Es wird nicht einfach, als Mutter zurück in den Beruf zu kehren, aber du kannst den Stress durch sorgfältige Planung reduzieren.

Die meisten Mütter überkommen große Emotionen, wenn sie nach der Geburt eines Kindes wieder zur Arbeit zurückkehren – einige von ihnen sind auch widersprüchlich: Du kannst traurig sein, dein Baby zu verlassen. Möglicherweise fühlst du dich aber auch erleichtert, wenn Erzieherinnen in der Kita dein Baby übernehmen, während du in deinen Job zurückkehrst und dich darauf freust. Und dann könntest du dich wegen dieser Erleichterung schuldig fühlen!

Du könntest auch Bedenken haben, dein Kind in der Obhut einer anderen Person zu lassen. Vielleicht bist du auch wütend, dass es nicht mehr (oder keinen) längeren Mutterschaftsurlaub gibt.

Was auch immer du fühlst, macht total Sinn.

Der Weg zurück in den Beruf ist ein großer Sprung. Die Forschung zeigt, dass für viele Frauen die Rückkehr in den Beruf früher erfolgt als sie bereit sind und schwieriger als erwartet.

Es gibt einige konkrete Dinge, die du tun kannst, um dich an eine neue Routine zu gewöhnen.

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1. Du brauchst eine neue Logistik 

 

Glaub nicht, dass deine früheren Routinen und Gewohnheiten noch funktionieren.

Zur Arbeit zu kommen, wird schon eine völlig neue Herausforderung sein.

Das geht los mit dem Packen von Babytaschen oder das hinter sich lassen von früheren Gewohnheiten, wie morgens gemütlich einen Tee zu trinken.

Es erfordert das Mitschleppen einer Milchpumpe oder deines Babys, wenn dein Kind eine Kindertagesstätte in der Nähe deiner Arbeit besucht oder zur Tagesmutter geht.

Wenn du eine achtsame Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub planst, mach dir Gedanken darüber, wie deine Morgen- und Abendstunden funktionieren, und arbeite für dich einen Startplan aus.

Ja, du wirst gleich zu Beginn und im Laufe der Zeit Dinge lernen, die du ändern wirst.

Aber du wirst dich wohler fühlen, wenn du eine vorbereitende Strategie und Routine hast.

 

2. Zeig deinem Baby deinen Arbeitsplatz, bevor du wieder startest 

 

Es ist nie zu früh deinem Nachwuchs zu zeigen, warum dir deine Arbeit wichtig ist.

Isabel, die nach der Geburt ihres ersten Sohnes wieder als Speditionskauffrau tätig war, empfiehlt, zeigt deinem Baby deinen Arbeitsplatz, bevor du wieder startest.

Auf diese Weise kannst du beide Welten ein klein wenig verschmelzen und deine neue Realität auch für deine Kolleg:Innen und deine Vorgesetzten sichtbar machen.

Außerdem haben Babys einen Magneten in sich, der Menschen anzieht. 😉

Dein Kind wird wahrscheinlich bald einen Fanclub um sich haben und du hast die Chance es selbst deinen eher ruhigen Kollegen vorzustellen.

Und du hast die Chance deinem Kind zu zeigen, wo du deine Zeit verbringen wirst, und erklären, warum.

Natürlich wird es das nicht verstehen, aber du wirst es, und darauf kommt es an!

 

3. Führe einen Probelauf für die Kinderbetreuung durch (und geh in der Zeit zum Friseur) 

 

Was auch immer du dir für eine Morgenroutine einfallen lässt, probiere es mehrfach aus, bevor du wieder in den Beruf zurückkehrst.

Das wird es allen leichter machen.

So kannst du deine Routine hin zur morgendlichen Kinderbetreuung üben, sehen, was funktioniert, und sie optimieren.

In der Zeit kannst du – Bonus! – ein paar Stunden Zeit ganz allein für dich haben und sie nutzen.

Du hast sie dir verdient.

Um dir einen neuen Haarschnitt zu gönnen, einen gemütlichen Einkaufsbummel zu machen oder was auch immer dir dabei hilft, dich gut zu fühlen und mal wieder zu entspannen.

 

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4. Starte mit dem Wiedereinstieg unter der Woche. 

 

Die erste Woche wird anstrengend.

Starte an einem Donnerstag, wenn es möglich ist.

Es ist so viel einfacher.

Du bist dadurch dem Wochenende sehr viel näher.

Kannst dich schneller wieder ausruhen und darüber nachdenken, was in den ersten beiden Tagen funktioniert hat und was du vor deiner ersten vollen Arbeitswoche optimieren musst.

 

5. Wenn möglich, kehre schrittweise zurück. 

 

Mache kleine Schritte.

Wenn es geht, nutze etwas Urlaub, um in den ersten Wochen ein paar Tage frei zu haben.

Oder starte in Teilzeit, damit du dich daran gewöhnst, von deinem Baby weg zu sein und an deine neuen Routinen.

Melanie hat zum Beispiel von ihrem Urlaub fünf Tage so genutzt, dass sie an den ersten fünf Freitagen ihres Wiedereinstieges zu Hause war.

 

6. Wenn du die Option hast, im Homeoffice zu arbeiten, solltest du das nutzen 

 

Immer mehr Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeiter:Innen auch im Homeoffice arbeiten.

Das geht aber nicht in allen Berufszweigen.

Wenn es in deiner Branche möglich ist, nutze es.

Steffi konnte zu Beginn zwei Tage in der Woche von zu Hause arbeiten, was ihr nicht nur den Übergang erleichterte, sondern ihr auch half, die Milchversorgung etwas besser aufrechtzuerhalten, da sie stillte.

Wenn du von zu Hause arbeiten möchtest, überlege dir, wie es funktionieren kann und spreche mit deinem Vorgesetzten darüber.

Seit der Pandemie ist Homeoffice leichter möglich und wird auch besser akzeptiert.

 

7. Tausche dich mit berufstätigen Müttern aus 

 

„Als ich in Elternzeit war, hatte ich große Unterstützung durch mein Yoga-Studio vor Ort, vorgeburtliche Kurse und Müttergruppen“, sagt Isabel, „aber da waren nicht unbedingt berufstätige Mütter dabei.“

Als Isabell wieder zurück in den Job ging, stellte sie fest, dass es auch im Büro viele berufstätige Mütter gab, von denen keine darüber sprach.

Also hat sie eine interne „Gruppe berufstätiger Mütter“ gegründet.

Sie richtete ein internes Online-Diskussionsforum ein und traf sich mit ihnen einmal im Monat zum gemeinsamen Mittagessen.

Hier wurden Erfahrungen, Bedenken und Ratschläge ausgetauscht. Gemeinsam konnten sie so auch erreichen, dass es einen betrieblichen Zuschuss zum Kindergartenbeitrag gibt und die Kooperation mit einem firmennahen Kindergarten.

Überprüfe mal, ob es in deinem Büro bereits so etwas gibt oder starte gegebenenfalls selbst eine Gruppe.

Und wenn dir das momentan zu viel ist, lade einfach eine oder mehrere berufstätige Mütter zum Mittagessen ein.

Oder mache in deiner ersten Arbeitswoche eine Kaffeepause mit ihnen und frage sie, wie sie den Übergang zurück in den Beruf geschafft haben.

Der Austausch tut auch dir gut.

Und du wirst sehen, du bist nicht die Einzige, die Bedenken hat und sich überfordert fühlt.

 

8. Ignoriere deine innere Stimme, die dir sagt „Ich schaff das nicht“ 

 

Jede Frau – unabhängig von Karriere oder Ehrgeiz – kommt an den Punkt wo ihre innere Stimme sagt, sie müsse aufhören.

Einige Frauen fühlen sich wochenlang so.

Bei anderen kommt der Gedanke nur kurz. „Ich hatte gerade einen sehr schlechten Tag, als sich alles zugespitzt hat.“

Für viele Mütter ist das Aufhören keine Option.

Zumindest sind die ersten Monate des Wiedereinstiegs als berufstätigen Mutter nicht der beste Zeitpunkt, um so eine weitreichende Entscheidung zu treffen.

Immer wieder spüren Klientinnen von mir den Drang, beruflich wieder hinzuschmeißen, während sie sich noch in einem beruflichen Entwicklungsübergang befinden.

Hier ist es wichtig, keine unüberlegte Entscheidung zu treffen.

Mit Blick auf die Ausdauerforschung gibt es einige Möglichkeiten, um die ersten schweren Momente zu bewältigen, in denen du das Gefühl hast, deinen Job nicht zu schaffen:

 

  • Erkenne an, dass der schwierige Übergang in den Beruf „endlich“ ist und es besser wird, je mehr Routine du bekommst.

 

  • Machen dir eine Positivliste von dem, was dir in deinem Beruf Spaß und Freude macht und was du mitnimmst (einschließlich deinem dir zur Verfügung stehenden Gehalt!)

 

  • Machen dir eine Liste von dem, was du an deinem Arbeitsplatz Positives erreichst.

 

  • Schau dir deine neue Lernkurve an. Während du in deinen Beruf zurückkehrst, lernst du auch, wie es ist, eine berufstätige Mama zu sein.

 

  • Feiere auch kleine Erfolge. Das könnte auch bedeuten, dass du etwas auf deine To-Do-Liste schreibst was du bereits erledigt hast. Einfach nur, damit du es abhaken kannst, um das Gefühl zu bekommen, etwas erledigt zu haben. 😉

 

  • Sei geduldig mir dir. Versuche wirklich die ersten drei Monate keine größeren beruflichen Entscheidungen zu treffen, sondern am Ball zu bleiben.

 

9. Sieh deine Rückkehr in den Beruf als Karrieremöglichkeit 

 

Du hast jetzt sehr wichtige „Mutterfähigkeiten“.

Auch wenn es vielleicht in den ersten Wochen oder Monaten deiner Rückkehr noch nicht der Fall ist, wirst du, sobald du dich als berufstätige Mutter eingelebt hast, „unendlich effizienter“.

Schau auf deine Arbeit aus der Sicht einer Führungskraft:

Du hast dich von einer schwangeren Mitarbeiterin zu einer Mutter mit vielen neu entwickelten Fähigkeiten entwickelt, die du an deinem Arbeitsplatz einsetzen kannst.

 

10. Notiere dir alle deine Passwörter, bevor du in Mutterschutz gehst und gib dir bei deiner Rückkehr ausreichend Zeit zum Einleben  

 

Du wirst dich nicht an sie erinnern, glaub mir.

Sicher, du wirst nicht alle deine Passwörter und Programme in wenigen Monaten vergessen haben, aber unterschätze nicht den Abschaltmechanismus deines Gehirns.

Wenn du kannst, notiere dir alle deine Passwörter, bevor du das Unternehmen verlässt.

Außerdem auch einfache Anweisungen, wie du dich wieder anmeldest und um die für deine Arbeit wichtigen Programme starten zu können.

Und blocke dir Zeit am ersten Tag, um die Software zu aktualisieren.

Wenn du befürchtest, dass du am ersten Tag durchstarten sollst, lohnt es sich möglicherweise, sich ins Büro zu schleichen, solange noch niemand in der Nähe ist, nur um sicherzustellen, dass dein Computer auf dem neuesten Stand und einsatzbereit ist.

In der heutigen Unternehmenskultur werden berufstätige Eltern noch viel zu wenig gewürdigt.

Wie viele Frauen entschuldigen sich dafür, dass sie Urlaub nehmen, wenn das Kind krank ist oder wegen der Abholung von der Kita früher gehen müssen.

Denk daran, was du in deinem Job Neues einbringst:

Eine ganze Reihe neuer Fähigkeiten, eine sich weiterhin entwickelnde Fähigkeit zum Meister im Multitasking und der Anreiz, so effizient wie möglich zu arbeiten.

Du bist wertvoll für deinen Arbeitgeber und wirst noch weiter wachsen, wenn du dich auf die neuen Phase deines Lebens einlässt.

Entschuldige dich nicht dafür, dass du ein kleines zauberhaftes Wesen großziehst und nebenbei noch arbeiten gehst. Bei niemandem!

Sei stolz darauf.

Prahle damit.

Du bist eine Supermama.

Und du bist verdammt großartig! 

 

Wenn du Fragen zu deinem Wiedereinstiegs-Projekt hast, komme gerne in meine virtuellen Kaffeepause und stell mir deine Fragen.

Ich freue mich auf dich!

 

 

Hallo, ich bin Brigitte. Erfolgs-Coach und Mentorin für Frauen und junge Mütter vor und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf. WARUM? Weil ich weiß, dass Mütter sehr wertvolles Potential mitbringen. Ich unterstütze sie das zu erkennen und ihre Träume und Ideen in die Welt zu tragen. Um erfüllt und glücklich zu sein. Und für ein unabhängiges Leben nach ihren eigenen Spielregeln.

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Bildquelle: Canva

 

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. . . und zwar ohne schlechtes Gewissen!