Wer hat nicht schon mal darüber nachgedacht:

Jobwechsel ja oder nein?

 

 

Vermutlich nutzt du vor jedem Jahreswechsel die Zeit, um innezuhalten und auf das Jahr zurückzublicken.

Genauso kannst du auf deine berufliche Situation schauen und entsprechende Ziele für dich formulieren.

  • Wie möchte ich mich weiterentwickeln?
  • Wo will ich mich verbessern?
  • Was möchte ich beruflich verändern?

 

Schnelles Date mit einem neuen Job

Schnelles Date mit einem neuen Job?

 

Aktuell sind viele Stellen frei, die neu besetzt werden müssen. Und viele Unternehmen buhlen regelrecht um die besten Talente.

Doch sich vorschnell und womöglich überstürzt zu entscheiden, ist trotzdem nicht ratsam.

Professor Dr. Maike Andresen, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg sagt, dass vorschnelle Wechsel des Arbeitgebers zu einem Flitterwochen-Effekt führen können.

Das ist eine Art Anfangseuphorie, als ob du Schmetterlinge im Bauch hast, wenn du frisch verliebt bist.

Und nach einigen Monaten stellt sich dann der sogenannte Flitterwochen-Kater-Effekt ein, da gewinnt die Realität Oberhand und die Arbeitszufriedenheit geht zurück.

Das kannst du dir vorstellen, wie wenn du bereits nach einem kurzen Kennenlernen den Traummann heiratet und dann im Alltag der wahre Charakter zum Vorschein kommt.

 

Jobwechsel

Betrachte deine aktuelle Situation

Es ist wichtig, dass du deine berufliche Situation vor einer übereilten Kündigung genauer reflektierst.

  • Wie groß ist deine Unzufriedenheit im Job tatsächlich?
  • Wo kommt sie her?

Schreib dir diese Punkte auf. So eine Selbstreflexion ist wichtig, damit du auf dem richtigen Weg bleibst oder aber wieder findest.

Dazu gehören auch Fragen wie:

  • Wenn du am Sonntagabend auf der Couch sitzt und an deinen morgigen Arbeitstag denkst, wie geht es dir damit?
  • Welche Gefühle kommen in dir hoch?

Nutze eine berufliche Bestandsaufnahme hinsichtlich deiner persönlichen Karriereziele und auch, inwieweit du sie schon erreicht hast.

Wenn du dann immer noch merkst, dass du echt unzufrieden mit deiner beruflichen Situation bist, gibt es dennoch zwei Möglichkeiten für dich

 

Jobwechsel

 

1. Stellschrauben drehen

 

Vielleicht rührt deine Unzufriedenheit im Beruf von Eigenschaften her, die du selbst mitbringst und die dir bei einem neuen Arbeitgeber zum Verhängnis werden können. Dann nutze dafür unterschiedliche Methoden, um an dir selbst zu arbeiten.

Du hast aber auch die Möglichkeit, etwas an deinen konkreten Arbeitsaufgaben zu verändern. Dafür hilft es, die eigene Motivation zu kennen.

  • Was treibt dich an?
  • Sind es besondere Herausforderungen im Aufgabengebiet oder Einflussmöglichkeiten? Oder auch die Freiheiten, die dir dein aktueller Job bietet?

Wenn du herausfindest, wie stark diese Motive jeweils bei dir ausgeprägt sind und wie sehr du sie mit welchem Verhalten bereits umsetzt, dann weißt du schon sehr viel über dich.

Nützlich und hilfreich ist hier zum Beispiel der PERSONALITY PROFILER, der dir tiefgründig zeigt, wie du tickst. Deine Persönlichkeit, deine Motive und deine Kompetenzen werden wie ein einzigartiger Fingerabdruck sichtbar.

Wenn du Interesse daran hast, buche dir gerne einen kostenfreien und unverbindlichen Kennenlerntermin.

Damit kannst du gemeinsam mit deinem Vorgesetzten und dem Team klären, inwieweit du deine Tätigkeiten nach deinen eigenen Motiven anpassen kannst.

 

Jobwechsel

 

2. Ein Stellenwechsel ist jederzeit möglich

 

Was aber machst du, wenn dich deine Arbeit oder auch durchgeführte Anpassungen an dein Aufgabengebiet nicht zufriedenstellen?

Tja, dann wird es Zeit, dass du über eine Veränderung nachdenkst und dir einen neuen Arbeitgeber suchst.

Einige Experten sagen, dass spätestens nach sieben Jahren ein Jobwechsel erfolgen sollte, wenn sich in der Zwischenzeit keine Veränderung der Tätigkeit ergeben hat oder auch des Gehalts.

In der Ehe würde man sagen, es ist das verflixte siebte Jahr. Und irgendwo lassen sich im Arbeitsverhältnis sogar Analogien entdecken, denn nicht wenige sind täglich länger am Arbeitsplatz als zuhause beim Partner oder der Partnerin.

In den letzten Jahren haben sich die Arbeitsplätze rasant verändert und als Arbeitnehmer sind wir gezwungen uns früher oder später anzupassen.

New Work ist in aller Munde.

Warum also warten, bis wir unfreiwillig zu einer beruflichen Veränderung gezwungen werden.

Die Pandemie hat die Veränderung der Unternehmen auf ein neues Niveau gehoben.

Wo früher Homeoffice verpönt war, ist es heute selbstverständlich geworden und strukturelle Veränderungen zwingen viele Branchen sich immer schneller anzupassen.

Nach einer Gallup-Studie sind aktuell rund 24 Prozent der befragten Arbeitnehmer:innen in Deutschland bereits aktiv auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit.

Das sind doppelt so viele Beschäftigte wie im vergangenen Jahr.

Der Leiter der Gallup-Studie meinte dazu: „Die Pandemie hat dazu geführt, dass die Leute darüber nachgedacht haben, was sie vom Leben wollen.“

Allerdings fehlt vielen das notwendige Selbstbewusstsein für einen Jobwechsel oder die Angst vor dem „Risiko“ ist zu groß.

Da lohnt es sich die Chancen eines Wechsels genauer zu betrachten.

 

Jobwechsel

 

3. Positive Aspekte eines Jobwechsels

 

  • Du erschließt dir neues Wissen in deinem Fachgebiet

 

  • Du entwickelst dich persönlich und beruflich weiter

 

  • Du baust dein berufliches Netzwerk aus durch neue Kontakte

 

  • Du bekommst neue Herausforderungen und kannst dich beweisen

 

  • Du trainierst deine Softskills wie Offenheit für Neues, deine Auffassungsgabe oder auch Problemlösefähigkeiten und deine Lernbereitschaft

 

  • Du beugst einer Betriebsblindheit vor und lernst neue Perspektiven kennen

 

Jobwechsel

 

4. Auf was du achten solltest

 

  • Geheimhaltung

Wenn du angestellt bist und dich aktiv auf Jobsuche begibst, solltest du deine Bewerbung unbedingt vor deinem Arbeitgeber geheim halten.

Sonst kommt der Bumerang zurück in Form eines Kündigungsgrundes.

Und eine Lücke im Lebenslauf ist auch immer erklärungsbedürftig, die willst du auf keinen Fall haben.

Ein entsprechender Geheimhaltungssatz in deiner Bewerbung hilft.

 

  • Zwischenzeugnis

Regelmäßige Zwischenzeugnisse unterstützen dich in deiner Bewerbungsphase.

Und wenn ein Wechsel deines Vorgesetzten ansteht, ist das ein guter Anlass, ein Zwischenzeugnis zu fordern.

 

📚Lesetipp:

 

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Brigitte gross 2021
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Fotos: Canva