbeitet. Diese Informationen können dir helfen, einen tieferen Eindruck zu bekommen, wie es ist, in diesem Unternehmen zu arbeiten.
- Bewirb dich bei Unternehmen, die zu deinen Werten passen. Die Werte sind meistens auf der Unternehmens Homepage hinterlegt und du kannst überprüfen, ob sie mit deinen Werten matchen. Es müssen nicht alle Werte genau passen, aber deine drei stärksten Werte sollten schon übereinstimmen. Sonst wirst du über kurz oder lang dort nicht glücklich werden.
- Frage in Vorstellungsgesprächen gezielt nach und nutze diese Gelegenheit, um mehr über das Unternehmen und die Kultur zu erfahren. Überlege dir einige Fragen zum Arbeitsumfeld, zur Arbeitsbelastung und ganz wichtig, auch zu den Entwicklungsmöglichkeiten.
- Achte im Vorstellungsgespräch darauf, wie du dich dabei fühlst. Also auf dein Bauchgefühl. Denn da steckt deine Intuition und die ist deinem Kopf immer um einige Schritte voraus. Horch also in dich hinein. Wenn du ein gutes Gefühl hast, dass das Unternehmen zu dir passt, dann schau es dir genauer an.
Die Suche nach einem Arbeitgeber, der uns beruflich glücklich macht, kann etwas dauern, aber es lohnt sich.
Sei offen und geduldig mit dir. Bleib hartnäckig und gib nicht zu schnell auf. Mit Geduld, Durchhaltevermögen und der richtigen Einstellung wirst du gewiss deinen Traumjob finden und beruflich glücklich sein.
Denn schließlich verbringen wir einen großen Teil unseres Lebens bei der Arbeit. Es lohnt sich also Zeit und Mühe zu investieren, um den Job zu finden der zu uns passt der dir am Ende auch Freude und Erfüllung bringt.
Wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen willst, kann ich dir mein Buch empfehlen: Beruflich glücklich – Klar geht das!

Wie baue ich mir eine erfolgreiche Karriere auf?
Wenn du deinen Traumjob gefunden hast, ist es wichtig dranzubleiben und eine erfolgreiche Karriere aufzubauen. Dazu einige Schritte, die deine Karriere vorantreiben:

Setze dir berufliche Ziele
Was möchtest du beruflich erreichen? Wo möchtest du in fünf Jahren sein?
Wenn du dir Ziele dazu setzt, kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren und so natürlich deine Karriere vorantreiben.

Entwickle deine Fähigkeiten weiter
Bilde dich kontinuierlich weiter, damit du auf dem neuesten Stand bleibst und deine Fähigkeiten verbesserst.
Nimm an Schulungen, Konferenzen oder Branchentreffen teil oder trete einem beruflichen Verband bei.
Durch Weiterbildungen bleibst du auf dem Laufenden über die neuesten Trends und Entwicklungen in deiner Branche. Denn gerade jetzt dreht sich das Entwicklungs-Karussell in allen Bereichen besonders schnell.

Netzwerke aktiv
Männer haben das enorme Potential von Netzwerken längst erkannt. Wir Frauen haben hier noch Nachholbedarf. Wenn du jemanden kennst, der wiederum jemanden kennt, dann kann dir das bei deinem nächsten Karrieresprung helfen.
Deshalb Netzwerke intern wie extern. Nutze Networking-Events, schließe dich einem beruflichen Verband an und nutze soziale Medien, wie LinkedIn, um Kontakte zu knüpfen und deine Karrierechancen zu verbessern.
Besuche Konferenzen und Veranstaltungen mit Fachleuten deiner Branche und nutze auch Frauen-Netzwerke, die sich gegenseitig unterstützen und dich persönlich vorwärtsbringen.

Sei proaktiv
Warte nicht auf Gelegenheiten, sondern suche aktiv danach, um dich selbst zu verbessern und deine Fähigkeiten zu zeigen. Trau dich bei Projekten mitzuarbeiten oder Verantwortung zu übernehmen. Ergreife die Initiative und schau, wo du dich verbessern kannst und wachse dadurch in deine Karriere.
Biete aktiv Unterstützung an und übernimm zusätzliche Verantwortung, so bist du immer einen Schritt voraus.
Und dann sollte deinem Ziel beruflich glücklich zu sein nichts mehr im Weges stehen.
Hallo, ich bin Brigitte,
Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.
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Bilder: Canva
von Brigitte Kleinhenz
Wenn du unglücklich in deinem Beruf bist, wirst du diese Gedanken kennen:
Mach ich’s oder lass ich’s besser sein?
„Wir müssen pro Tag rund 20.000 Entscheidungen treffen“, sagt Philip Meissner, Professor für strategisches Management und Entscheidungsfindung an der ESCP Business School in Berlin.
„Die meisten davon fällen wir unbewusst auf Basis dessen, was wir in der Vergangenheit gelernt haben, z.B. dass wir den Wecker beim Klingeln abstellen und im dunklen Zimmer das Licht anmachen.“
Solche unbewussten Entscheidungen helfen uns, im Alltag zu funktionieren, erklärt auch der Autor des Buches „Entscheiden ist einfach“ (Campus Verlag).
Wenn ich eines in den vielen Jahren meiner Berufstätigkeit gelernt habe, dann ist es die, dass eine schnelle Entscheidung aus dem Herzen heraus die richtige ist.
Es geht nicht darum, dass viele berufliche Chancen und Möglichkeiten, die wir bekommen, einmalig sind, sondern darum, Entscheidungen nicht erst im Kopf zu “zerdenken”.
Denn dein Kopf hat SOFORT hundert Ideen, warum etwas nicht funktionieren kann.
Dein Unterbewusstsein weiß es aber besser und kennt dich auch am besten.
Von dort kommen zumeist in Millisekunden, bevor der Verstand einsetzt, Impulse, was wir tatsächlich aus dem Herzen heraus wollen, was uns glücklich im Beruf macht und für uns richtig ist.
Als Kind sind wir diesen Impulsen wie selbstverständlich gefolgt. Mit dem Erwachsenwerden haben wir das nach und nach leider verdrängt und verlernt.
Aber, was du einmal gelernt hast, kannst du. Das ist wie Fahrrad fahren: Auch wenn du jahrelang nicht mehr gefahren bist, bist du schnell wieder drinnen – selbst wenn es zunächst mal Muskelkater gibt.
Also hol dir diese Impulse wieder mehr in dein Bewusstsein.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine gute Entscheidung zu treffen
Ich habe dir einige Ideen mitgebracht, wie du für dich eine richtig gute Entscheidung treffen kannst.
Das funktioniert, wenn du beruflich unglücklich bist, genauso wie für dein Privatleben, wenn der Wurm drinnen ist.
Schau dir die Methoden an und probiere gerne mehrere Varianten aus.

1. Mein neues Leben
Bei dieser schönen Coaching-Methode geht es darum, sozusagen “das Pferd von hinten aufzuzäumen.”
Warum? Es lohnt sich oftmals, bei anstehenden Entscheidungen vom Ende her zu denken.
Und schon kommt dein Kopf und sagt dir vielleicht “Häää…” wie soll das denn gehen?
Hab’ ich dich erwischt? Kicher…
Tue jetzt einfach mal so, als ob du deine berufliche Entscheidung bereits getroffen hättest und du verhältst dich dementsprechend.
Stell dir bitte vor, du informierst deinen Partner, deine Familie oder deine Freunde über deine Entscheidung, was du künftig beruflich tun wirst.
Oder stell dir vor, du legst dem Chef deine Kündigung auf den Tisch.
- Mit welchen Worten startest du?
- Wie begründest du deine Entscheidung und wie fühlt es sich für dich an?
- Macht es dir Spaß, über dein neues berufliches Leben zu sprechen oder kommt da Traurigkeit auf?
- Bist du erleichtert, dass du den Schritt gegangen bist, oder fühlt es sich schwer an?
Stell dir dein neues berufliches Leben mit allen Sinnen vor
- Stell dir vor, wie es wäre, als Neue in einer Firma durchzustarten.
- Oder wie es wäre, wenn du bei deinem jetzigen Arbeitgeber neue Aufgaben übernimmst.
- Vielleicht hast du einen Duft in der Nase oder einen Geschmack auf der Zunge?
- Sieh dich mit allen Details bei deiner neuen Arbeit.
- Welche Gedanken und Gefühle kommen in dir hoch?
Je anschaulicher du dir dein berufliches Leben nach deiner Entscheidung vorstellst, desto leichter wird dir deine Entscheidung fallen, weil du deine Gefühlsebene mit in die Entscheidung einbeziehst.
Probiere diese Übung einfach mal aus. Und: Schiebe deine Gedanken ganz bewusst zur Seite, die dir gerade sagen „Du spinnst doch.“
Unterschätze NIEMALS die Kraft deiner Gedanken
Margaret Thatcher, die erste Premierministerin des Vereinigten Königreiches hat einmal gesagt:
„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie bilden Deinen Charakter.
Und achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“
Die 5-Sekunden-Regel

Mel Robbins ist Unternehmerin, Mutter dreier Kinder und regelmäßige Kommentatorin beim Fernsehsender CNN.
Von ihr ist die 5-Sekunden-Regel, um dein Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.
Mit dieser Regel kannst du deine eigene Intuition schulen und schnelle Entscheidungen, innerhalb von fünf Sekunden treffen.
Und so funktioniert es: Stelle dir zuerst eine sogenannte JA/NEIN-Frage.
Beispielsweise “Soll ich in meinem Job etwas ändern?”.
Im Anschluss zählst du von fünf runter auf eins: 5, 4, 3, 2, 1.
Wenn du bei der Zahl eins ankommst, wird deine innere Stimme mit Ja oder Nein antworten.
Das ist dann die Antwort deines Herzens, auf die du dich wirklich verlassen kannst.
Warum das so gut funktioniert?
Ganz einfach: Dein Verstand hat keine Zeit zu reagieren und du folgst deinem Herzen.
Achte aber darauf, dass du auch wirklich von fünf runter auf eins zählst und nicht umgekehrt.
Und dann sei mutig und folge deinem Herzen. Denn es weiß immer, was gut für dich ist.
Selbst wenn es sich im ersten Moment komisch oder unlogisch anfühlt.
Sei hier wirklich ehrlich zu dir selbst und lerne deinem Herzen wieder zu vertrauen.
Gelegenheiten folgen deiner Entscheidung und nicht umgekehrt.
Berufliche Träume bleiben auch nur Träume, solange du dich nicht für die Verwirklichung entscheidest.
Der Philosoph Ralph Waldo Emerson hat mal gesagt: “Hast du einmal eine Entscheidung getroffen, tut sich das Universum zusammen, um sie in die Tat umzusetzen.”
Entscheidung treffen mit der 10-10-10-Methode

Die Journalistin Suzy Welch hat mit ihrem Buch “10 Minuten – 10 Monate – 10 Jahre – Die Zauberformel” einen kreativen Schlüssel für gute Entscheidungen gefunden.
Diese Methode kannst du ganz einfach anwenden.
Es ist eine Art Zeitreise, damit du verstehst, wie sich deine Entscheidung in deiner Zukunft auswirkt.
Wenn du vor der Entscheidung stehst, ob du den Job wechseln willst, weil du unglücklich im Beruf bist, überlege, was die Konsequenzen sind . . .
. . . in 10 Minuten,
. . . in 10 Monaten und
. . . in 10 Jahren.
Schauen wir mal auf unser Beispiel:
Wenn du unglücklich im Job bist, wirst du in 10 Minuten erleichtert sein, weil du nicht mehr die Aufgaben machen musst, die dir keinen Spaß machen.
In 10 Monaten könnte es sein, dass du eine Fortbildung machst und so den Grundstein für dein zukünftiges Leben legst oder es könnte schwierig sein, weil du einfach nicht weißt, was du willst und dich nicht entscheiden kannst.
In 10 Jahren aber stellt sich deine Entscheidung als die beste ever heraus, weil du gesund bist und glücklich mit dem was du beruflich tust.
Wichtig dabei ist, dass du in zehn Jahren nicht bereuen willst, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Suzy Welch sagt, dass die richtigen Entscheidungen meist die sind, die sowohl einen kurzen Zeitraum als auch einen langen Zeitraum bestehen.
- Schau hin, was dir besonders wichtig ist.
- Und was willst du noch erreichen?
- Was denkst du dann über deine Entscheidung?
Nimm dir dafür die notwendige Zeit. Sei ehrlich mit dir selbst und reflektiere, welche Möglichkeiten du hast.
Die Druckmethode

Kennst du Menschen, die NIE eine Entscheidung treffen und den Druck von außen brauchen?
Gehörst du manchmal auch dazu?
Dann habe ich noch eine sehr effektive Entscheidungsmethode für dich.
Hol dir eine Euro-Münze aus deiner Geldbörse, Kopf ist den neuen Weg gehen, Zahl alles beim Alten belassen.
Und dann wirf die Münze.
So eine Zufallsentscheidung hilft dir herauszufinden, welche Entscheidung du wirklich treffen willst.
Du kannst auch Würfeln oder Karten ziehen.
Aber tue es.
Sonst kommst du nie auf einen grünen Zweig bzw. zu einer Entscheidung.
Wenn dir das für deine große Job-Entscheidung noch zu gewagt ist, kannst du es zunächst mit kleineren Entscheidungen trainieren.
Sei es, wenn es ums nächste Abendessen geht, oder ob du eine Einladung annehmen willst.
Übe es einfach.
So gewinnst du nach und nach mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl für deine Intuition und deine nächste Entscheidung.
Die Positive-Aspekte-Methode

Beim Treffen von Entscheidungen denken wir viel zu oft daran, was wir verlieren oder verpassen.
Wie wäre es, wenn du die positiven Aspekte deiner Entscheidung in den Mittelpunkt stellst?
- WOFÜR entscheidest du dich?
- Was gewinnst du mit deiner Entscheidung?
- Fühle ich mich gut damit, wenn ich die Entscheidung treffe?
Dadurch wird deine Entscheidung zu etwas Positivem.
Die Samurai-Methode

Ein Samurai nimmt maximal 7 tiefe Atemzüge und trifft dann seine Entscheidung.
Wenn du dir das Bild eines Samurai vorstellst, der gerade entscheidet, ob er sein Schwert zieht, wirst du merken, dass er in dem Moment, wenn er den Schwertgriff nimmt, leicht gebeugt in den Knien steht und sich mit dem Boden verbindet.
Das erreicht er dadurch, dass er in seinen Bauch atmet.
Sieben Atemzüge braucht man für jede Entscheidung – so sagen es zumindest die Samurai.
Also: Öfter mal tief Einatmen und auf dein Bauchgefühl hören!
Für deine schnelle und stimmige Entscheidung.
Dieser recht kurze Moment reicht für deinen Kopf nicht aus, um alle Für und Wider abzuwägen und so triffst du deine Entscheidung aus dem Bauch heraus, ohne Begründung, ohne zu diskutieren – mit dir selbst oder anderen.
Bleib dabei, bis die nächste Entscheidung getroffen werden muss.
Vielleicht änderst du dann die Richtung, aber für den Moment der Entscheidung gibt es so kein Hin oder Her, kein Zögern und kein Zaudern.
Gerade wenn du sensibel bist, kommst du so viel schneller in die Umsetzung.
Warum dich deine Intuition dabei unterstützen kann
Wenn du zu den Frauen gehörst, die sich bisher schwer tun mit ihrer Intuition, dann glaub mir, dass jede einzelne Übung und jedes achtsame nach innen Spüren sich positiv auf deine Intuition auswirken wird.
Fang mit kleinen Dingen an, wie beispielsweise:
- Worauf habe ich heute Lust zu essen?
- In welchem Kleidungsstück fühle ich mich heute wohl?
Gehe da wirklich deinen Impulsen nach.
Immer wenn du ein gutes Gefühl hast, wenn dein Herz ein bisschen hüpft, dann bist du auf dem richtigen Weg.
Jetzt hast du sechs coole Methoden, wie du deine Entscheidung treffen kannst, ohne gleich in Panik zu geraten.
Nun heißt es für dich: Und Action!
Was du niemals tun solltest

Wenn du in einer emotionalen Extremsituation steckst, egal ob Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt, verschiebe deine Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt.
Warum?
Weil wir durch starke Emotionen komplett von diesen eingenommen werden und uns davon treiben lassen.
Daher treffen wir in solchen Situationen unter Umständen schlechte Entscheidungen.
Vielleicht ist es dir schon mal passiert, dass ein Kollege oder eine Kollegin für ein Projekt den Vorzug bekommen hat, obwohl du dich doch super vorbereitet hattest und mehr Erfahrungen dafür mitbringst.
Dein Adrenalinspiegel steigt in dir und du bist total wütend auf deinen Chef oder deine Chefin.
Wenn du in so einem emotionalen Moment fuchsteufelswild bist oder vielleicht aus einem Impuls heraus sogar alles hinschmeißt, dann geht dir womöglich die Chance auf ein noch besser zu dir passendes Projekt, das dein Vorgesetzter für dich in der Schublade hat, verloren.
Komm also erstmal wieder runter.
Am nächsten Tag fragst du dann direkt nach, warum du diese Chance nicht bekommen hast.
Ruhig und sachlich.
Und höre gut zu!
So lernst du, wie du die nächste Chance effektiv für dich nutzen kannst.
Fazit
Alles im Leben ist eine Entscheidung.
Wenn du dich heute dafür entscheidest, dass dich niemand davon abhält, gut gelaunt zu sein, dann mach dir bewusst, dass du tatsächlich die einzige Person bist, die darüber entscheidet.
Sonst niemand.
Und das in jedem Moment.
Es ist DEINE klare Entscheidung und Vereinbarung mit dir selbst.
Verbinde dein Herz, deinen Bauch und deinen Verstand miteinander, um bessere, intuitive und für dich gute Entscheidungen treffen zu können.
Dann schwingst du automatisch höher und überstrahlt all deine inneren Blockaden.
Wir haben jeden Tag die Chance, uns zu entscheiden innerlich stärker zu werden und uns im Herzen treu zu sein.
Täglich gibt es für uns Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln und zu wachsen.
Und wir haben die Chance zu testen, wie stabil wir in unseren Entscheidungen sind.
Und glaub mir, das ist tatsächlich Arbeit!
Was es dazu braucht?
Selbstreflektion sowie GUTE Entscheidungen und Stabilität.
Wenn du irgendwo „hängst“, wirf einen Blick in meinen Terminkalender.
Ich unterstütze dich gerne, deine Knoten im Kopf zu entwirren, damit du deine für dich stimmige Entscheidung treffen kannst.
Hallo, ich bin Brigitte.
Coach und Mentorin für Frauen im Büro, die den Jobfrust satt haben und sich endlich ein Berufsleben wünschen, das sich rundum stimmig anfühlt. Ohne sich zu verbiegen und ohne alles radikal umkrempeln zu müssen.
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