Arbeitszufriedenheit – Der Schlüssel zum beruflichen Glück

 

In der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt ist die Zufriedenheit am Arbeitsplatz für viele ein schwer greifbares Ziel.

Besonders für angestellte Frauen, die oft die Herausforderung haben, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen.

Für sie kann es zu einer besonderen Herausforderung werden, Zufriedenheit im Beruf zu finden.

In diesem Blogartikel werfen wir einen Blick darauf, was Arbeitszufriedenheit wirklich bedeutet, warum sie so wichtig für uns ist und wie du sie erreichen kannst.

 

Warum empfinden wir die Arbeitswelt aktuell als immer schnelllebiger?

 

Es gibt mehrere Gründe dafür:

 

Technologischer Fortschritt

 

Die rasante Entwicklung neuer Technologien hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändert.

Automatisierung, künstliche Intelligenz und digitale Plattformen beschleunigen Arbeitsprozesse und führen zu einem enormen Bedarf unser eigenen Wissens anzupassen.

Dieser ständige Wandel erfordert von Arbeitnehmern kontinuierlich neue Fähigkeiten zu erlernen und bestehende zu aktualisieren, was gefühlt den Druck erhöht und das Gefühl der Schnelllebigkeit natürlich auch noch verstärkt.

 

Globalisierung

 

Die Globalisierung hat die Märkte erweitert und die Konkurrenz intensiviert.

Unternehmen stehen im weltweiten Wettbewerb und müssen schnell auf Marktveränderungen reagieren, damit sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben.

Das führt zu einem erhöhten Druck auf die Mitarbeiter, da von ihnen erwartet wird, dass sie flexibel mitziehen um auf die Bedürfnisse des globalen Marktes reagieren zu können.

 

Veränderung der Arbeitsmodelle

 

Die Verbreitung von Projektarbeit und flexiblen Arbeitszeitmodellen führt zu weniger stabilen und vorhersehbaren Karrierewegen.

Viele Menschen wechseln häufiger ihre Jobs oder haben mehrere Beschäftigungsverhältnisse gleichzeitig.

Unsicherheit und Flexibilität tragen so zum Gefühl einer schnelllebigen Arbeitswelt bei.

 

Erwartungen an ständige Verfügbarkeit

Durch die Digitalisierung und mobile Technologien wird von vielen Arbeitnehmern erwartet, fast rund um die Uhr erreichbar zu sein.

Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen dadurch, was zu einer erhöhten Arbeitsbelastung und dem Gefühl einer nie endenden Arbeitswoche führt.

 

Steigende Leistungsanforderungen

 

Der Wettbewerbsdruck und das unablässige Streben nach Effizienz führen zu höheren Leistungsanforderungen an die Mitarbeiter.

Es wird erwartet, dass sie mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen, was den Stresslevel erhöht und gefühlt das Tempo der Arbeitswelt beschleunigt.

Zusammengefasst führen diese Faktoren dazu, dass viele Menschen die Arbeitswelt als zunehmend schnelllebig empfinden.

Warum? Weil sie sich ständig an neue Technologien, Arbeitsmethoden und Marktanforderungen anpassen müssen.

Dadurch entsteht ein Gefühl der Hilfslosigkeit und des nicht mehr Mitkommens.

 

Postit mit Text I love my job

Was ist Arbeitszufriedenheit?

 

Arbeitszufriedenheit ist das Maß an Glück und Erfüllung, das Menschen in ihrem beruflichen Umfeld empfinden.

Es geht also nicht nur darum, was du tust, sondern auch darum, wie du dich dabei fühlst.

Eine hohe Arbeitszufriedenheit zeigt sich oft in einer positiven Einstellung zur Arbeit, dem Gefühl, wertgeschätzt und respektiert zu werden, und dem Empfinden, dass die eigenen Aufgaben sinnvoll sind.

 

Die Bedeutung der eigenen Arbeitszufriedenheit

 

Arbeitszufriedenheit spielt eine entscheidende Rolle für die eigene geistige und körperliche Gesundheit.

Studien zeigen, dass zufriedene Mitarbeiterinnen nicht nur produktiver sind, sondern auch eine höhere Lebensqualität haben.

Ein zufriedenstellendes Arbeitsumfeld kann Stress reduzieren, das Selbstwertgefühl steigern und zu einem ausgeglichenen Leben beitragen.

 

Hohe Arbeitsbelastung und ständiger Leistungsdruck

 

In vielen Branchen ist die Arbeitsbelastung aufgrund von Effizienzsteigerung und Kostensenkungsmaßnahmen deutlich gestiegen.

Mitarbeiter müssen oft mit weniger Ressourcen mehr Arbeit leisten, was zu Überstunden und Stress führt.

Dieser ständige Druck, Leistung zu erbringen, kann das eigene Wohlbefinden und die Zufriedenheit stark beeinträchtigen.

Trotz Bemühungen um eine ausgewogene Work-Life-Balance fühlen sich viele überfordert und ausgebrannt.

 

Schneller Wandel und Unsicherheit

 

Die Arbeitswelt unterliegt, getrieben durch den technologischen Fortschritt einem raschen Wandel.

Berufsbilder ändern sich viel schneller als früher, neue Fähigkeiten sind gefordert, und Arbeitsplätze können schneller wegfallen.

Diese Unsicherheit kann zu Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes führen und damit einhergehend die Arbeitszufriedenheit mindern.

Selbst wer sich kontinuierlich weiterbildet und anpasst, kann sich nicht immer sicher sein, den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.

Dies zeigt, wie herausfordernd es sein kann, sich in einer sich ständig verändernden Arbeitsumgebung zufrieden und sicher zu fühlen.

Es wird also gefühlt immer schwerer, in der heutigen Arbeitswelt Zufriedenheit zu finden.

Bedingt durch die Anforderungen und Unsicherheiten, die die moderne Arbeitswelt mit sich bringt.

Es zeigt aber auch, dass es immer wichtiger wird, klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu setzen.

Und diese auch persönlich für sich einzuhalten!

 

Mädchen mit Sicherheitshelm das lächelt

Wege zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit

 

Finde deine Passion

 

Andere würden sagen: Finde deine Berufung. Also arbeite in einem Bereich, der dich begeistert.

Die Leidenschaft für das, was du tust, ist oft der erste Schritt zu einer hohen Arbeitszufriedenheit.

Du tust also Dinge, zu denen du eine starke innere Bindung hast.

Das können bestimmte Tätigkeit oder ein entsprechendes Berufsfeld sein.

In diesem Bereich steht für dich eine emotionale und sinnstiftende Komponente im Vordergrund.

„Berufung“ impliziert auch, dass die Arbeit nicht nur als Mittel zum Zweck oder aus finanziellen Gründen ausgeführt wird, sondern dass sie für dich einen tieferen, persönlichen Wert hat und oft als Teil der eigenen Identität empfunden wird.

 

Block mit Work-live-Balance Schriftzug

Work-Life-Balance

 

Setze klare Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben.

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist entscheidend, um Überarbeitung zu vermeiden und sowohl im Beruf als auch privat Erfüllung zu finden.

 

Anna-Lena arbeitet als Softwareentwickler bei einem mittelständischen Unternehmen.

Um eine ausgewogene Work-Life-Balance zu gewährleisten, hat sie klare Richtlinien für sich selbst und ihre Kollegen etabliert.

Sie beginnt ihren Arbeitstag um 8:30 Uhr und stellt sicher, dass sie spätestens um 17:30 Uhr ihre Arbeit beendet.

Nach Feierabend schaltet sie ihr Diensthandy aus und überprüft keine beruflichen E-Mails mehr.

Anna-Lena hat ihre Kollegen und auch ihren Vorgesetzten informiert, dass sie in dringenden Fällen nach der Arbeit nur über private Kanäle erreichbar ist, wobei sie betont, dass dies die Ausnahme und nicht die Regel sein sollte.

Um ihre Freizeit aktiv zu gestalten und einen Ausgleich zur Bildschirmarbeit zu schaffen, hat Anna-Lena ein Hobby, das ihr am Herzen liegt: das Klettern.

Zweimal die Woche besucht er nach der Arbeit die Kletterhalle.

Diese Aktivität hilft ihr, physisch aktiv zu bleiben und gleichzeitig mental abzuschalten.

Das Klettern fordert ihre volle Aufmerksamkeit und ermöglicht es ihr, den beruflichen Alltag hinter sich zu lassen.

Am Wochenende verbringt sie ganz bewusst Zeit mit ihrer Familie und Freunden, um auch sozialen Beziehungen zu pflegen.

Durch diese klaren Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben hat Anna-Lena es geschafft, Überarbeitung zu vermeiden und fühlt sich sowohl im Beruf als auch privat erfüllt.

Ihre Vorgesetzten und Kollegen respektieren ihre Arbeitsweise, da sie während ihrer Arbeitszeit sehr produktiv und fokussiert ist.

Anna-Lenas Beispiel zeigt, dass eine bewusste Trennung und das Setzen von Prioritäten entscheidend für das Wohlbefinden und die langfristige Zufriedenheit sind.

 

Zahnräder mit Schriftzug Feedback

Kommunikation und Feedback

 

Offene Kommunikation und regelmäßiges Feedback sind essenziell, um Missverständnisse zu vermeiden und sicherzustellen, dass deine Bedürfnisse am Arbeitsplatz gehört und berücksichtigt werden.

 

Lena ist Projektmanagerin in einer Marketingagentur.

Um Missverständnisse zu vermeiden und sicherzustellen, dass ihre Bedürfnisse sowie die ihres Teams berücksichtigt werden, hat sie eine Reihe von Maßnahmen etabliert:

Jeden Montagmorgen organisiert Lena ein kurzes Team-Meeting, das sogenannte „Kick-off-Meeting“ für die Woche.

In diesem Rahmen bespricht das Team die Ziele für die kommende Woche, teilt wichtige Updates mit und jedes Teammitglied hat die Möglichkeit, Anliegen oder Bedenken bezüglich der aktuellen Projekte zu äußern.

Lena ist die offene Kommunikation wichtig und ermutigt ihr Team, sowohl positive Erfahrungen als auch Herausforderungen zu teilen.

Darüber hinaus führt Lena einmal im Quartal individuelle Feedback-Gespräche mit jedem Teammitglied durch.

Diese Gespräche dienen dazu, die persönliche Entwicklung zu fördern, Feedback zur Arbeit zu geben und zu erhalten sowie etwaige Bedürfnisse oder Wünsche bezüglich der Arbeitsbedingungen zu diskutieren.

Sie stellt dabei sicher, dass diese Gespräche in einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre stattfinden, um eine ehrliche Kommunikation zu ermöglichen.

Dadurch konnte Lena eine persönliche Arbeitsumgebung schaffen, in der sich die Teammitglieder wertgeschätzt und gehört fühlen.

Missverständnisse werden effektiv minimiert, und das Team kann proaktiv auf Herausforderungen reagieren.

Lenas Ansatz fördert dabei nicht nur ein positives Arbeitsklima, sondern trägt auch zur Steigerung der Produktivität und der Mitarbeiterzufriedenheit bei.

Durch ihre Bemühungen wird deutlich, wie essenziell offene Kommunikation und regelmäßiges Feedback für die Schaffung einer unterstützenden Arbeitsumgebung sind, in der die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.

 

Grafik mit kontinuierlicher Weiterbildung

Weiterbildung und Entwicklung

 

Nutze Möglichkeiten zur Weiterbildung und persönlichen Entwicklung.

Das Gefühl, in deinem Beruf zu wachsen und Fortschritte zu machen, kann deine Zufriedenheit erheblich steigern.

 

Sophie arbeitet als Grafikdesignerin in einem kleinen Startup.

Sie ist leidenschaftlich bei ihrer Arbeit, spürt aber, dass ihr Wissen über die neuesten Design-Software und -Techniken nicht auf dem aktuellen Stand ist und KI immer wichtiger in diesen Bereich wird.

Um in ihrem Beruf zu wachsen und ihre Zufriedenheit zu steigern, entscheidet sie sich, proaktiv nach Möglichkeiten zur Weiterbildung zu suchen.

Sie spricht mit ihrem Vorgesetzten über ihre Wünsche, sich weiterzuentwickeln.

Gemeinsam identifizieren sie ein Online-Training über die neueste Version der Design-Software, die im Unternehmen verwendet wird, sowie einen Workshop über User Experience Design mit KI, ein Bereich, in dem Sophie ihr Wissen erweitern möchte.

Ihr Arbeitgeber unterstützt Sophies Wunsch nach Weiterbildung und übernimmt die Kosten für die Kurse.

Sie nutzt ihre Freizeit, um die Online-Kurse zu absolvieren, und nimmt sich jeden Tag eine Stunde Zeit, um das Gelernte zu üben.

Auch teilt sie ihre Fortschritte und das neu erworbene Wissen regelmäßig mit ihrem Team und wendet es bei aktuellen Projekten an.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit verbessern sich sichtbar, und sie erhält positives Feedback sowohl von ihren Kollegen als auch von Kunden.

Durch die Teilnahme an den Weiterbildungsmaßnahmen fühlt sich Sophie nicht nur in ihrem Beruf kompetenter, sondern auch motivierter und zufriedener.

Sie sieht nun klarere Karrierewege vor sich und ist zuversichtlich, dass sie auch in Zukunft weitere Entwicklungsschritte in ihrer beruflichen Laufbahn nehmen kann.

Sophie‘s Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, Eigeninitiative für die persönliche und berufliche Entwicklung zu zeigen.

Durch die Nutzung von Weiterbildungsmöglichkeiten kann das Gefühl, im Beruf zu wachsen und Fortschritte zu machen, erheblich zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit beitragen.

 

Kollegen die anerkennend klatschen

 

Anerkennung und Wertschätzung

 

Such dir ein Arbeitsumfeld, in dem deine Leistungen anerkannt und wertgeschätzt werden.

Ein Gefühl der Anerkennung kann Wunder für dein Selbstbewusstsein und deine Arbeitsmoral bewirken.

So wie bei Jana.

 

Jana arbeitete als Marketing-Spezialistin in einer großen Agentur, wo sie oft das Gefühl hatte, dass ihre harte Arbeit und ihr Engagement nicht die Anerkennung fanden, die sie verdiente.

Ihre betreuten Kunden liebten ihre Flexibilität und ihre Ideen.

Doch trotz unzähliger Überstunden und erfolgreicher Projekte erhielt sie selten Feedback oder Wertschätzung von ihren Vorgesetzten.

Dies führte dazu, dass sie sich unterbewertet fühlte und ihre Arbeitsmoral sank.

Nach schlaflosen Nächten wurde ihr bewusst, dass es so nicht weitergehen kann.

Jana hatte das Gefühl nichts richtig zu machen und nur eine Zacke in einem Zahnrad zu sein.

Ihr Job machte ihr eigentlich Spaß, doch aus den anfänglichen 40 Stunden wurden bei großen Projekten schnell mal 50 oder noch mehr Stunden.

Und dann rebellierte ihr Körper ganz nach dem Motto, wenn die Seele sagt: „Körper, auf mich hört sie nicht, geh du voraus.“

Ihr Arzt diagnostizierte ihr ein Erschöpfungssyndrom.

Nach einigen Wochen der Ruhe und Entspannung fand sie gemeinsam mit ihrem Coach heraus, was sie wirklich im Leben wollte.

Was ihr wirklich Spaß machte und in welchen Bereichen sie sich noch weiterentwickeln wollte.

Sie begann nach einem neuen Arbeitsumfeld zu suchen, das den Wert ihrer Mitarbeiter:innen erkennt und schätzt.

Sie achtete besonders auf Unternehmen, die für ihre positive Unternehmenskultur und Mitarbeiterförderung bekannt waren.

In Vorstellungsgesprächen stellte sie gezielte Fragen zur Feedback-Kultur und zu Weiterbildungsmöglichkeiten.

Schließlich nahm Jana ein Angebot bei einem mittelständischen Unternehmen an, das für seine exzellente Mitarbeiterführung bekannt ist.

Schon in den ersten Wochen bemerkte sie einen deutlichen Unterschied: Ihre Vorgesetzten und Kollegen gaben ihr regelmäßig positives Feedback, und ihre Arbeit wurde in Teammeetings häufig hervorgehoben.

Diese positive Bestätigung und Anerkennung ihrer Arbeit bewirkten Wunder für Janas Selbstbewusstsein und Arbeitsmoral.

Sie fühlte sich motivierter denn je, ihre Fähigkeiten weiter einzubringen und sich für das Unternehmen zu engagieren.

Die Wertschätzung ihrer Leistung bestärkte sie nicht nur in ihrem beruflichen Weg, sondern steigerte auch ihre allgemeine Zufriedenheit mit ihrer Arbeit und ihrem Leben.

Heute geht sie nach der Arbeit gut gelaunt und motiviert nach Hause und freut sich auf schöne Abende mit ihrem Partner und Unternehmungen mit Freunden.

Du siehst, wie entscheidend ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für die Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit ist.

Das Gefühl, dass die eigenen Tätigkeiten erkannt und geschätzt werden, kann ein starker Ansporn der eigenen Motivation und des beruflichen Wohlbefindens sein.

 

Frau im Hörsaal

 

Die Herausforderungen meistern

 

Arbeitszufriedenheit ist nicht immer leicht zu erreichen.

Besonders für Frauen können die Herausforderungen wie das Gender-Pay-Gap, ungleiche Aufstiegschancen und die Doppelbelastung durch Beruf und Familie die Arbeitszufriedenheit massiv beeinträchtigen.

Doch mit dem richtigen Fokus und Unterstützung lassen sich diese Hürden überwinden.

 

Veränderungen positiv sehen und zulassen

 

Menschen empfinden oft eine natürliche Abneigung gegen Veränderungen aus verschiedenen psychologischen und biologischen Gründen.

Die Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten kann Angst auslösen, da es ja unmöglich ist, die Konsequenzen neuer Situationen vorherzusehen.

Deshalb bevorzugen wir Menschen lieber Stabilität, weil sie ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.

 

Petra arbeitete seit mehr als zehn Jahren in derselben Abteilung eines großen Unternehmens.

Sie kannte ihre Aufgaben, die Abläufe und ihre Kollegen sehr gut und fühlte sich in ihrer Arbeitsumgebung sicher und wohl.

Als das Unternehmen jedoch ankündigte, dass es aufgrund digitaler Transformation viele Bereiche umstrukturieren würde, begann Petra, sich unsicher zu fühlen.

Die Ankündigung brachte viele Fragen und Unsicherheiten mit sich.

Petra wusste nicht, was genau die Umstrukturierung für ihre Position bedeuten würde, ob sie neue Fähigkeiten erlernen müsste, oder ob ihr Arbeitsplatz möglicherweise sogar gefährdet sein könnte.

Diese Unsicherheit löste bei ihr Angst aus.

Die Angst vor dem Unbekannten machte ihr zu schaffen, weil sie nicht abschätzen konnte, wie die Veränderungen ihr berufliches Leben beeinflussen würden.

Trotz der Versicherungen des Managements, dass die Veränderungen langfristig positive Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter haben würden, konnte Petra ihre Besorgnis nicht abschütteln.

Sie hatte sich an die Stabilität und Vorhersehbarkeit ihrer bisherigen Arbeitssituation gewöhnt und fand den Gedanken an Veränderung und die damit verbundene Unsicherheit beunruhigend.

Mit der Zeit und durch Gespräche mit ihrem Vorgesetzten, Teilnahme an Informationsveranstaltungen und Schulungen begann Petra, einen besseren Überblick über die bevorstehenden Veränderungen zu bekommen.

Obwohl die Angst vor dem Unbekannten anfangs überwältigend war, half ihr die schrittweise Auseinandersetzung mit den neuen Informationen und Fähigkeiten, ihre Unsicherheit zu überwinden und sich langsam an die veränderte Arbeitsumgebung anzupassen.

Dieses Beispiel zeigt, wie die Angst vor dem Unbekannten und die Unsicherheit über zukünftige Veränderungen das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit beeinträchtigen können.

Es macht deutlich, wie wichtig transparente Kommunikation und Unterstützungsangeboten durch den Arbeitgeber sind, um Mitarbeitern zu helfen, sich an neue Situationen anzupassen.

 

Gewohnheit und Komfortzone

 

Wir Menschen entwickeln Routinen und Gewohnheiten, die uns einerseits Komfort und andererseits auch Sicherheit bieten.

Veränderungen stören natürlich solche Routinen und zwingen uns Menschen dazu, uns außerhalb unserer Komfortzone zu bewegen.

Dass kann sich zunächst unangenehm anfühlen und als stressig empfunden werden.

 

Meine Kundin Lara ist eine erfahrene Buchhalterin, die seit über 15 Jahren für ein mittelständisches Unternehmen arbeitet.

Sie hat sich im Laufe der Jahre eine feste tägliche Routine erarbeitet, die es ihr ermöglicht, ihre Arbeit effizient und effektiv zu erledigen.

Ihre Aufgaben, die sie mit traditionellen Buchhaltungsmethoden und -software bewältigt, sind ihr vertraut und geben ihr ein Gefühl der Sicherheit.

Als das Unternehmen beschließt, auf ein neues, cloud-basiertes Buchhaltungssystem umzustellen, um Prozesse zu modernisieren und die Effizienz zu steigern, fühlt sich Lara plötzlich unsicher.

Die Aussicht, neue Software zu erlernen und sich an eine veränderte Arbeitsweise anpassen zu müssen, lösten bei ihr Stress und Widerstand aus.

Die Veränderung störte ihre gewohnten Abläufe und zwang sie, sich außerhalb ihrer Komfortzone zu bewegen.

Trotz Unterstützung durch Schulungen und das Angebot, bei Fragen Hilfe zu bekommen, empfindet Lara die Anpassungsphase als sehr herausfordernd.

Die Unsicherheit, ob sie die neuen Abläufe meistern kann, und die Veränderung ihrer langjährigen Routine machten ihr zu schaffen.

Die Veränderung fühlt sich für sie nicht nur unangenehm an, sondern lösten auch Befürchtungen aus, ob sie ihren Job genauso gut wie zuvor ausführen kann.

Mit der Zeit, Geduld und der Bereitschaft, sich auf die neuen Prozesse einzulassen, gelang es Lara schließlich, ihre anfänglichen Ängste zu überwinden.

Sie erkannte, dass das neue System ihre Arbeit nicht nur erleichtert, sondern auch Möglichkeiten bietet, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Der Schritt aus ihrer Komfortzone heraus war letztlich zu einer wertvollen Erfahrung, die ihr mehr Sicherheit im Umgang mit zukünftigen Veränderungen gibt.

Du siehst hier, wie tief verwurzelte Gewohnheiten und die Komfortzone bei Lara waren und durch Veränderungen im Arbeitsumfeld herausgefordert werden sind.

Es zeigt aber auch, dass die anfängliche Unbequemlichkeit und der Stress, die mit dem Verlassen der gewohnten Pfade aufkommen, überwunden werden können, wenn man bereit ist, sich auf Neues einzulassen.

 

kognitive Dissonanz als Bildcollage

 

Kognitive Dissonanz

 

Veränderungen können zu kognitiver Dissonanz führen, einem Zustand innerer Spannung, der entsteht, wenn neue Informationen den eigenen Überzeugungen und Werten widersprechen.

Um diese Spannung zu vermeiden, neigen Menschen dazu, Veränderungen aus dem Weg zu gehen.

 

Erika ist eine engagierte Umweltschützerin, die in einem Unternehmen arbeitet, das nachhaltige Produkte herstellt.

Sie ist stolz auf die umweltfreundliche Ausrichtung ihres Arbeitgebers und hat ihre private Lebensweise stark an ökologischen Prinzipien ausgerichtet.

Ihre Überzeugungen und Werte spiegeln sich in ihrem täglichen Tun wider, und sie betrachtet sich selbst als Teil einer Bewegung, die positiven Einfluss auf die Umwelt nimmt.

Als das Unternehmen jedoch aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen beschließt, einige seiner nachhaltigen Praktiken zu überdenken und teilweise Produkte einzuführen, die nicht vollständig den bisherigen Umweltstandards entsprechen, gerät Erika in einen inneren Konflikt.

Diese Veränderung steht im direkten Widerspruch zu ihren tief verwurzelten Überzeugungen und Werten in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Erika erlebt eine kognitive Dissonanz: einerseits möchte sie ihrem Arbeitgeber treu bleiben und ihre berufliche Position sichern, andererseits fühlt sie sich unwohl dabei, Teil einer Organisation zu sein, die Entscheidungen trifft, die ihren persönlichen Überzeugungen widersprechen.

Diese innere Spannung führt dazu, dass sie zunächst Widerstand gegen die Veränderungen im Unternehmen zeigt und nach Wegen sucht, die Entscheidungen zu hinterfragen oder Alternativen vorzuschlagen.

Um mit dieser kognitiven Dissonanz umzugehen, beginnt Erika, sich intensiver mit den Gründen für die Entscheidung des Unternehmens auseinanderzusetzen und diskutiert offen mit der Unternehmensführung über ihre Bedenken.

Gleichzeitig sucht sie nach Möglichkeiten, wie das Unternehmen trotz der neuen Produktlinien seinen ökologischen Fußabdruck minimieren kann.

Dieses Beispiel zeigt, wie Veränderungen, die den eigenen Überzeugungen, Werten oder Praktiken widersprechen, zu kognitiver Dissonanz führen können.

Es zeigt auch, dass der Umgang mit dieser inneren Spannung eine aktive Auseinandersetzung mit den Veränderungen notwendig macht damit Lösungen gefunden werden können, die es ermöglichen, die eigenen Werte mit den neuen Gegebenheiten in Einklang zu bringen.

 

Gefühl des Kontrollverlusts

 

Veränderungen können in uns das Gefühl hervorrufen, die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren.

Wir wollen aber alles unter Kontrolle halten, da es uns Sicherheit gibt und hilft, unsere Arbeitsumgebung vorhersehbar zu gestalten.

 

Anna ist eine erfahrene Lehrerin, die seit vielen Jahren an derselben Schule unterrichtet.

Sie hat ihre Unterrichtsmethoden perfektioniert und fühlt sich in ihrem Klassenzimmer und dem Schulalltag sehr sicher.

Ihre Routine gibt ihr das Gefühl von Kontrolle und Vorhersehbarkeit, was ihr wichtig ist, um effektiv zu arbeiten und einen positiven Einfluss auf ihre Schüler zu haben.

Als das Bildungsministerium jedoch ein neues Curriculum einführt, das signifikante Änderungen in den Lehrmethoden und Bewertungskriterien vorsieht, fühlt sich Anna plötzlich unsicher.

Die Aussicht, ihre vertrauten Unterrichtspläne überarbeiten zu müssen und sich mit neuen Technologien und Lehransätzen auseinandersetzen zu müssen, löst bei ihr Stress aus.

Sie empfindet die Veränderungen als Bedrohung für ihre gewohnte Kontrolle über den Unterrichtsprozess und fürchtet, dass sie nicht in der Lage sein wird, den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Diese Situation führt bei Anna zu einem Gefühl, die Kontrolle über ihre professionelle Arbeitsumgebung und teilweise auch über ihr Leben zu verlieren, da ihre Arbeit einen großen Teil ihrer Identität ausmacht.

Die Veränderung zwingt sie dazu, ihre Komfortzone zu verlassen, und sie muss neue Wege finden, um sich anzupassen und die gefühlte Kontrolle zurückzugewinnen.

Um damit umzugehen, beginnt Anna, sich aktiv weiterzubilden, nimmt an Fortbildungen teil und sucht den Austausch mit Kolleg:innen, die sich bereits mit den neuen Methoden vertraut gemacht haben.

Mit der Zeit gewinnt sie mehr Vertrauen in die neuen Techniken und erkennt, dass die Veränderungen auch Chancen für innovativen Unterricht und eine verbesserte Schülerbeteiligung bieten.

Das Beispiel von Anna zeigt, wie Veränderungen das Gefühl vermitteln können, die Kontrolle zu verlieren, und wie wichtig es ist, proaktiv zu handeln, um sich anzupassen und letztlich ein neues Gefühl der Sicherheit und Kontrolle in der veränderten Situation zu finden.

 

Figuren die mit Pfeilen verbunden sind

 

Soziale Bindungen

 

Veränderungen können auch bestehende soziale Beziehungen beeinträchtigen.

Die Angst, soziale Bindungen am Arbeitsplatz zu verlieren oder sich neuen Arbeitsgruppen anpassen zu müssen, kann einen Widerstand gegen Veränderungen hervorrufen.

Deshalb ist es so wichtig, dass die Mitarbeiter in Veränderungen mit einbezogen werden.

 

Markus arbeitet seit mehreren Jahren in einem mittelgroßen IT-Unternehmen, wo er ein enges Netzwerk aus Kollegen und Freunden aufgebaut hat.

Diese sozialen Bindungen sind ihm sehr wichtig, da sie ihm nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch bei persönlichen Herausforderungen Unterstützung bieten.

Als das Unternehmen jedoch eine Umstrukturierung ankündigt, die unter anderem die Versetzung von Mitarbeitern in andere Abteilungen oder sogar andere Standorte vorsieht, wird Markus nervös.

Die Aussicht, von seinem gewohnten Team getrennt zu werden und mit neuen Kollegen zusammenarbeiten zu müssen, die er nicht kennt und denen er möglicherweise nicht vertraut, löst bei ihm Sorgen und Ängste aus.

Die Angst, seine etablierten sozialen Bindungen zu verlieren und sich in einem neuen Team zurechtfinden zu müssen, führt bei Markus zu einem inneren Widerstand gegen die Umstrukturierung.

Er befürchtet, dass die Veränderungen nicht nur seine Arbeit, sondern auch sein soziales Umfeld im Unternehmen negativ beeinflussen werden.

Um mit dieser Situation umzugehen, sucht Markus das Gespräch mit seinem Vorgesetzten, um seine Bedenken zu äußern.

Gleichzeitig bemüht er sich, offen für die bevorstehenden Veränderungen zu sein, und nimmt an teambildenden Maßnahmen teil, um die neuen Kollegen kennenzulernen.

Mit der Zeit erkennt er, dass auch in der neuen Konstellation Möglichkeiten für den Aufbau wertvoller Beziehungen bestehen, und er beginnt, sich an das veränderte soziale Umfeld anzupassen.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie Veränderungen im Arbeitsumfeld bestehende soziale Beziehungen beeinträchtigen können.

Auch welche Rolle die Angst spielt, vor dem Verlust dieser Bindungen.

Sowie die Herausforderung, sich neuen sozialen Gruppen anzupassen, bei einem inneren Widerstand gegen Veränderungen.

Es zeigt auch, dass proaktive Kommunikation und Offenheit für neue Beziehungen dabei helfen können, diese Übergangsphase zu bewältigen.

 

Energie- und Ressourcenaufwand

 

Anpassungen an Veränderungen erfordern oft zusätzlichen Energie- und Ressourcenaufwand.

Das Erlernen neuer Fähigkeiten oder das Anpassen an neue Umstände kann von uns als zusätzliche Belastung empfunden werden, die viele gerne vermeiden würden.

 

Simone arbeitet als Kundenservice-Mitarbeiterin in einem Telekommunikationsunternehmen.

Durch der rasanten technologischen Entwicklungen in der Branche führt ihr Arbeitgeber regelmäßig neue Software und Kundendienstplattformen ein, um den Service zu verbessern und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Jede dieser Einführungen erfordert von Simone und ihren Kollegen, sich in Schulungen mit den neuen Systemen vertraut zu machen und ihre bisherige Arbeitsweise entsprechend anzupassen.

Während sie grundsätzlich offen für Neuerungen ist und die Bedeutung der technologischen Entwicklung anerkennt, empfindet sie den ständigen Lernprozess und die Anpassungen als anstrengend.

Neben ihrem regulären Arbeitspensum muss sie zusätzliche Zeit und Energie investieren, um die neuen Tools zu erlernen und effektiv zu nutzen.

Diese zusätzliche Belastung führt bei ihr zu Stress und dem Gefühl, ständig hinterherzuhinken, da kaum eine Anpassungsphase abgeschlossen ist, bevor die nächste beginnt.

Um mit dieser Herausforderung umzugehen, beginnt Simone, effektivere Strategien für das Zeitmanagement und das Lernen zu entwickeln.

Sie nutzt Online-Ressourcen, um sich außerhalb der Arbeitszeit weiterzubilden, und bildet mit einigen Kollegen eine Lerngruppe, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Obwohl die Maßnahmen zusätzliche Anstrengungen erfordern, helfen sie ihr, besser mit dem ständigen Wandel umzugehen und sich schneller an neue Systeme anzupassen.

Das Beispiel von Simone zeigt, dass Anpassungen an Veränderungen einen enormen zusätzlichen Energie- und Ressourcenaufwand erfordern können, der als weitere Belastung empfunden wird.

Es zeigt aber auch die Wichtigkeit, proaktive Strategien zu entwickeln, um mit den Herausforderungen umzugehen und die eigene Resilienz zu stärken.

 

Frau zieht ihren Pulli hoch und versteckt ihr Gesicht

 

Versagensangst

 

Die Angst vor dem Scheitern bei neuen Herausforderungen kann ebenfalls ein Grund sein, warum wir Menschen Veränderungen meiden.

Das Risiko, bei der Anpassung an neue Situationen zu scheitern, kann auf uns abschreckend wirken.

 

Tanja ist eine junge Ingenieurin, die vor kurzem die Chance bekommen hat, an einem innovativen Projekt in ihrem Unternehmen zu arbeiten.

Dieses Projekt würde nicht nur ihr Fachwissen erweitern, sondern ihr auch ermöglichen, eng mit führenden Experten zusammenzuarbeiten.

Trotz der offensichtlichen Vorteile und Möglichkeiten, die das Projekt bietet, zögert Tanja, das Angebot anzunehmen.

Der Grund für ihr Zögern ist ihre tiefe Versagensangst.

Tanja befürchtet, dass sie den hohen Erwartungen nicht gerecht werden und bei der Bewältigung der an sie gestellten Aufgaben scheitern könnte.

Diese Angst ist so lähmend, dass Tanja sie daran hindert, die Herausforderung anzunehmen, obwohl sie tief im Inneren weiß, dass die Teilnahme am Projekt ihr Können und ihre Karriere erheblich voranbringen könnte.

Um ihre Versagensangst zu überwinden, entscheidet sich Tanja schließlich, Unterstützung bei einer Mentorin zu suchen.

Die hilft ihr, ihre Ängste zu verbalisieren und Strategien zu entwickeln, um mit dem Druck umzugehen.

Sie arbeiten zusammen daran, Tanjas Selbstvertrauen aufzubauen, indem sie kleine, erreichbare Ziele setzen, die ihr helfen, ihre Fähigkeiten schrittweise zu erweitern und Erfolgserlebnisse zu sammeln.

Mit der Zeit gewinnt Tanja mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten und beginnt, ihre Angst vor dem Versagen als Teil des Lernprozesses zu akzeptieren.

Sie nimmt schließlich das Angebot an, am Projekt mitzuarbeiten, und obwohl sie anfangs einige Rückschläge erlebt, hilft ihr die erlernte Resilienz, diese zu überwinden und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Dieses Beispiel zeigt schön, wie die Angst vor dem Versagen Menschen davon abhalten kann, neue Herausforderungen anzunehmen und wie wichtig Unterstützung und die Entwicklung von Bewältigungsstrategien sind.

Einfach um diese Angst zu überwinden und so auch persönliches sowie berufliches Wachstum machbar zu machen.

Die Gründe für unsere Ängste und Emotionen sind tief in der menschlichen Psyche verwurzelt und spielen eine Rolle bei unserer natürlichen Tendenz, Veränderungen zu widerstehen.

Es ist aber wichtig, dass wir erkennen, dass Veränderungen auch Chancen für Wachstum und Verbesserung bieten können.

Mit der richtigen Unterstützung und Einstellung können wir alle lernen, uns an Veränderungen anzupassen und sie als Teil unseres Lebens zu akzeptieren und nicht nur als Herausforderung sondern auch als Inspiration anzunehmen.

Es gibt keine Fehler – nur Lernchancen!

 

Frau lächelt in die Kamera

 

Fazit

 

Arbeitszufriedenheit ist mehr als nur ein netter Zusatz im Berufsleben.

Sie ist eine wichtige Grundvoraussetzung für ein erfülltes und gesundes Leben.

Indem du die oben genannten Tipps beherzigst und aktiv an deiner beruflichen Zufriedenheit arbeitest, kannst du nicht nur deine eigene Lebensqualität verbessern, sondern auch einen positiven Einfluss auf dein Umfeld haben.

Denke daran, du verdienst es, in deinem Beruf glücklich und zufrieden zu sein!

Du hast nur ein Leben – mach das Beste daraus.

 

Brigitte gross 2021
Hallo, ich bin Brigitte.

Expertin für berufliche und persönliche Lebensbalance. Ich unterstütze leise Frauen dabei ihr Leben so zu gestalten, dass es ihrer Persönlichkeit entspricht. Damit sie die Balance wieder finden, ohne alles radikal verändern zu müssen und ohne egoistisch zu wirken.

Kontakt zu mir

 

Fotos: Martina Klein und Canva

Kündigen oder bleiben: Wie du die beste Entscheidung für deine Karriere triffst

 

Soll ich kündigen? 

 

Fast jede zweite Frau zwischen 30 und 39 Jahren fühlt sich im Job unzufrieden. Sie grübelt, zweifelt und fragt sich fast jeden Montagmorgen aufs Neue: Warum tue ich mir das an? Soll ich kündigen oder bleiben?

Wenn du gerade in dieser Situation steckst, mach dich nicht verrückt, du bist du nicht alleine in dieser Situation. Und du musst diese Entscheidung nicht unausgegoren treffen.

Dieser Artikel hilft dir, klar zu sehen, was wirklich hinter deiner Unzufriedenheit steckt, und eine Entscheidung zu treffen, die zu dir und deinem Leben passt.

 

Soll ich kündigen? Was die Zahlen sagen

 

Laut einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag von Xing E-Recruiting denkt fast jede zweite Beschäftigte im Alter zwischen 30 und 39 Jahren über einen Jobwechsel nach. Und laut einer Befragung von Ernst & Young liebäugeln sogar 63 Prozent der Beschäftigten mit einem neuen Job.

Das sind keine Ausreißer, sondern die Realität in vielen Büros.

Die Gründe sind vielfältig: zu wenig Anerkennung, ein schlechtes Arbeitsklima, fehlende Entwicklungsperspektiven, Konflikte mit Vorgesetzten, mangelnde Sinnhaftigkeit oder einfach das Gefühl, dass der Job nicht mehr zu einem passt.

Doch bevor du impulsiv kündigst, lohnt es sich, genau hinzuschauen.

 

Wann ist Kündigen die richtige Entscheidung?

 

Es gibt Situationen, in denen Kündigen nicht mutig, sondern notwendig ist. Wenn du diese Punkte erkennst, ist es wahrscheinlich Zeit, zu gehen:

 

Du hast alles versucht

 

Du hast Gespräche geführt, Kompromisse angeboten, Geduld gezeigt.

Nichts hat sich verändert.

Die Ursachen deiner Unzufriedenheit liegen nicht in dir, sondern in den internen Strukturen, die du allein nicht ändern kannst.

 

Deine Gesundheit leidet

 

Du hast Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung, erste körperliche Beschwerden haben keine medizinische Ursache gezeigt.

Dein Körper schickt dir ganz klare Signale, die du nicht einfach beiseiteschieben darfst.

 

Du erkennst dich selbst nicht mehr

 

Du bist reizbar, ziehst dich immer mehr zurück oder vieles ist dir gleichgültig geworden.

Das Gefühl, innerlich schon längst gekündigt zu haben, nennt man innere Kündigung.

Und das ist ein ernstzunehmendes Warnsignal.

 

Deine Werte und die des Unternehmens passen nicht zusammen

 

Das ist dann nicht mehr nur ein kurzfristiges Tief, sondern grundsätzlich und dauerhaft.

Du entwickelst dich weiter, da kann es passieren, dass die Unternehmenswerte und deine persönlichen nicht mehr zusammenpassen.

 

Es gibt keine Entwicklungsperspektive

 

Du stehst seit Jahren in deinem Job still und weißt, dass das auch so bleiben wird.

 

Wann lohnt es sich zu bleiben?

 

Genauso wichtig ist die andere Seite der Medaille.

Denn nicht jede Unzufriedenheit ist ein Zeichen, dass du gehen musst.

Diese Anzeichen sprechen dafür, erst noch einmal genauer hinzuschauen.

 

Du steckst in einer schwierigen Lebensphase

 

Privater Stress, ein Umzug, Trauer, eine Beziehungskrise.

Manchmal suchen wir im Job nach einem Ausweg aus Belastungen, die eigentlich woanders liegen.

Entscheide nicht aus einer Ausnahmesituation heraus, alles hinzuschmeißen.

 

Das Problem ist konkret und lösbar

 

Ein konkreter Konflikt mit einer Kollegin, ein Projekt, das dich auslaugt, eine Aufgabe, die nicht zu dir passt.

Wenn das Problem klar benennbar und veränderbar ist, lohnt sich zuerst ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten oder der Personalabteilung.

 

Du kennst deine Alternativen nicht

 

Wer kündigt, ohne zu wissen, was danach kommt, tauscht oft eine unsichere Situation gegen eine andere ein.

Das ist dann aber kein Fortschritt mehr, sondern pure Flucht ins Ungewisse.

 

Du schätzt viele Aspekte deines Jobs

 

Kollegen, die dir wichtig sind, Flexibilität bei den Arbeitszeiten oder mit Homeoffice, Sicherheit.

Womöglich auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die du noch nicht genutzt hast.

 

8 Fragen, die dir bei der Entscheidung helfen

Wo liegt das grundsätzliche Problem?

 

Bevor du die Kündigung auf den Tisch knallst, nimm dir Zeit, um zu reflektieren.

Was läuft grundlegend falsch?

Ist es das Gehalt, die Arbeitsbedingungen, der Umgang mit Kolleg:innen oder die fehlende Perspektive?

Schreibe deine Gedanken auf.

Je klarer du das Problem benennst, desto besser kannst du einschätzen, ob es lösbar ist oder nicht.

 

Frau spricht mit ihrem Vorgesetzten

Kann ein Gespräch etwas verändern?

 

Manchmal hilft ein offenes Gespräch mit dem oder der Vorgesetzten mehr, als man denkt.

Dein Chef oder deine Chefin kann keine Gedanken lesen.

Vielleicht gibt es Möglichkeiten zur Veränderung, die du bisher nicht gesehen hast.

Ein konstruktives Gespräch kann wirklich Dinge in Bewegung bringen.

Aber nur, wenn du konkret bist: Was möchtest du anders? Was brauchst du, um gut arbeiten zu können?

 

Können die Ursachen beseitigt werden?

 

Frag dich ehrlich: Gibt es realistische Wege, die Probleme zu lösen?

Kannst du aktiv dazu beitragen?

Manchmal sind es kleine Veränderungen im Alltag, die einen großen Unterschied machen.

Und manchmal sind es strukturelle Probleme, die du allein nicht lösen kannst.

Auch das ist dann keine Niederlage für dich.

 

Ist ein Jobwechsel wirklich die Lösung?

 

Ein neuer Job bedeutet nicht automatisch mehr Zufriedenheit.

Überleg dir:

Was nimmst du mit in den nächsten Job?

Welche Muster, welche Erwartungen, welche ungeklärten Fragen?

Welche Aspekte deines aktuellen Jobs schätzt du?

Welche möchtest du unbedingt anders?

Ein Jobwechsel sollte also gut durchdacht sein, damit er dich wirklich weiterbringt.

 

Frau sitzt frustriert auf der Couch

Gibt es private oder persönliche Belastungen?

 

Manchmal beeinflussen private Sorgen unsere berufliche Zufriedenheit stärker, als wir uns selbst gegenüber zugeben.

Wenn du dich gerade in einer schwierigen Lebensphase befindest, kann es klüger sein, erst die persönliche Situation zu stabilisieren, bevor du beruflich große Entscheidungen triffst.

 

Was sind deine beruflichen Ziele?

 

Wo möchtest du in fünf Jahren stehen?

Was willst du beruflich erreichen?

Eine Kündigung sollte dich deinen persönlichen Zielen näherbringen, nicht weiter von ihnen entfernen.

Wenn du deine Ziele nicht klar benennen kannst, ist das genauso ein wichtiger Hinweis.

Dann fehlt dir vielleicht nicht nur der richtige Job, sondern die künftige Richtung.

 

Wie ist deine finanzielle Lage?

 

Eine Kündigung kann finanzielle Unsicherheit mit sich bringen.

Wie lange könntest du ohne Einkommen auskommen?

Hast du einen Notgroschen?

Gibt es Möglichkeiten, schon vor der Kündigung einen neuen Job zu finden?

 

 

Frau sitzt am Tisch und blick zufrieden

Was sagt dein Bauchgefühl?

 

Wenn du alle Fakten abgewogen hast, spür in dich rein.

Was sagt dein Herz?

Manchmal weiß ein Teil von uns die Antwort schon, bevor wir die Fragen zu Ende gedacht haben.

 

Innere Kündigung: Wenn du schon längst innerlich gegangen bist

 

Manchmal braucht es keinen offiziellen Abgang, um nicht mehr wirklich da zu sein.

Innere Kündigung bedeutet: Du gehst jeden Tag zur Arbeit, erledigst das Nötigste, aber dein Herz ist schon woanders.

Du investierst keine Energie mehr, keine Ideen, keine Initiative.

Das ist ein Zeichen, das du ernst nehmen solltest.

Weder für dich noch für dein Unternehmen ist das auf Dauer eine Lösung.

Wenn du merkst, dass du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine bewusste Entscheidung, statt weiter in der Grauzone zu verharren.

 

Was du tun kannst, wenn du noch im Gedankenkarussell hängst

 

Manchmal dreht sich dieses Gedankenkarussell so lange, dass man das Gefühl hat, die Entscheidung sei unlösbar.

Das ist sie aber nicht.

Jede Entscheidung braucht Struktur.

 

Schreib eine Pros-und-Contras-Liste, aber geh tiefer: Welche Punkte haben wirkliches Gewicht? Welche Ängste tauchen auf, die nichts mit der Realität zu tun haben?

Sprich mit jemandem, der nicht direkt betroffen ist. Eine Freundin, die zuhört, ohne eigene Interessen zu haben. Oder einem Coach, der dir helfen kann, deine Gedanken zu sortieren.

Gib dir eine Frist. „Ich entscheide bis Ende des Monats“ ist besser als endloses Grübeln.

Entscheidungen brauchen einen Rahmen.

 

Wenn Gespräche nichts mehr bringen

 

Du hast das Gespräch gesucht, vielleicht sogar mehr als einmal.

Trotzdem hat sich nichts verändert und die Zusagen kamen und verschwanden auch wieder im Nirgendwo. Der Alltag blieb wie er war.

Das ist dann doch ein Zeichen, dass du an eine Grenze gestoßen bist, die du selbst so nicht gezogen hast.

Aus Personalersicht weiß ich: Manche Strukturen lassen sich von innen nicht verändern.

Kein noch so gutes Gespräch ändert einen Chef, der nicht führen kann.

Kein noch so langer Geduldsfaden rettet eine Unternehmenskultur, die auf Druck statt auf Vertrauen aufgebaut ist.

Wenn du merkst, dass du die verfahrene Situationen immer besser erklären kannst, aber nichts besser wird, ist das oft genug Information für dich.

Du musst nicht länger warten, bis du total erschöpft und ausgepowert bist, um dir zu erlauben zu gehen.

 

Was du brauchst, bevor du entscheidest

 

Viele Frauen treffen die Entscheidung entweder aus einem Frust heraus, oder schieben sie so lange vor sich her, bis der Körper sagt: Bis hierher und nicht weiter. Dann trifft er eine Entscheidung für dich.

Beides ist kein guter Ausgangspunkt.

Was wirklich hilft, ist eine kurze Bestandsaufnahme für dich persönlich. Nicht die Sicht von außen, sondern von dir aus gesehen.

 

Drei Fragen, die du dir ehrlich beantworten solltest

 

1. Wie war das letzte halbe Jahr wirklich?

 

Nicht was nach außen hin in Ordnung ausgesehen hat, sondern wie du Sonntagnachmittags drauf warst.

Wie du auf den anstehenden Montag reagiert hast.

Was du dir immer wieder gedacht, aber nie laut ausgesprochen hast.

 

2. Gibt es noch etwas, das du am Job schätzt, oder schaust du nur noch auf die Uhr?

 

Das ist dann aber kein Werturteil, sondern eine wichtige Information für dich.

Wenn du noch etwas findest, was dir Freude macht, hast du oft mehr Spielraum als du denkst.

Wenn du aber nur noch abwartest, hast du die Entscheidung innerlich oft schon getroffen.

 

3. Was brauchst du, damit Arbeit sich wieder stimmig anfühlt?

 

Den perfekten Job gibt es nicht, um das mal klarzustellen.

Er muss auch nicht zwingend traumhaft sein, aber stimmig für dich.

 

Wenn du auf diese drei Fragen keine Antwort hast, ist das bereits der erste Hinweis: Hier braucht es etwas mehr Struktur. Nicht noch mehr Grübelschleifen, sondern ein klares Vorgehen.

 

Selbstcheck: Bin ich wirklich noch am richtigen Platz?

 

Beantworte jede Frage ehrlich, mit Ja oder Nein.

Keine langen Erklärungen, vertrau auf deine erste Reaktion.

 

1. Wenn du morgen früh aufwachst und an den Arbeitstag denkst, ist dein erster Impuls eher Gleichgültigkeit oder ein Ziehen im Bauch?

☐ Ja, das kenne ich, fast jeden Tag

☐ Nein, meistens geht’s mir noch ganz gut

 

2. Hast du in den letzten drei Monaten öfter gedacht: „Wenn ich könnte, würde ich morgen aufhören“?

☐ Ja, dieser Gedanke ist fast schon vertraut

☐ Nein, das denke ich selten oder gar nicht

 

3. Gibt es Aspekte in deinem Job, die du klar benennen kannst und die du genießt?

☐ Ja, da fallen mir sofort ein oder zwei Dinge ein

☐ Nein, mir fällt gerade wirklich nichts ein

 

4. Hast du das Gefühl, dass du deine Stärken in diesem Job einsetzen kannst?

☐ Ja, zumindest teilweise

☐ Nein, ich funktioniere, aber ich bring nicht wirklich mich mit rein

 

5. Wenn du dir vorstellst, noch zwei weitere Jahre genau so zu arbeiten wie jetzt, wie reagiert dein Körper auf diesen Gedanken?

☐ Ja, das macht mir etwas aus, das fühlt sich schwer an

☐ Nein, ich kann damit leben, auch wenn es nicht ideal ist

 

Was dein Ergebnis bedeutet

 

3–5 × Ja bei Fragen 1, 2, 4, 5 (und Nein bei Frage 3)

Dein Job kostet dich gerade mehr, als er dir gibt. Das ist noch kein großes Drama, aber es ist ein erstes klares Signal, genauer hinzuschauen. Nicht auch nicht unbedingt, um gleich zu kündigen, sondern um erst mal zu verstehen, was sich ändern muss.

Gemischtes Bild

Du steckst wahrscheinlich in einer Phase, in der noch nicht alles klar ist, das ist normal. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine ruhige, strukturierte Bestandsaufnahme, bevor die Entscheidung dich einholt.

Überwiegend Nein (bei Fragen 1, 2, 5) und Ja (bei 3 und 4)

Vielleicht geht es nicht ums Kündigen, sondern mehr ums Feintuning. Was läuft gut? Was würdest du gern anders? Manchmal liegt die Lösung näher als mal denkt.

 

Kündigen oder bleiben

 

Du hast die Wahl – IMMER

 

Am Ende ist die Entscheidung, ob du kündigst oder bleibst, eine sehr persönliche.

Sie hängt von deiner Situation, deinen Zielen, deinen Werten und deinem Bauchgefühl ab.

Was ich dir sagen kann:

Jeder Mensch verdient einen Job, der zu ihm passt.

Nicht den perfekten Job, aber einen, bei dem die wichtigen Dinge stimmen.

 

Du merkst, dass dir der Selbstcheck mehr zeigt, als du erwartet hast?

Dann ist mein Online-Kurs „Kündigen? Ja oder Nein – Deine berufliche Entscheidungsfindung“ der nächste sinnvolle Schritt für dich.

Dahinter verbirgt sich ein klarer Prozess, der dir hilft, dich selbst zu verstehen und dann eine Entscheidung zu treffen, die wirklich zu dir passt.

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Du hast die Wahl. Triff sie bewusst.

Alles Gute auf deinem Weg

Brigitte

 

Brigitte Kleinhenz
Über die Autorin

Brigitte Kleinhenz ist Berufspädagogin und systemischer Coach sowie Karriere Coach und Stärken Mentorin für berufliche Balance. Seit über 25 Jahren arbeitet sie im HR Bereich und der Personalentwicklung – in einem männerdominierten Unternehmen. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren Job wieder passend zu machen: mit Neuorientierung, Job Feintuning und stimmigen nächsten Schritten. Sie schreibt über berufliche Balance und Karrierewege und begleitet ihre Kundinnen ausschließlich online.

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Bilder und Grafiken mit einer Canva Pro Lizenz genutzt. ©Canva

Fotos: Sabine Kristan

FAQ: Kündigen oder bleiben?

 

Soll ich kündigen oder bleiben, wenn ich nur noch erschöpft bin?

Dauernde Erschöpfung über Wochen oder Monate ist ein Warnsignal, das du nicht übergehen solltest. Prüfe zuerst: Kommt die Erschöpfung aus dem Job selbst, aus dem Umfeld oder aus deiner privaten Lage? Wenn der Job die Hauptursache ist und sich nichts verändert, obwohl du Gespräche geführt hast, darf Kündigen eine ernsthafte Option sein.

 

Ist kündigen ohne neuen Job eine schlechte Idee?

Nicht grundsätzlich, denn es kommt darauf an, wie belastend die Situation ist und ob du dir eine Auszeit finanziell leisten kannst. Wer aus einer Notlage heraus kündigt und dann aus Druck den nächsten Job annimmt, landet oft in einer ähnlichen Situation wie vorher. Wenn möglich: erst Orientierung, dann Entscheidung.

 

Wann lohnt sich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber?

Dann, wenn das Problem konkret und benennbar ist, wenn dein Gegenüber grundsätzlich offen wirkt und wenn es realistische Stellschrauben gibt. Ohne Bereitschaft auf der anderen Seite bringt das Gespräch meist wenig außer Frust.

 

Woher weiß ich, ob ich den falschen Job habe?

Ein starkes Signal ist, wenn du dich dauerhaft verbiegst, wenn deine Stärken keine Rolle spielen und wenn dir der Gedanke „noch zwei Jahre so“ körperlich schwer wird. Oft passt dann nicht nur ein Detail nicht, sondern der ganze Rahmen.

 

Wie erkenne ich eine innere Kündigung bei mir selbst?

Du erledigst das Nötigste, aber keine Initiative mehr und du bringst keine Ideen ein. Die Arbeit macht dir weder Freude noch macht sie dir etwas aus, sie ist einfach da. Du redest privat immer häufiger negativ über die Arbeit, ohne dass etwas folgt. Das ist die innere Kündigung. Und sie ist ein deutliches Signal, das Handlung braucht.

 

Was, wenn ich Angst vor der falschen Entscheidung habe?

Angst gehört dazu, sie zeigt, dass dir die Entscheidung wichtig ist. Entscheidend ist, dass du wegen ihr nicht einfach stillhältst. Wer aus Angst vor Fehlern gar nichts tut, entscheidet sich ebenfalls, nur unbewusst. Besser ist es mit Struktur hinzuschauen, was wirklich hinter der Angst steckt.

 

Wie treffe ich eine gute Entscheidung zwischen kündigen oder bleiben?

Sortiere zuerst, was wirklich das Problem ist. Danach schaust du: Was lässt sich ändern, was nicht? Was brauchst du, damit Arbeit sich für dich stimmig anfühlt? Und was sagt dein Bauchgefühl, wenn du alle Fakten beiseitelässt? Diese drei Ebenen – Kopf, Möglichkeiten, Gefühl – zusammen geben dir ein klareres Bild.

 

Introvertiert im Beruf und trotzdem sich selbst treu bleiben

 

In diesem Artikel geht’s darum, wie du selbst treu bleiben kannst, ohne dich unsichtbar zu machen. Wie du Entscheidungen triffst, die zu deinen Werten passen, wie du dich nicht von Erfolgsdruck und Vergleichen treiben lässt. Und wie du dir einen beruflichen Weg baust, der zu deiner Persönlichkeit passt (statt zu irgendeiner lauten Idealvorstellung).

 

Praktische Impulse für leise Frauen

 

Als leise, eher zurückhaltende Frau fühlte ich mich bei meinem beruflichen Start schnell verloren und hab mich gefragt, wie ich mir selbst treu bleiben kann.

Gerade im männlich geprägten Arbeitsumfeld bekommt man als introvertierte Frau schnell das Gefühl, dass es überall Menschen gibt, die sich „lautstark“ nach außen präsentieren, sehr von sich überzeugt sind und auf einer beruflichen Erfolgswelle schwimmen.

Klar geht unser neugieriger, unerfahrener Blick erst mal zu solchen Menschen.

Ganz egal, ob introvertiert oder extrovertiert.

Wir suchen uns berufliche Vorbilder, an denen wir uns orientieren können.

Den leisen Zeitgenossinnen unter uns Frauen wird aber sehr schnell klar, dass sich irgendetwas komisch anfühlt.

In unserer Sehnsucht, auch so schnell wie möglich vorwärtszukommen und erfolgreich auf der Karriereleiter zu sein, probieren wir uns an Tipps und Tricks, die uns nach kürzester Zeit enorm viel Energie saugen und völlig gegen unsere wichtigsten Werte gehen.

Damit du einfacher einen Weg in deinen inspirierenden Beruf findest, der dir genug Energie und Rückzug ermöglicht, möchte ich ein paar Erfahrungen aus meinem beruflichen Alltag mit dir teilen.

Über die Jahre habe ich für mich herausgefunden, welche Bereiche des Berufslebens mir Kraft rauben und welche mir richtig guttun.

Ein Berufsleben auf meine Art, mit dem ich mich wohlfühle und zu jeder Zeit die beste Version meiner Selbst und zum Wohle für meinen Arbeitgeber als auch meine eigenen Kundinnen sein kann.

Aber wie geht das? Introvertiert im Beruf und wie du dir selbst treu bleibst.

 

Meine Werte und meine Intuition

 

Über die Jahre habe ich gelernt, dass meine Werte und meine Intuition wichtige Werkzeuge sind.

Sie helfen mir, jenseits der lauten „Du sollst“ – und „Du musst“ – Ratschläge klare Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit meiner leisen Persönlichkeit und meinen eigenen Zielen für meine Berufstätigkeit stehen.

Denn im Grunde musst du es niemandem recht machen – außer dir selbst.

 

Weniger Online-Meetings, mehr schriftlicher Austausch

 

Teams-Calls und andere Online-Meetings ziehen von uns leisen Frauen oft viel Kraft.

Um meine Energie hochzuhalten, schreibe ich manchmal lieber eine E-Mail oder eine kurze Chat-Nachricht. Mich schriftlich auszudrücken, hilft mir, meine Gedanken klar zu formulieren und gleichzeitig auch Raum zum Nachdenken zu haben.

Natürlich gibt es Situationen, in denen es gut ist, direktes Feedback zu bekommen oder dein Gegenüber auch zu sehen.

Aber in der Zwischenzeit darfst du wieder neue Energie tanken, für solche wichtigen Calls.

 

sich selbst treu bleiben - Teambesprechung

 

Große Besprechungen kosten Kraft

 

Teambesprechungen in großer Runde sind für introvertierte Menschen manchmal herausfordernd.

Wir bekommen nicht die Zeit, die wir zum Nachdenken normalerweise brauchen.

Tiefgehende Gespräche bleiben auf der Strecke.

Deshalb arbeite ich in meinem eigenen Business hauptsächlich 1:1.

Durch die persönliche Verbindung kann ich mich intensiver auf die Bedürfnisse und Ziele meiner Kundinnen einstellen.

Das schöne Ergebnis dabei ist eine tiefere und nachhaltigere Zusammenarbeit.

 

Zusammenarbeit im Team

 

Teamarbeit ist ein wichtiger Bestandteil im Beruf.

Als introvertierte Person fällt es dir leichter mit Menschen zusammenzuarbeiten, die du schätzt und die mit dir die gleichen Werte teilen.

Das ist für mich das Geheimnis einer erfüllenden Zusammenarbeit.

 

sich selbst treu bleiben - 2 Frauen die sich anschauen, eine lächelt

 

Vergleiche sind verboten

 

Vergleiche mit anderen (extrovertierten) Kolleg:innen können zu Selbstzweifeln und Unzufriedenheit führen.

Anstatt mich mit anderen zu vergleichen, konzentriere ich mich darauf, meinen eigenen beruflichen Weg zu gehen und meine Erfolge an meinen eigenen Maßstäben zu messen.

Das hilft mir, mich auf mein persönliches Wachstum und meine Entwicklung zu konzentrieren.

Deshalb stelle ich mir die Frage: „Was habe ich heute besser gemacht als gestern.“

 

4 kleine Leitern, wobei jede etwas größer ist und oberhalb der letzten Leiter eine Glühbirne zu sehen ist

 

Was du für dich mitnehmen kannst

 

Dein beruflicher Weg als introvertierte Frau mag dir manchmal diffus und einsam erscheinen.

Vertraue auf deine Werte und deiner Intuition, um klare Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit deiner Persönlichkeit und deinen beruflichen Zielen stehen.

So kannst du dir selbst treu bleiben und musst dich nicht verbiegen.

Lass dich von lauten Stimmen, Erfolgsdruck und Vergleichen nicht ablenken.

Arbeite mit Menschen, die deine Werte teilen und dich persönlich bereichern.

Deine Reise als introvertierte, beruflich engagierte Frau ist einzigartig.

Erschaff dir einen Beruf, der dich erfüllt und deine leisen Stärken auch zum Leuchten bringt.

Denn du bist genau richtig, so wie du bist! Deine stillen Stärken sind ein Geschenk, das die Welt dringend braucht.

 

Wenn du jetzt denkst: „Ich weiß aber nicht so richtig, was ich will.“ dann schau dir mein Online-Training „Was will ich wirklich?“ an. Der Selbstlernkurs zeigt dir:

 

  • Wie du mehr Farbe in dein Leben bringst.

 

  • Wie du Klarheit bekommst, was zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

 

  • Er ist der Grundpfeiler für dein glückliches (berufliches) Leben und lässt dich ganz easy herausfinden, was du wirklich willst, ohne dich länger zu verbiegen.

 

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Frau hat Laptop auf dem Schoß liegen und schaut in den Bildschirm

 

Viel Spaß beim Entdecken deiner Puzzleteile, damit sich dein Leben nicht mehr so zäh wie Lakritze anfühlt und du glücklich wirst.

 

Und wenn du dich gerade irgendwo zwischen Funktionieren und Erschöpfung wiederfindest, dann lass uns sprechen.

Im Balance-Gespräch schauen wir gemeinsam, was dich aktuell aus dem Gleichgewicht bringt, was du wirklich brauchst und was dein nächster Schritt sein kann, ohne dass du dich weiter verbiegst.

 

 

Brigitte Kleinhenz
Hallo, ich bin Brigitte,

Stärken Mentorin für berufliche Balance und systemischer Coach. Ich begleite Frauen, die merken, dass ihr Job nicht mehr ganz zu ihnen passt und unterstütze sie dabei, ihre leise, kraftvolle Seite neu zu entdecken. Gemeinsam gestalten wir ein Berufsleben, das Sinn macht, guttut und sich echt anfühlt. Schritt für Schritt, ohne alles auf den Kopf zu stellen.

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Bilder: Sabine Kristan und Canva

 

12 von 12 im Januar 2024 – Rhön im leichten Winterkleid

 

Das ist mein 12 von 12 Rückblick im Januar 2024

12 von 12

 

 

 

5:50 Uhr klingelt der Wecker

Das ist sogar eine Stunde später als normal, aber heute bin ich im Homeoffice.

Die Todo-Liste ist lang, deshalb starte ich ohne großes Frühstück.

 

Tastatur mit Hand

 

Wenn sich nur die Hände bewegen, wird es langsam kalt.

 

Feuer im Kachelofen

 

8:00 Uhr Kachelofen anschüren, damit es wieder kuschelig wird.

 

Altpapier

 

Mittagspause – schnell mal das Altpapier startklar machen für die Tonne

 

Frau mit Bildschirm

 

15:30 Uhr fast GESCHAFFT.

Schnell noch was an einer Präsentation ändern, bevor es zum Essen auf den Berg geht.

 

Dorf

 

Irgendwie trostlos draußen, so ohne Schnee, oder?

 

Bäume mit Rauhreif

 

Am Berg ist auf den Bäumen schon Rauhreif zu sehen

 

Temperaturanzeige

 

Es wird immer kälter – jetzt sind es schon minus 3,5 Grad am Berg.

 

Nebel am Berg

 

Auweia, der Nebel wird immer dicker

 

Berg im Nebel

 

Und plötzlich reißt es etwas auf.

 

Rauhreif am Baum

 

Wie verzaubert sehen sie aus – die Bäume.

 

Berghaus-Prospekt

 

Dafür ist es im Berghaus schön kuschelig warm.

 

Semmelknödel mit Pilzrahm

 

Heute ist mir nach Semmelknödel mit Pilzrahm. LECKER!

 

Rhönforelle gebraten

 

Rhönforelle gebraten für meinen Mann.

Esse ich sonst immer.

Auch sehr lecker.

 

Berghaus Rhön am Abend

 

Schöne Abendstimmung – aber zu kalt draußen für mein Vater seiner Tochter. Brrrr…

 

 

Und, wie hast du diesen Freitag verbracht?

 

Brigitte gross 2021
Hallo, ich bin Brigitte. Karrierecoach für angestellte, leise Frauen. Beruflichen Träumen zu folgen, beflügelt – in jedem Lebensbereich! Ich begleite dich dabei, deine Stärken und Ressourcen zu entdecken, ein klares Zielbild zu entwickeln und zu erkennen, was noch in dir steckt und gelebt werden darf, ohne alles auf den Kopf stellen zu müssen und ohne egoistisch zu sein. Du hast es verdient, morgens gerne aus dem Bett zu hüpfen.

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