Was will ich wirklich?

 

Immer wieder höre ich, dass Frauen sagen, sie möchten einen Job, der ihnen genügend Zeit für die Familie und ihre persönlichen Bedürfnisse lässt und finden sich nach einigen Jahren im Beruf in einem Gefühlschaos wieder.

Sie fühlen sich über- oder unterfordert. Sie merken, dass sich etwas ändern muss.

Ihre Aufgaben füllen sie einfach nicht aus.

Sie möchten sich aber trotzdem beruflich verwirklichen können.

Hmmm, diese Aussagen kommen übrigens genau in dieser Reihenfolge.

 

Also zuerst die Familie glücklich machen.

Dann der Job.

Und an dritter Stelle wollen sie sich selbst glücklich machen.

 

Merkst du dass hier etwas falsch läuft? 

Das soll keine Wertung sein! Das liegt mir fern.

Nur wenn DU glücklich bist, kann auch deine Familie glücklich sein.

Das vergessen leider viele Frauen.

Du bist hier in einer Nebenrolle unterwegs. Du erlaubst dir nur dann glücklich zu sein, wenn du alle anderen in deiner Familie glücklich gemacht hast.

Und das ganz unbewusst.

Und gleichzeitig sagen viele meiner Klientinnen, dass sie dafür nicht studiert, eine Ausbildung und Weiterbildungsmaßnahmen überstanden und an ihrer Karriere gearbeitet haben.

Sie wollen mehr soziale Kontakte auch außerhalb der Familie und Kinderwelt.

Sie suchen Herausforderungen und fühlen sich gleichzeitig materiell eingeengt.

Deshalb dreh die Reihenfolge um – und NEIN – das hat nichts mit Egoismus zu tun!

 

Dein Dreieck aus Familie – Beruf und DICH persönlich

 

Achte darauf, dass dein Dreieck aus Familie, Beruf und Ich immer wieder ausbalanciert wird.

Wenn eine Ecke zu stark beansprucht ist, kippt dein gefühltes inneres Dreieck.

Steuere rechtzeitig gegen um dein Gleichgewicht wieder herzustellen.

So kannst du wirklich erfolgreich in deinem Leben sein.

 

Wenn gerade eines deiner Dreiecks-Ecken am kippen ist, dann stelle dir folgende Fragen:

 

Was willst ICH wirklich?

Was will ich wirklich im Leben?

Was macht MICH glücklich?

Welche Gefühle bestimmen meinen Alltag?

 

Beobachte dich selbst, um mehr über deine Gefühle herauszufinden

 

Steigst du morgens ganz mechanisch aus deinem Bett, machst dich im Bad fertig und lebst du erst nach dem Morgenkaffee oder Tee so richtig auf?

Versuche morgens in dich hineinzuhorchen!

Lass dir Zeit und schaue, was in deinem Innern vor sich geht.

Achte mal darauf, welches Gefühl, welche Stimmung gerade in dir ist.

Halte jeweils einen Moment inne, wenn du etwas spürst.

Gefühle erleben heißt vor allem: Sie wahrnehmen.

Dein Körper liefert dir wichtige Hinweise zum besseren Verstehen deiner eigenen Empfindungen.

Mach morgens mal alles, was du tust, etwas langsamer als normalerweise.

Und horch mal in dich hinein.

 

So erkennst du deine Emotionen besser

 

Gefühle von Unsicherheit spürst du meist in der Magengegend.

Wenn du deine Zähne aufeinanderbeißt oder eine Hand, oder vielleicht auch beide, unbewusst zu einer Faust ballst, signalisiert das eine innere Aggressivität.

Sollten deine Schultern hochgezogen sein oder dein Rücken rund gebogen, ist das oftmals ein Anzeichen für Ängste und Widerwillen.

Ich kann mich noch gut an meine Jugend erinnern, als meine Mutter immer wieder mal gesagt hat: Mach keinen Katzenbuckel. Setz dich grade hin.

Beobachte dich über einen längeren Zeitraum selbst.

Denn diese Wahrnehmungen lassen sich nicht erzwingen.

Und horche tief in dich hinein.

 

Wie bei jeder Münze gibt es auch hier zwei Seiten

 

Du gehst morgens ins Büro und fragst dich: „Geht mir heute alles leicht von der Hand, oder sträubt sich etwas in mir vor den anstehenden Aufgaben?“

Du machst Samstag den Wohnungsputz und fragst dich: „Genieße ich es, wenn wieder alles schön sauber ist, oder bin ich verärgert, weil mein Partner sich zu wenig in den Haushalt einbringt?“

Du bist am Sonntag alleine Zuhause und fragst dich: „Tut es mir gut, mal machen zu können, was ich will, oder hätte ich jetzt lieber Gesellschaft?“

Du hörst von Freunden, wie sie von ihrer Arbeit schwärmen.

Wie geht es dir damit?

 

Übung macht den Meister

 

Wenn es dir zu viel mit dem in dich hineinhorchen wird, was leicht passieren kann, dann mach eine Pause.

Denn sobald du einen Widerstand spürst, dann ist das genau DEIN Thema.

Wie sagte meine Oma immer: „Übung macht den Meister.“

Das ist auch beim Wahrnehmen der eigenen Gefühlen so.

Bleib dran. Die Mühe lohnt sich.

Mehr zum Thema Emotionen findest du im Beitrag “Kennst du deine 10 wichtigsten Emotionen, die dir Energie geben”.

Wenn du Unterstützung bei deiner Veränderung suchst, dich, deine Gedanken und Gefühle sortieren willst und herausfinden möchtest, was dich wirklich ausmacht, dann schau dir mal den PERSONALITY PROFILER an.

Damit kommst du dir einen entscheidenden Schritt mehr auf die Schliche. 😉

 

Brigitte gross 2021
Hallo, ich bin Brigitte. Als systemischer Coach begleite ich Frauen dabei, die todunglücklich an ihrem Schreibtisch sitzen, ihre berufliche Neuorientierung zu finden. Deine Arbeit darf dir Spaß machen, Dich herausfordern und sich sinnvoll anfühlen. Lass uns gemeinsam den Weg dorthin gehen.

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